Die Bundeswehr-Bigband begeisterte vor Weihnachten an zwei Tagen 1600 Besucher im Kulturkino Vogelsang – Das Landes-Polizeiorchester NRW begeisterte 450 Zuhörer beim 12. Neujahrskonzert im Gemünder Kursaal – Willi Greuel: „Schön, so viele glückliche Menschen zu sehen“

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Bei der Swinging Christmas Show der Bundeswehr-Bigband erlebten die Besucher auch eine furiose Lichtshow. Foto: Reiner Züll

Kall/Vogelsang/Gemünd – Zwei große Konzerte bot die Hilfsgruppe Eifel der Eifeler Bevölkerung rund um den Jahreswechsel. Im Kulturkino Vogelsang bot die Bigband der Bundeswehr vor Weihnachten zwei Konzerte mit dem Titel „Swinging Christmas“ mit jeweils rund 800 Zuhörern zugunsten der Hilfsgruppe. Und wenige Tage nach dem Jahreswechsel spielte das Landespolizei-Orchester NRW im mit 450 Personen besetzten Kursaal in Gemünd das 12. Neujahrskonzert zugunsten des Kaller Vereins.

Comedian Markus Maria Profitlich war Stargast bei der Weihnachtsshow. Foto: Reiner Züll

Die Hilfsgruppe Eifel hatte es Wochen vor Weihnachten als das Konzert-Ereignis des Jahres angekündigt, und an zwei Tagen kamen jeweils rund 800 Besucher zur Swinging-Christmas-Show der Bundeswehr Bigband ins Kulturkino Vogelsang. Und alle Besucher waren sich nach beiden Konzertabenden einig, dass man ihnen nicht zu viel versprochen hatte. Ein tolles Orchester, ein Dirigent Timo Oliver Chadik in Top-Form, ein tolles Gesangs-Duo mit Marco Matias, Sofia Andersson und Tertia Botha sowie eine atemberaubende Licht-Show ließen die Zeit im Fluge vergehen.

Immer wieder zeigten Solisten der Bigband ihr großes Können. Foto: Reiner Züll

Seit 2015 gibt die Bigband der Bundeswehr im Zweijahres-Rhythmus zum Tournee-Abschluss ihre Weihnachtskonzerte in Vogelsang zugunsten der Hilfsgruppe Eifel, wobei das Ensemble inzwischen über 100.000 Euro für den Kaller Verein eingespielt hat. Seit 2017 finden die Weihnachtskonzerte kurz vor dem Fest an zwei Tagen mit Stargästen statt. Die Sängerin Pe Werner (2017), der Sänger Klaus Lage (2019) verstärkten die Bigband bereits bei den Vogelsang-Konzerten. Stargast in diesem Jahr war der Comedian und Obergefreite der Reserve, Markus Maria Profitlich, der zwar nicht musizierte oder sang, aber das Publikum durch schräge Beiträge in seinen Bann zog

Landrat Markus Ramers als Schirmherr hatte zum Beginn des Konzertes sowohl die Arbeit der Hilfsgruppe als auch das soziale Engagement der Bundeswehr-Bigband hervorgehoben, die mit ihren Konzerten in der ganzen Welt inzwischen über 20 Millionen Euro eingespielt und gespendet hat. Und auch Hilfsgruppen-Chef Willi Greuel und dessen „Finanzminister“ Helmut Lanio bedankten sich zum Beginn des Konzertes bei der Bundeswehr-Bigband für die langjährige Freundschaft der Kaller Kinderkrebshilfe.

Jeweils über 800 Besucher erlebten die zweitägige Christmas-Show der Bundeswehr-Bigband im Kulturkino Vogelsang. Foto: Reiner Züll

In Vogelsang präsentierten die Bundeswehrmusiker bekannte und beliebte Weihnachtslieder im Bigband-Stil. Und so erlebten die Besucher dem Weihnachtsklassiker „Oh Tannenbaum“ im Samba-Rhythmus. Und auch beliebte weihnachtliche Weisen wie „Vom Himmel hoch“, „I’ll be home for Christmas“, Jingle Bells“ oder „Weihnachten bin ich zu Haus“ präsentierte das Ensemble um Dirigent Timo Oliver Chadik im Bigband-Sound.

Dem Publikum gefiel auch die Mischung aus Musik und schräger Comedy. Mit Markus Maria Profitlich („Teenager sind die Rache Gottes an der Menschheit“) hatte die Bigband einen Künstler engagiert, dem seine Parkinson-Krankheit kaum anzuerkennen war. Im Gegenteil. Profitlich, dessen Beiträge sich wie ein roter Faden durch Programm zogen, gewann der Krankheit einige lustige Seiten ab: „Tätowierer sollte man dann nicht werden“.

Und Profitlich wäre nicht Profitlich, wenn er nicht in die Vollen geht. So ließ er die Zuhörer das Weihnachtslied „Leise rieselt der Schnee“ summen, und lieferte seinen besonderen Beitrag dazu, in dem er einen Sack Konfetti mit Hilfe eines Laubbläsers in die Zuschauerreihen blies. Und auch bei Profitlich‘s Chat mit dem Weihnachtsmann blieb kein Auge trocken.

Dirigent Timo Oliver Chadik erwies sich wieder einmal mehr als versierter Moderator, auch als er Weihnachtskugeln mit dem Bigband-Motiv und eine DVD zum Verkauf anbot, deren Cover in den Ampel-Farben grün, gelb und rot gestaltet ist. „Es ist nicht das, was Sie denken“, scherzte der Bigband-Leiter und versicherte: „Wir waren schneller“.

„Was haben wir in Vogelsang für wundervolle Konzerte geliefert, es war wieder schön, so viele glücklichen Menschen zu sehen“, freute sich Hilfsgruppen-Vorsitzender Willi Greuel. Die Bundeswehr sei wieder begeistert von der Organisation der Hilfsgruppe gewesen. „Ihr macht das sehr gut, wir kommen wieder“, sei das Urteil vom Bigband-Tourmanager, Stabshauptmann Johannes M. Langendorf, gewesen. Nächstes Jahr vor Weihnachten werde die Bigband das fünfter Weihnachtskonzert für die Hilfsgruppe geben.

Polizeimusiker zum 12. Mal im Kursaal

Das Landespolizeiorchester NRW mit Dirigent Scott Lawton bot kurz nach dem Jahreswechsel im Gemünder Kursaal das 12. Neujahrskonzert zugunsten der Hilfsgruppe Eifel. Foto: Thomas Tampier

 Nur drei Wochen nach der zweitägigen, furiosen Show „Swinging Christmas“ der Bundeswehrbigband in Vogelsang, präsentierte die Hilfsgruppe Eifel mit dem 12.  Neujahrskonzert des NRW-Landespolizeiorchesters im mit 450 Zuhörern voll besetzten Gemünder Kursaal einen weiteren musikalischen Höhepunkt.

Wie bei allen bisherigen Neujahrskonzerten war der Kursaal in Gemünd auch in diesem Jahr bis auf den letzten Platz besetzt. Rechts im Vordergrund Schirmherr und Landrat Markus Ramers und dessen Amtsvorgänger Günter Rosenke. Foto: Thomas Tampier

Seit nunmehr 14 Jahren dauert die Freundschaft zwischen dem Polizeiorchester und der Hilfsgruppe an. In dieser Zeit hat das Ensemble bei zwölf Neujahrs- und zwei Frühlingskonzerten annähernd 30.000 Euro für den Kaller Verein eingespielt. In diesem Jahr hatte Dirigent Scott Lawton das Konzert unter das Motto „Viva la France“ gestellt.

Auch der ehemalige Monschauer Bürgermeister Theo Steinröx (Mitte) war 2011 mit Günter Rosenke zum Benefizkonzert gekommen. Foto: Reiner Züll

Anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Hilfsgruppe Eifel im Februar 2011 gab das Landespolizeiorchester NRW erstmals ein ein Benefizkonzert im Gemünder Kursaal. Der damalige Landrat Landrat Günter Rosenke (Mitte) war der erste Schirmherr. Foto: Reiner Züll

Als das Orchester im Februar 2011 anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Hilfsgruppe erstmals im Gemünder Kursaal ein Benefizkonzert gab, sollte das eigentlich eine einmalige Sache sein. Doch Dirigent Lawton war damals in Anbetracht des vollen Kursaals und des Beifall freudigen Publikums derart begeistert gewesen, so dass seitdem die Neujahrskonzerte der Polizeimusiker zugunsten der Hilfsgruppe in Gemünd stattfinden. Infolge von Corona und Flut musste das Konzert ausfallen.

Bei allen Konzerten hatten die amtierenden Landräte die Schirmherrschaft übernommen. Und so konnte Ralf Heistert von der Hilfsgruppe Eifel, in Vertretung des erkrankten Vorsitzenden Willi Greuel, sowohl Landrat Markus Ramers als auch dessen Vorgänger Günter Rosenke beim 12. Konzert im Kursaal willkommen heißen. Und beide waren von der Qualität des Ensembles wieder begeistert. „Das Konzert war wieder mal hervorragend und ich habe es genossen“, so Landrat Markus Ramers. Das Neujahrskonzert des Polizeiorchesters sei die beste Art ins neue Jahr zu starten. Der Landrat: „Mit musikalischer Extraklasse und gleichzeitiger Unterstützung der wertvollen Arbeit unserer Hilfsgruppe Eifel“.

Auch Landrat Markus Ramers bedankte sich beim Landespolizeiorchester für das tolle Konzert. Foto: Thomas Tampier

Hauptsächlich Werke von französischen Komponisten brachte das Ensemble in Gemünd zu Gehör. Zum Beginn erklang die „Te Deum Fanfare“ Marc-Antoine Charpender, der der „Trauermarsch für eine Marionette“ von Charles Gounod folgte. Weitere Stücke wie „Les Misérables“ von Claude-Michel Schönberg, „Espana“ von Emmanuel Charbier oder „Les Chasseresses“ von Léo Delibes fanden den Gefallen des Publikums. Ein Potpourri aus französischen Chansons lockerte das Programm auf.

Nach der Pause brachte das Orchester mit der „Orpheus Overture“ von Jacques Offenbach ein Stück des einzigen nichtfranzösischen Komponisten zu Gehör. In der Overture war auch der berühmte „Cancan“ von Offenbach zu hören, bei dem das Publikum begeistert mitklatschte. Mit Melodien aus „Carmen“ von Georges Bizet und weiteren französischen Musikklassikern ging ein furioser Konzertabend zu Ende.

Doch schon am Sonntag, 12. Mai, um 17 Uhr (Einlass 16 Uhr) gibt es im Gemünder Kursaal ein Wiedersehen mit Dirigent Scott Lawton und den Polizeimusikern. Dann spielt das Ensemble zum dritten Frühjahrskonzert zugunsten der Hilfsgruppe auf.  Das 13. Neujahrskonzert findet im nächsten Jahr am Sonntag, 12. Januar, im Gemünder Kaursaal statt.                                           (Reiner Züll)

Das Polizei-Ensemble nahm dankbar den anhaltenden Beifall des Publikum an. Am Sonntag 12, Mai, ist das Orchester wieder in Gemünd zu Gast, um für die Hilfsgruppe das dritte Frühlingskonzert zu spielen. Foto: Thomas Tampier.