Resi Sistig aus Keldenich stellte sich in den Dienst der guten Sache – Die ambulante Therapieeinrichtung “pro medik concept” in Mechernich bot den Patienten die gegen Corona schützenden Näharbeiten gegen Spenden für die Hilfsgruppe an – Zum Ende der Aktion am Kreiskrankenhaus (Bild oben) 1140 Euro übergeben

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Mechernich/Kall – Die Neurentnerin Resi Sistig aus Keldenich war im Frühjahr vergangenen Jahres gerade mal zwei Monate im Ruhestand, als die weltweite Corona-Pandemie auch die Eifel erreichte. Fortan waren auch in hiesigen Regionen „Abstand, Hygiene und Maskentragen“ angesagt. Und weil das Nähen seit jeher ein Hobby von Resi Sistig ist, nähte sie Monate lang Masken für den guten Zweck.

Die bunten Mundschutze wurden auch Patienten der Mechernicher Therapieeinrichtung „pro medik concept“ gegen eine Spende zugunsten der Hilfsgruppe angeboten. Jetzt übergaben Resi Sistig und der Geschäftsführer von pro medic concept, Dieter Pauwels, am Mechernicher Kreiskrankenhaus den Spendenbetrag von 1140 Euro an Paul Schneider von der Hilfsgruppe Eifel.

Bei der Übergabe berichtete Resi Sistig vom Entstehen der Idee, viele Masken für den guten Zweck zu nähen, nachdem das Virus „Corona Covid 19“ nach Karneval bekannt und auch in der Eifel zur ernsten Gefahr für die Gesundheit der Menschen geworden war. Vom Robert Koch Institut (RKI) und vom Gesundheitsministerium wurde zum Schutz gegen die Ansteckung durch Aerosolausbreitung das Tragen von Mund-Nasen-Masken empfohlen und für mehrere Bereiche sogar zur Pflicht gemacht. Resi Sistig: „Medizinische OP-Masken waren zu diesem Zeitpunkt ziemlich rar und deshalb den Gesundheitsdiensten vorbehalten“.

Über Monate hinweg nähte Resi Sistig bunte Mund-Nasenmasken, die gegen Spenden zugunsten der Hilfsgruppe an Patienten der Mechernicher Therapie-Einrichtung pro medik concept abgegeben wurden. Foto: Verena Müller

Über Monate hinweg nähte Resi Sistig bunte Mund-Nasenmasken, die gegen Spenden zugunsten der Hilfsgruppe an Patienten der Mechernicher Therapie-Einrichtung pro medik concept abgegeben wurden. Foto: Verena Müller

FFP2 und FFP3 Masken seien zu diesem Zeitpunkt Raritäten gewesen. Das habe dazu geführt, dass das Tragen von Stoffmasken, möglichst doppellagig aus Baumwolle und waschbar bis mindestens 60 Grad, empfohlen worden sei. Doch der Handel sei auf die große Nachfrage nach solchen Stoffmasken nicht eingestellt gewesen, so dass viele Menschen begonnen hätten, Masken selbst zu nähen. Mit dem Ergebnis, dass auch Baumwollstoffe, Gummi und Garne in den Geschäften rar wurden oder lange Lieferzeiten hatten.

Auch Resi Sistig, die nach ihrem Eintritt in den Ruhestand viel Zeit für ihr Hobby des Nähens hatte, widmete sich der Herstellung von Stoffmasken. „Die Maskenpflichtansage war für mich Mitte März dann auch der Auslöser zum Selbernähen von Stoffmasken, zunächst mit noch vorhandenen Baumwollstoffen doppellagig, nach der Mustergröße der medizinischen OP-Maske, 60 Grad waschbar und durch Bügeln geglättet und quasi sterilisiert“, blickte Resi Sistig auf die schwierige Situation im Frühjahr letzten Jahres zurück. Bandgummi sei in diesen Monaten sehr gefragt und schwer zu bekommende Mangelware gewesen. Zunächst seien die Familie, Freunde und Bekannte mit dem begehrten Mund-Nasen-Schutz versorgt worden.

Vor dem Eingang des Mechernicher Kreiskrankenhauses übergaben Resi Sistig und Geschäftsführer Dieter Pauwels (Mitte) den Spendenbetrag von 1140 Euro an Paul Schneider von der Hilfsgruppe Eifel. Foto: Verena Müller

Vor dem Eingang des Mechernicher Kreiskrankenhauses übergaben Resi Sistig und Geschäftsführer Dieter Pauwels (Mitte) den Spendenbetrag von 1140 Euro an Paul Schneider von der Hilfsgruppe Eifel. Foto: Verena Müller

Als langjährige und zufriedene Patientin der im Mechernicher Kreiskrankenhaus ansässigen Therapieeinrichtung pro medik concept habe sie schließlich auch die Therapeuten und das Verwaltungsteam der Einrichtung als Dankeschön für den Einsatz in der schwierigen Situation mit einer bunten Maskenauswahl ausgestattet. Resi Sistig: „Auf Patientennachfrage entstand dann die Idee, Stoffmasken anzubieten und den Erlös an die Hilfsgruppe Eifel zu spenden“. Geschäftsführer Dieter Pauwels habe sich spontan bereit erklärt, die Beschaffung des nötigen Stoffs zu unterstützen.

„Dieser Idee bin ich gerne gefolgt und habe mich gefreut, helfen zu dürfen und zu können. Denn, so wusste schon Erich Kästner: Es gibt nichts Gutes, außer man tut es“, erklärte Resi Sistig ihre Nähtätigkeit zugunsten der Hilfsgruppe Eifel.

Bei anhaltender Pandemie und daraus resultierenden gesetzmäßigen Hygienevorschriften und Verhaltensregeln für die Bevölkerung und Einrichtungen, seien kontinuierlich saisonal bunte und unifarbene Baumwollstoffe zugekauft worden. Anfertigung erfolgte in verschiedenen Größen für Erwachsene und Kinder mit verstellbaren Gummis. Zur Weihnachtszeit habe sie Masken mit Winter-, Advents- und Weihnachtsmustern genäht.

Die Masken von Resi Sistig sind vielfältig und recht bunt. Sie wurden in verschiedenen Größen für Kinder und Erwachsene genäht. Foto: Verena Müller

Die Masken von Resi Sistig sind vielfältig und recht bunt. Sie wurden in verschiedenen Größen für Kinder und Erwachsene genäht. Foto: Verena Müller

Die Masken hätten in der Therapieeinrichtung viele dankbare Abnehmer gefunden, so dass der Spendenbetrag für die Hilfsgruppe stetig anwuchs. „Zum Jahresende 2020 wurde dann das Tragen von FFP2 Masken oder von medizinischen (OP-) Masken verpflichtend, so dass die nützlichen Stoffmasken, die sehr viele Menschen von Ansteckung geschützt haben, zurzeit nicht mehr gefragt sind“, begründete Resi Sistig das Ende der Aktion, die den stattlichen Spendenbetrag von 1140 Euro erbracht hatte.

Bei der Übergabe der Spende bedankte sich Paul Schneider im Namen der Hilfsgruppe bei Resi Sistig und Geschäftsführer Dieter Pauwels für die Aktion, die viele Menschen vor der tückischen Krankheit geschützt und die Arbeit der Hilfsgruppe unterstützt habe.

Die pro medik concept GmbH & Co. KG ist unter anderem als ambulante Therapieeinrichtung im Kreiskrankenhaus in Mechernich ansässig. Neben der physiotherapeutischen Komplettversorgung des Kreiskrankenhauses bietet die Einrichtung jegliche Formen der Physiotherapie, Massagen, medizinische Trainingstherapie sowie verschiedenste Präventionskurse an. Auch zählen die Kinder-Physiotherapie sowie die Physiotherapie bei Kiefergelenksbeschwerden zu den Schwerpunkten.

www.promedik.de