Schwere Schäden (Bild oben) und viele Tote nach Jahrtausend-Unwetter im Kreis Euskirchen – Zollstöcke sollen helfen – Eine „maßgerechte“ Spendenaktion des Unternehmers Thomas Albers aus Löhne für Betroffene der Flutkatastrophe im Kreis Euskirchen – Drei Sonder-Editionen „Solidariät OWL“ – Die Hilfsgruppe hat schon über 85.000 Euro an Familien mit Kindern ausgezahlt, die durch das Hochwasser alles verloren haben

Zollstöcke sind sein Leben: Der Chef der Maßstab Diamant GmbH, Thomas Albers, aus dem ostwestfälischen Löhne unterstützt die Hilfsgruppe mit einer "maßgerechten" Aktion. Foto: Thorsten Hennig

Zollstöcke sind sein Leben: Der Chef der Maßstab Diamant GmbH, Thomas Albers, aus dem ostwestfälischen Löhne unterstützt die Hilfsgruppe mit einer “maßgerechten” Aktion. Foto: Thorsten Hennig

Kreis Euskirchen/Kall/Löhne – Unternehmer Thomas Albers, der Geschäftsführer der Maßstab Diamant GmbH im ostwestfälischen Löhne, ist schon seit Jahren ein treuer Unterstützer der Hilfsgruppe Eifel. Auch jetzt, wo im Kreis Euskirchen viele Familien durch die verheerende Flutkatastrophe ihr Hab und Gut verloren haben, ist Albers zur Stelle. Für die Hilfsgruppe, die derzeit in Not geratene Familien finanziell unterstützt, hat der Unternehmer unter dem Motto „Solidarität OWL“ eine Aktion gestartet, bei der er von Menschen und Firmen in Ostwestfalen-Lippe (OWL) Gelder für die Eifeler Flutopfer sammelt.

Hat die Hilfsgruppe, hier mit Kathi und Willi Greuel, schon öfter unterstützt. Thomas Albers aus Löhne hat die Aktion “Solidarität OWL” für Eifeler Flutopfer ins Leben gerufen. Foto: Reiner Züll

Auch Willi und Kathi Greuel (hier mit Enkel Daniel) waren in Lückerath von der Flut betroffen. Foto: Michael Nielen

Auch Willi und Kathi Greuel (hier mit Enkel Daniel) waren in Lückerath von der Flut betroffen. Foto: Michael Nielen

In Löhne, 25 Kilometer nordöstlich von Bielefeld, besitzt Thomas Albers die Firma Maßstab Diamant GmbH, die Zollstöcke und Maßbänder produziert. Hilfsgruppen-Vorsitzender Willi Greuel kennt den engagierten Unternehmer seit fast 40 Jahren durch die einstige Zusammenarbeit im Baustoffring, einer Kooperation von Baustoff-Fachhändlern. „Für uns beide steht der Mensch vor wie nach im Mittelpunkt“, erklärt Thomas Albers mit dem Hinweis, dass man gerade jetzt die von der Hochwasser betroffenen Familien, denen das Wasser derzeit sprichwörtlich bis zum Hals stehe, nicht allein lassen dürfe und unterstützen müsse.

„Würde ich hier in der Eifel wohnen, dann würde ich bei Euch mitarbeiten“, hatte Thomas Albers bei seinem letzten Besuch in der Eifel verlauten lassen. Bei der Hilfsgruppe wisse er, dass das Spendengeld dahin gehe wo es hingehöre. Schon damals hatte Albers angekündigt, dass seine Firma zu gegebenen Anlass eine limitierte Sonderserie von Zollstöcken mit einem exklusiven Hilfsgruppen-Design produzieren werde.

Dieser Anlass ist nun mit der Flutkatastrophe eingetreten, so dass Albers sein Versprechen einlöst. Die Produktion der Zollstock-Edition „Solidarität OWL“ hat der Geschäftsführer zur Chefsache gemacht. Er hofft dabei auf die Unterstützung und das Sponsoring von Firmen, „die mit Zollstöcken Gutes tun“, so Firmenchef Albers.

Die erste Serie sieht vier Firmenlogos vor für die jede Firma einen Betrag von 3000 Euro an die Hilfsgruppe spendet. Die zweite Serie sieht acht Firmenlogs vor, wobei die teilnehmenden Unternehmen jeweils 1500 Euro spenden. Die Serie ist für Kleinspenden mit namentlicher Erwähnung gedacht. Bei dieser Serie sind Spenden ab fünf Euro möglich.

Die Sonderedition zugunsten der Hilfsgruppe besteht aus drei Serien mit jeweils 500 exklusiven Zollstöcken. Die erste Serie (bild oben) sieht vier Firmenlogos vor für die jede Firma einen Betrag von 3000 Euro an die Hilfsgruppe spendet. Die zweite Serie sieht acht Firmenlogs vor, wobei die teilnehmenden Unternehmen jeweils 1500 Euro spenden. Die dritte Serie (Bild unten) ist für Kleinspenden mit namentlicher Erwähnung gedacht. Bei dieser Serie sind Spenden ab fünf Euro möglich. Alle drei Serien sind natürlich auch mit dem Logo der Hilfsgruppe bedruckt. Fotos: Reiner Züll

Wie Thomas Albers berichtet, haben schon einige Firmen Logos gebucht. Weitere Interessenten und auch Kleinspender könnten sich bei ihm (thomas.albers@massstab-diamant.de) melden. Für die Abstimmung bezüglich des Logo-Drucks stehe Fiona Bansen (f.bansen@massstab-diamant.de) in der firmeneigenen Grafikabteilung zur Verfügung. Nicht nur die Spenden, sondern auch alle Zollstöcke aus den drei Serien gehen komplett an die Hilfsgruppe, die diese wiederum gegen Spenden an Interessenten abgeben kann.

Am frühen Morgen, als das Wasser nach nach der schlimmen Hochwasser-Katastrophe mit mehreren Toten in Kall langsam ablief, wurde das Ausmaß der Schäden sichtbar. Foto: Reiner Züll

Willi Greuel („Vielleicht machen auch ein paar Firmen aus dem Kreis Euskirchen mit“) ist von der Aktion seines alten Freundes aus Ostwestfalen hellauf begeistert. Er ist überzeugt, dass die limitierten Zollstöcke schnell vergriffen sind. Nach der schlimmen Flutnacht vor 14 Tagen habe die Hilfsgruppe bereits einigen besonders hart betroffenen Familien eine Soforthilfe zukommen lassen. Landrat Markus Ramers, mit dem Willi Greuel eventuelle Hilfsmaßnahmen abstimmt, ist überzeugt, dass die Hilfe noch länger gebraucht wird.

„Das Ausmaß der Zerstörungen und das Leid der Menschen sind unfassbar“ ist Willi Greuel auch 14 Tage nach der Flut noch tief betroffen, dass seine Heimat, die Eifel, so hart von so einer Naturkatastrophe getroffen wurde. „Wir helfen, wo wir können“, verspricht er.

Denn die Eifel habe die Hilfsgruppe immer unterstützt. „Nun werden wir den notleidenden Menschen in der Eifel helfen“, sagt Willi Greuel im Namen der Hilfsgruppe. Schon kurz nach der Flutkatastrophe lief die Hilfe an. „Wir konzentrieren uns auf die Menschen und Familien, die wirklich alles verloren haben und Hilfe bitter benötigen“, so der Hilfsgruppen-Chef.

 Viele Familien mit Kindern haben entlang von Urft und Olef ihre Wohnungen verloren. Viele sind inzwischen von der Hilfsgruppe Eifel finanziell unterstützt worden. Über 85.000 Euro Soforthilfe hat der Kaller Verein bereits ausgezahlt. Foto: Reiner Züll

Man arbeite vor Ort mit vertrauenswürdigen Menschen zusammen, damit die Hilfe dort ankomme, wo sie ganz dringend gebraucht werde. Je mehr das Ausmaß der Zerstörung sichtbar wird, desto mehr werde aber auch für die Hilfsgruppe Eifel deutlich, dass die Zahl der Menschen, die dringend Hilfe brauchen, unfassbar hoch sei.

Mit über 85.000 Euro hat die Hilfsgruppe bereits betroffene Familien mit Kindern durch Soforthilfe-Zahlungen unterstützt. „Das Leid und die Not ist so groß, dass wir große Sorgen haben, unsere Mittel könnten nicht reichen“, so Willi Greuel. „Für mich wäre es furchtbar, einem betroffenen Menschen ‚Nein‘ sagen zu müssen, weil wir über kein Geld mehr verfügen.“

Daher bittet Willi Greuel eindringlich um Spenden „für unsere Eifel“. Jeder einzelne gespendete Cent komme bei denjenigen an, die Hilfe bitter nötig brauchten. Spenden kann man bei der VR Bank Nordeifel eG, IBAN DE 40 3706 9720 0666 6666 66; Stichwort: „Flutkatastrophe“. Reiner Züll