Da war der Vorsitze der Kaller Hilfsgruppe platt – Eine Familie in New Jersey war von den schlimmen Bildern nach der Flutkatastrophe an Urft und Olef entsetzt – Ihre Wurzeln in der Eifel veranlassten Daniela Crofton zur Spende nach Kall  – Ein ganz treuer Spender ist der Kommerner Kfz-Meister Christian Meurer  (Bild oben), der eine Flasche mit 835 Euro an Willi Greuel übergab

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Kall/New Jersey/Kommern – „Wir würden gern Ihrem Aufruf folgen und Geld für die Opfer der Flutkatastrophe spenden“ stand in der Mail, die Willi Greuel, der Vorsitzende der Hilfsgruppe Eifel, nach der schlimmen Flutkatastrophe erhielt. Es war eine von vielen Mails mit Hilfsangeboten, die Greuel seit dem verheerenden Hochwasser-Ereignis in der Nacht zum 15. Juli zugestellt bekam.

Doch dann wollte er es zunächst nicht glauben, was da zu lesen stand. „Da wir in den USA wohnen benötigen wir allerdings noch den SWIFT/BIG-Code  für Ihr Bankkonto“, schrieben Daniela und Scott Crofton.

Willi Greuel vermutete sofort, dass ihn da einer auf den Arm nehmen wollte, doch die Absenderadresse ließ keinen Zweifel daran, dass das Spendenangebot echt war und tatsächlich aus Amerika stammte. Wie gewünscht antwortete Greuel auf die Mail und teilte den unbekannten Wohltätern aus Übersee die Bankverbindung mit. Die Hilfsgruppe sei dankbar, denn die Not in der Eifel sei sehr groß, schrieb Willi Greuel der Familie zurück.

Aus New Jersey senden die Kinder Arabella, William und Tyler sprichwörtlich "herzliche" Grüße an die Hilfsgruppe Eifel. Die Familie hat in Amerika die Bilder der schweren Flutkakatastrophe in der Eifel verfolgt und will nun für die Betroffenen spenden. Foto: Daniele Crofton/USA

Aus New Jersey senden die Kinder Arabella, William und Tyler sprichwörtlich “herzliche” Grüße an die Hilfsgruppe Eifel. Die Familie hat in Amerika die Bilder der schweren Flutkakatastrophe in der Eifel verfolgt und will nun für die Betroffenen spenden. Foto: Daniele Crofton/USA

Hilfsgruppen-Pressesprecher Reiner Züll wollte es dann genau wissen, woher die Hilfsgruppe in Amerika einen so guten Ruf genießt und wie die Familie auf die Kaller Kinderkrebshilfe aufmerksam geworden ist.

Schon bald kam Antwort aus den USA auf diese Fragen und Daniela Crofton teilte mit, dass sie die Eifel kenne, weil sie dort noch Verwandte habe.

Sie sei 1994 von Brühl in die Eifel gezogen und später in die USA ausgewandert, um als Juristin in New York zu arbeiten. Seit 15 Jahren lebe sie in New Jersey. Ihr Mann sei Amerikaner und die drei Kindern Arabella, William und Tyler seien in Amerika geboren. Sie fühle sich aber noch immer der Eifel verbunden, schrieb Daniela Crofton, die ein Foto von ihren drei Kindern mitschickte, auf dem diese das Emblem der Hilfsgruppe mit drei Herzen gemalt hatten.

Die jährliche Übergabe solcher Dreiliter-Cognacflaschen durch den Kfz-Meister hat bereits eine jahrelange Tradition. Foto: Reiner Züll

Als sie und ihr Mann in den amerikanischen und deutschen Nachrichten die schlimmen Bilder von der Flutkatastrophe gesehen hätten, habe das sie sehr getroffen. „Das unvorstellbare Leid, die Angst und die Verzweiflung der Menschen hat uns tief berührt“.

Deshalb hätten sie sich dem Motto der Hilfsgruppe angeschlossen, denen zu helfen, denen es nicht so gut geht Da sie nicht vor Ort helfen könnten, hätten sie beschlossen durch eine Spende zu helfen.

Daniela Crofton: „Wir wollten aber bei einer regionalen Organisation spenden, bei der wir darauf vertrauen können, dass alles professionell gehandhabt wird und das Geld auch bei den Betroffenen ankommt“.  Verwandte hätten sie dann auf die Hilfsgruppe Eifel aufmerksam gemacht: „Unsere Verwandten kennen die Hilfsgruppe und ihre wunderbaren Projekte“. Letztendlich habe man aber erst durch den Wochenspiegel von der aktuellen Spendenaktion erfahren.

Mit vielen Grüßen aus den USA und dem Hinweis „der Hilfsgruppe viel Glück“ konnte Willi Greuel 14 Tage nach der Überraschungsnachricht aus Amerika den Eingang einer Spende von 1000 Euro verzeichnen.

835 Euro von Christian Meurer

Annähernd 1000 Euro betrug auch die Spende eines ganz treuen Unterstützers der Hilfsgruppe aus Kommern. Christian Meurer, Inhaber des gleichnamigen Kfz-Meisterbetriebs und dem Fachhandel für Autoteile und Zubehör in Kommern, übergab Willi Greuel eine mit Spenden gefüllte Dreiliter-Flasche mit einem Inhalt von 835 Euro.

Die jährliche Übergabe solcher Dreiliter-Cognacflaschen durch den Kfz-Meister hat bereits eine jahrelange Tradition. Rund 40.000 Euro, so Willi Greuel, sind durch die vielen Aktionen von Christian Meurer, der just auf seine 25-jähriges Firmenbestehen zurückblicken kann, in all den Jahren der Hilfsgruppe zugutegekommen.

Das Geld, so Willi Greuel, könne man derzeit gut brauchen, denn nach der schlimmen Flut-Katastrophe im Juli habe die Hilfsgruppe viele Familien mit Kindern, von denen viele durch das Hochwasser ihr gesamtes Hab und Gut verloren hätten, unterstützt. Inzwischen habe der Kaller Verein rund 100.000 Euro als Soforthilfen an betroffenen Familien gezahlt. Dies sei nur durch die Spendenbereitschaft der Eifeler Bevölkerung möglich geworden.      (Reiner Züll)