Egon Krupp und Dietmat Timmer (Bild oben) übergaben den Scheck an die Hilfsgruppe Eifel – Der Taubenzüchter-Regionalverband 406 Süd-West-Eifel unterstützt die Opfer des Hochwassers – Vom Restaurant “Gut Kallerbend” in Zerkall bekam der Kaller Verein eine 7.000-Euro Spende – Willi Greuel: „Schon 128.000 Euro Soforthilfe an flutgeschädigte Familien mit Kindern ausgezahlt“  

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Kall/Roggendorf – Die Flutopferhilfe der Hilfsgruppe Eifel erfährt auch fünf Wochen nach dem schlimmen Hochwasser in der Nacht zum 15. Juli noch immer die große Unterstützung der Eifeler Bevölkerung. Wie der Vorsitzende Willi Greuel auf der jüngsten Arbeitssitzung des Vereins in Roggendorf berichtete, habe die Hilfsgruppe bis Mitte August 64 von der Flut betroffene Familien mit Kindern mit insgesamt 128.000 Euro unterstützt. Und täglich erreichten ihn weitere Hilferufe.

Wie Greuel berichtete, habe sich die Hilfsgruppe ursprünglich eine  Ausgaben-Grenze von 150.000 Euro gesetzt. Es sei aber absehbar, dass diese nicht reiche und erhöht werde. Immerhin seien bereits 120.000 Euro an Spenden für die Flutopfer-Hilfe eingegangen. Er sei vor allem dem Finanzamt dankbar, das der Hilfsgruppe eine bis zum 31. Oktober befristete Sondergenehmigung erteilt habe, für die Flutopferhilfe satzungsfremde Ausgaben zu tätigen. Laut Satzung liege der Aufgabe der Hilfsgruppe in der Bekämpfung von Krebs und Leukämie sowie der Suche nach Stammzellenspendern, bei der man seit fast 30 Jahren sehr erfolgreich sei.

Wie sehr sich die Hilfsgruppe auf die Eifeler Bevölkerung verlassen kann, zeigte der Besuch von Gästen, die sich zum Überreichen von Spenden beim Treffen der Hilfsgruppen-Aktivisten im Roggendorfer Restaurant Zagreb eingefunden hatten. Einen Spendenscheck in Höhe von 11.000 Euro vom Brieftaubenzüchter-Regionalverband 406 Süd-West-Eifel überbrachten Egon Krupp aus Heimbach-Vlatten und Dietmar Timmer aus Schleiden-Broich. Egon Krupp ist Vorsitzender des regionalen Dachverbandes, dem zehn Reisevereinigungen mit 150 aktiven und 250 inaktiven Mitglieder aus dem Raum Aachen, des Kreises Düren, dem Rhein-Erftkreis, dem Ahrtal und dem Gebiet des ehemaligen Kreises Schleiden angehören.

Nachdem das Hochwasser im Juli viele Familien im Einzugsbereich des Regionalverbandes Angehörige und ihr Hab und Gut verloren hätten, habe man, so Egon Krupp, unter den Taubenzüchtern eine  Spendenaktion gestartet, die auf große Resonanz gestoßen sei. Selbst ein Züchter aus dem Gebiet von Erftstadt, dessen Anwesen samt Zuchtanlage komplett vernichtet worden sei, habe sich an der Aktion beteiligt.

Auf der Suche nach einem Spendenempfänger sei man auf das Projekt der Hilfsgruppe Eifel aufmerksam geworden, die flutgeschädigte Familien gezielt mit Soforthilfen unterstütze. Egon Krupp: „Wir sind davon überzeugt, dass unsere 11.000-Euro-Spende hier an die richtige Adresse geht“.

Eine Spende von fast 7000 Euro übergaben Karin (rechts) und Frank Humpert (links) aus Zerkall an Kathi Greuel und Ralf Heistert von der Hilfsgruppe Eifel. Foto: Reiner Züll

Dieser Überzeugung ist auch Frank Humpert von der Gut Kallerbend GmbH aus Nideggen Zerkall. Mit seiner Mutter Karin war der Jungunternehmer, der in Zerkall ein Restaurant sowie eine Ferienhausanlage betreibt, nach Roggendorf gekommen, um eine größere Spende zu überreichen. Im Restaurant habe er Spenden für die Flutopfer-Hilfe gesammelt, berichtete Frank Humpert. Bei einem Junggesellenabschied oder bei Knobelrunden sei die Sammelbüchse rund gegangen und auch das Personal habe kräftig gespendet. 1911,26 Euro seien am Ende in der Spardose gewesen. Weiteres Geld sammelte Humpert durch den Kuchenverkauf, indem sie von jedem Stück verkauften Kuchen den gleichen Kaufpreiss in den Spendentopf einzahlte. Dadurch 2910,36 Euro zusammen. Als private Spende legte das Familien-Unternehmen noch weitere 2000 Euro drauf, so dass die Hilfsgruppe vom Gut Kallerbend insgesamt eine Unterstützung von knapp 7000 Euro erhielt.

Auch Familie Humpert hatte dann nach einer Organisation gesucht, bei der sie sicher sein konnte, dass das Geld auch direkt bei den Flutgeschädigten ankomme. Vom Kollegen Karl-Heinz Kruff in Wolfgarten seien sie dann auf die Flutopfer-Aktion der Hilfsgruppe hingewiesen worden.   (Reiner Züll)