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01 Jul
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Für Angehörige ein Zuhause auf Zeit

Das neue Familienhaus am Eltern-Kind-Zentrum der Bonner Uni-Klinik feierlich eingeweiht – Auch Familienminister Dr. Joachim Stamp (Bild oben) griff zur Schere – Im Sieben-Millionen-Bau wohnen Eltern und Geschwister von schwerkranken Kindern während deren Behandlung im Klinikum – Die Einrichtung aller 42 Elternzimmer finanzierte die Hilfsgruppe Eifel mit Unterstützung des Kaller Möbelhauses Brucker   

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Das neue Familienhaus des Förderkreises Bonn e.V. auf dem Bonner Venusberg wurde am Sonntag, 27. Juni, offiziell seiner Bestimmung übergeben. Hausherr Jan Hennemann (rechts) begrüßte beim Festakt unter anderem Bonns Oberbürgermeisterin Katja Dörner und NRW-Familienminister Dr. Joachim Stamp. Foto: Reiner Züll

Kall/Bonn –  „Danke, Danke“, lautete die Botschaft, die sich wie ein roter Faden durch den Festakt zur Einweihung des neuen Familienhauses auf dem Gelände des Universitätsklinikum auf dem Venusberg in Bonn hinzog. Der Förderkreis für krebskranke Kinder und Jugendliche Bonn, der seit mehr als 20 Jahren von der Kaller Hilfsgruppe Eifel unterstützt wird, hat das Haus gebaut. Über eine Million Euro hat die Hilfsgruppe in dieser Zeit den Bonner Ehrenamtlern zukommen lassen. Und auch bei Bau des neuen, sieben Millionen Euro teuren Familienhauses hat die Hilfsgruppe einen großen Beitrag geleistet, indem sie in Zusammenarbeit mit dem Möbelhaus Brucker die komplette Einrichtung von 42 Familienzimmern und den Foyers auf drei Etagen finanziert hat.

Segneten das neue Haus ein: Der katholische Pfarrer Franz-Josef Lausberg (links) und dessen evangelischer Amtsbruder, Superintendent Dietmar Pistorius, der Brot und Salz mitgebracht hatte. Foto: Reiner Züll

Bei der Einweihung, die unter strengen Corona-Richtlinien  stattfand, war selbst der stellvertretende NRW-Ministerpräsident und Familienminister Dr. Joachim Stamp voll des Lobes über das soziale Engagement der Kaller Kinderkrebshilfe. Dieses bürgerschaftliche Engagement verdiene höchste Anerkennung. „Ich bin beeindruckt von der Hilfsgruppe Eifel, die den Förderverein seit Jahrzehnten mit mehr als einer Million Euro unterstützt hat und auch jetzt die gesamte Einrichtung des Familienhauses finanziert hat“, sagte der Familienminister. Er bedankte auch ausdrücklich beim Möbelhaus Brucker, das sich mit seinem erfahrenen Team bei der Planung, der Auswahl der Lieferung und der Montage der Einrichtung über das normale Maß hinaus eingebracht habe.

“Das ist Eifeler Qualität” versicherte Hilfsgruppen-Vorsitzender Willi Greuel (links) gegenüber Familienminister Dr. Joachim Stamp (rechts) bei der Besichtigung der von der Firma Brucker eingerichteten 42 Elternzimmern. Foto: Reiner Züll

„Das ist Eifeler Qualität“, scherzte Hilfsgruppen-Vorsitzender Willi Greuel, als der Familienmister beim Rundgang durch den dreistöckigen Neubau in einem der 42 Elternzimmer die Betten begutachtete.  Und auch die Bonner Oberbürgermeisterin Katja Dörner war angetan von der soliden und zweckmäßigen Einrichtung der Zimmer, in denen Eltern und Geschwister während der Behandlung ihrer schwerkranken Kinder und Geschwister in direkter Nähe des ebenfalls neu errichteten Eltern-Kind-Zentrum (ELKI) übernachten können.

Zuvor hatte Hilfsgruppenmitglied Lutz Hennemann, der Ehrenvorsitzende und Gründer des Bonner Förderkreises, über die Historie des Familienhauses berichtet. Bisher habe der Förderkreis ein Elternhaus in der Joachimstraße nahe der Kinderkrebsklinik an der  Adenauerallee. Dort wohnten in der Vergangenheit auch immer wieder die Eltern von krebskranken Kindern aus den Kreis Euskirchen.

 Nachdem bekannt wurde, dass die Kinderkrebsklinik aus der Bonner Innenstadt in das neue Eltern-Kind-Zentrums der Uni-Klinik auf den Venusberg umsiedelt, beschloss der Förderkreis für krebskranke Kinder und Jugendliche e.V. den Neubau eines Familienhauses in direkter Nähe zum neuen Eltern-Kind-Zentrum.

Die “Hennemänner” Jan (rechts) und Lutz (Mitte) mit Angelika Züll, Helmut Lanio, Kathi und Willi Greuel von der Hilfsgruppe Eifel vor dem neuen Familienhaus. Foto: Reiner Züll

Um das Projekt „Familienhaus Bonn – Damit kein Kind alleine ist“ zu realisieren gründete sich eine gemeinnützige Gesellschaft mbH, die von Lutz Hennemanns Sohn Jan als Geschäftsführer geleitet wird. Es habe einige Jahre gedauert und viel Einsatz, Herzblut, graue Haare und Tränen gekostet, ehe das neue Haus jetzt endlich eingeweiht werden könne, sagte Geschäftsführer Jan Hennemann bei der Einweihung am letzten Sonntag. „Mit dieser Einweihung fällt mir ein Riesenstein vom Herzen“, beschrieb er seine Erleichterung. Das Haus sei zwar trotz aller Bemühungen noch nicht ganz fertig, doch er hoffe, schon  bald die ersten Eltern begrüßen zu können. Jan Hennemann bedankte sich bei allen Unterstützern des Projektes und hob besonders die Hilfsgruppe Eifel und das Möbelhaus Brucker hervor.

Willi Greuel (rechts) ist begeistert. Hell und gemütlich sind die Foyers auf den einzelnen Etagen des Hauses, in dem sich die Eltern schwerkranker Kinder wohl fühlen sollen. Auch NRW-Familienminster Dr. Joachim Stamp (Mitte) war von der soliden Ausstattung der Räumlichkeiten angetan. Foto: Reiner Züll

Das Familienhaus biete Eltern, die ihr krankes Kind am Uniklinikum Bonn begleiten, ein Zuhause auf Zeit. Denn die Betreuung eines kranken Kindes verlange seinen Angehörigen alles ab, und das nicht nur physisch und psychisch, sondern je nach Erkrankung und Dauer der Behandlung, auch finanziell. Hennemann: „Hier stehen wir fest an der Seite der Eltern und  bieten ihnen kostengünstige Übernachtungen in direkter Nähe des Eltern-Kind-Zentrums sowie einen Rückzugsort zum Kraftschöpfen und Durchatmen an“.

Die Delegation der Hilfsgruppe Eifel bei der Einweihung in Bonn. Links im Hintergrund die noch unfertigen Außenanlagen, die künftig Ruhezone für Eltern und Kinder sein werden. Foto: Reiner Züll

Die Delegation der Hilfsgruppe Eifel bei der Einweihung in Bonn. Links im Hintergrund die noch unfertigen Außenanlagen, die künftig Ruhezone für Eltern und Kinder sein werden. Foto: Reiner Züll

Vize-Ministerpräsident Dr. Joachim Stamp: “„Ich bin beeindruckt von der Hilfsgruppe Eifel, die den Förderverein in all den Jahren mit mehr als einer Million Euro unterstützt hat”. Foto: Reiner Züll

Die Möglichkeiten für Eltern und Kinder seien vielfältig. „Ob eine ruhige Minute im Garten, Auspowern im Sportraum oder ein ungestörtes Essen in unserem Eltern-Café, das Wohlbefinden der Eltern soll hier im Haus im Vordergrund stehen“, sagte Hennemann: „Es ist ein Balance-Akt: einerseits in unmittelbarer räumlicher Nähe zur Klinik zu sein, andererseits aber den Eltern eine Umgebung zu bieten, in der sie genau diese Klinik-Eindrücke im besten Falle für einen Moment hinter sich lassen können“. Deshalb werde  das gesamte Haus auch „kittelfrei“ sein.

Per Video-Schalte übermittelte der ärztliche Direktor und Vorstandsvorsitzende des Universitätsklinikums (UK),  Professor Wolfgang Holzgreve, seinen Dank an den Förderverein. „Das Familienhaus direkt neben unserem neuen Eltern-Kind-Zentrum ist ein fantastisches Projekt, für das wir nicht genug danken können. So können Eltern ihren Kindern im ELKI rund um die Uhr zur Seite stehen“. Da Kinder mit Erkrankungen wie Krebs oder Herzfehlern heute glücklicherweise nach den Operationen oder anderen stationären Behandlungen in die vertraue häusliche Umgebung zurückkehrten, könnten Eltern im Familienhaus auch für die Mitbetreuung zu Hause sehr gut ausgebildet werden.

Zerschnitten das Eröffnungsband. Von links: Michael Körber (Leiter Baumanagement UKB), Dr. Joachim Stamp (stellvertretender Minsterpräsident NRW und Familienminister), Katja Dörner (Oberbürgermeisterin der Stadt Bonn), Jan Hennemann (Geschäftsführer Familienhaus gGmbH) und der Kaufmännischer Direktor und Stellvertretende Vorstandsvorsitzende des UKB Clemens Platzköster. Foto: Reiner Züll

Die Einsegnung des neuen Hauses vollzogen der katholische Pfarrer und UK-Seelsorger Franz-Josef Lausberg, und der Superintendent des evangelischen Kirchenkreises Bonn, Dietmar Pistorius, der Brot und Salz als Segen für die neuen vier Wände mitbrachte. Während das Brot das Lebensnotwendige symbolisiert, steht das Salz für die nötige Würze im neuen Heim.  (Reiner Züll)

Freuen sich über das neue Haus. Von links: Hausherr Jan Hennemann, Katja Dörner (Oberbürgermeisterin der Stadt Bonn), Lutz Hennemann (Ehrenvorsitzender Förderkreis) , Ursula Roos (stellvertretende Vorsitzende Förderkreis), Dr. Joachim Stamp, stellv. Minsterpräsident NRW und Familienminister), MdL Susanne Schneider (Gesundheitspolitische Sprecherin derr FDP-Landtagsfraktion), MdL Franziska Müller-Rech (Mitglied des FDP-Landtagsfraktion), Clemens Platzköster (Kaufmännischer Direktor und stellvertretender Vorstandsvorsitzender des UK Bonn). Foto: Reiner Züll

Freuen sich über das neue Haus. Von links: Hausherr Jan Hennemann, Katja Dörner (Oberbürgermeisterin der Stadt Bonn), Lutz Hennemann (Ehrenvorsitzender Förderkreis) , Ursula Roos (stellvertretende Vorsitzende Förderkreis), Dr. Joachim Stamp, stellv. Minsterpräsident NRW und Familienminister), MdL Susanne Schneider (Gesundheitspolitische Sprecherin derr FDP-Landtagsfraktion), MdL Franziska Müller-Rech (Mitglied des FDP-Landtagsfraktion), Clemens Platzköster (Kaufmännischer Direktor und stellvertretender Vorstandsvorsitzender des UK Bonn). Foto: Reiner Züll

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Der Förderkreis – eine Erfolgsgeschichte

Lutz Hennemann (rechts) berichtete über die Entstehung des Projektes, nachdem seine Tochter 1982 an einer Tumorerkrankung gestorben war. Aufmerksame Zuhörer waren (vorne von links) Jan Hennemann, Bonns Oberbürgermeisterin Katja Dörner und Familienminister Dr. Joachim Stamp. Foto: Reiner Züll

 

Lutz Hennemann, Gründer des Förderkreises für krebskranke Kinder und Jugendliche, ließ die Erfolgsgeschichte des Familienhaus-Projektes Revue passieren. Foto: Reiner Züll

Lutz Hennemann, der Gründer und heutige Ehrenvorsitzende des Förderkreises für krebskranke Kinder und Jugendliche Bonn e.V. ist Mitglied der Hilfsgruppe Eifel. Als selbst betroffener Vater waren er und Professor Udo Bode 1982 Initiatoren der Gründung eines Elternvereins und des danach folgenden Elternhaus-Projektes, das 1987 mit dem Kauf des bisherigen Elternhauses in der Joachimstraße begann und sich zu einer Erfolgsgeschichte entwickelt hat. Bei der Einweihung des neuen Elternhauses in direkter Nähe des neuen Eltern-Kind-Zentrums (ELKI) auf dem Venusberg-Campus ließ Lutz Hennemann in seiner Festrede die Zeit von den Anfängen des Förderkreises bis zum jetzigen Neubau mit den folgenden Worten Revue passieren:

„Ich möchte heute an diesem sonnigen und festlichen Tag zurückgehen an den Anfang. Am Anfang stand eine Idee wie kann man die Situation krebskranker Kinder und deren Familien in der Behandlungsphase verbessern. Verbessern in Deutschland? Ja in diesem hochindustrialisierten und reichen Land war nicht alles Gold was glänzt. Die alte Kinderklinik an der Adenauerallee war schon ziemlich in die Jahre gekommen und vielerorts zu klein für alle Bereiche pädiatrischer Spitzenmedizin. Wir haben das am eigenen Leib erfahren müssen.

1979 erkrankte unsere Tochter Daniela – 5 Jahre alt – an einem sehr bösartigen Wilmstumor. Behandelt wurde sie erstmals auf der Infektionsabteilung des Krankenhauses wegen des Verdachts einer Meningitis-Erkrankung. Erst sechs Monate später hieß es „Ihr Kind hat Krebs!“  Eine Diagnose die wohl alle Eltern fassungslos macht, auch uns. Hilfe gab es keine. Wir waren allein.

Erst als Professor Udo Bode eine onkologisch hämatologische Abteilung übernahm, kam Licht in das Dunkel unseres Alltags. Aber alles Licht half nicht – 1982 starb Daniela. Jetzt erst wurde uns bewusst, wie verlassen wir all die Jahre waren.

Professor Dr. Udo Bode (links) und Förderverein-Ehrenvorsitzender Lutz Hennemann, hier 2020 bei einem Gespräch mit Hacky Heinen (rechts) von Radio 700, waren 1982 die Initiatoren zur Gründung des Fördervereins.  Seit mehr als 25 Jahren sind sie der Hilfsgruppe verbunden. Foto: Reiner Züll

Professor Dr. Udo Bode (links) und der Förderverein-Ehrenvorsitzende Lutz Hennemann, hier 2020 bei einem Gespräch mit Hacky Heinen (rechts) von Radio 700, waren 1982 die Initiatoren zur Gründung des Fördervereins. Seit mehr als 25 Jahren sind sie der Hilfsgruppe verbunden. Foto: Reiner Züll

Professor Bode gab den Anstoß, dass sich was ändern musste. Wir brauchten Geld.  Also wurde ein Elternverein gegründet um Spendengelder einzusammeln für psychosoziale Betreuung, für eine schönere Umgebung in der Klinik, kinderfreundliche Ausstattung etc. Letztendlich musste die Station renoviert werden usw, usw.

All das funktionierte hervorragend. Wir bekamen Spenden aus Basaren und Familienfeiern, wir erhielten auch Erbschaften und Vermächtnisse, die uns die Arbeit immens erleichterten.

1987 dann der Kauf des Elternhauses in der Joachimstraße mit Unterstützung durch die  Deutsche Krebshilfe. 1995/96 folgten eine große Erweiterung und der Umbau der Onkologischen Station für drei Millionen D-Mark. Es wurden Ambulanz-und Tagesklinikräume geschaffen, Arzt- und Schwesternzimmer und auch Professor Bode bekam ein  eigenes Chefbüro. Das ganze wurde mit einem notariellen Schenkungsvertrag dem Land NRW übertragen.

Der Ehrenvorsitzende des Fördervereins für krebskranke Kinder und Jugendliche, Lutz Hennemann (links) stieß mit Familienmister Dr. Joachim Stamp auf das neue Familienhaus an. Foto: Reiner Züll

Der Ehrenvorsitzende des Fördervereins für krebskranke Kinder und Jugendliche, Lutz Hennemann (links), stieß mit Familienmister Dr. Joachim Stamp auf das neue Familienhaus an. Foto: Reiner Züll

Und so ging die Erfolgsgeschichte weiter: Vieles würde heute im Behandlungsablauf und im Alltag fehlen, wenn der Förderkreis nicht dafür einspringt. Neben den Großprojekten sind eine ganze Reihe von Geräten und Mobiliar angeschafft worden, die den Alltag der Eltern erleichtern- eigentlich alles was den Kindern und Ihren Eltern den Aufenthalt erleichtert und im Budget der Uni nicht vorgesehen ist. Zum Beispiel  elektrische Pflegebetten, Spezialrollstühle, Kindersitze, Eltern-Klappbetten, Spiele, Spielzeug, Buggys, Überwachungsgeräte, Fernseher und DVD-Player in jedem Krankenzimmer, Dekorationen, elektrische Waagen, Möbel im Wartebereich, Laptops für Schulprojekt auch zum Einsatz auf der Station, eine Stationsküche usw.

All diese Aktionen dienten dem Zweck, Eltern eine zweite Heimat auf Zeit während der Behandlungsphase zu schaffen. Und das ist uns gelungen, wie viele Zuschriften von dankbaren Eltern beweisen. Geschehen konnte dies alles nur durch den unermüdlichen Einsatz unserer Spender. Allen Danke dafür….

Nun ein Schlenker, ein Bogen vom alten Elternhaus in der Joachimstraße zum neuen Familienhaus auf dem Venusbergcampus. Ganz einfach: Es gibt keine Kurve. Es gibt nur eine gerade Linie von Bonn zum Venusberg.

Ich glaube mehr als 40 Jahre gab es das Gespräch „die Kinderklinik zieht auf den Venusberg“. Keiner der vielen Vorgänger von Professor Holzgreve war fähig dieses Projekt umzusetzen. Dann hieß es plötzlich, es gibt einen Architektenwettbewerb, es gibt eine europaweite Ausschreibung, es erfolgt der erste Spatenstich, jetzt mussten wir uns beeilen, um nicht abgehängt zu werden.

Familienhaus-Geschäftsführer Jan Hennemann (links) bedankte sich bei allen Unterstützern des Projektes und hob besonders die Hilfsgruppe Eifel und das Kaller Möbelhaus Brucker hervor. Voll des Lobes über die Hilfe aus der Eifel waren auch Bonns Oberbürgermeisterin Katja Dörner und der stellvertretende NRW-Ministerpräsident und Familienminister Dr. Joachim Stamp. Foto: Reiner Züll

Familienhaus-Geschäftsführer Jan Hennemann (links) bedankte sich bei allen Unterstützern des Projektes und hob besonders die Hilfsgruppe Eifel und das Kaller Möbelhaus Brucker hervor. Voll des Lobes über die Hilfe aus der Eifel waren auch Bonns Oberbürgermeisterin Katja Dörner (Mitte) und der stellvertretende NRW-Ministerpräsident und Familienminister Dr. Joachim Stamp (vorne rechts). Foto: Reiner Züll

Wir fanden in Wolfgang Holzgreve einen begeisterten Befürworter unserer Pläne, aber wo finden wir auf dem Gelände des Universitätsklinikums ein Grundstück? Vor der Frauenklinik?, nein das passt nicht in den Masterplan, alte Gebäude zum Umbau?, war keines verfügbar. Dann die Lösung: Zwischen Dekanat und Frauenklinik gab es eine Fläche von zirka 2000 Quadratmetern. Hierauf konnte die Uni verzichten, Landtagsbeschluss, zähe Verhandlung mit dem Eigentümer, dem Land NRW, vertreten durch das BLB, Gespräch mit dem Finanzministerium. Wir brauchten das Grundstück in Erbpacht wegen der Finanzierung.

Dann endlich die Zusage aus Düsseldorf: Der Vertrag kann geschlossen werden. Dann der Schock:  Die Erbpacht sollte nicht der soziale Euro sein, sondern 12.500 Euro jährlich – ein herber Rückschlag. Da schenkt man dem Land einen Klinikanbau für 15 Jahre für drei Millionen D-Mark und erhält als Dank ein Erbpachtgrundstück für 650.000 Euro – 50Jahre mal 12.500 Euro.

Aber die Zeit drängte, der erste Bauabschnitt des neuen Eltern-Kind-Zentrums (ELKI) war begonnen worden und auch wir mussten mit dem Bau beginnen. Die Architekten des ELKI waren bereit auch unser Familienhaus zu planen, die Baugenehmigung kam spät aber sie kam noch rechtzeitig, so dass mit der Rodung des Grundstücks und der Sicherung der Baugrube begonnen werden konnte. Die ersten Probleme tauchten auf,- Kriegsmunition kontaminierte den Boden, der Aushub wurde gestoppt. Bis der Kampfmittelräumdienst das Grundstück wieder freigab vergingen ein paar Wochen, der Erdaushub musste von einem Feuerwerker beobachtet werden, jeden Tag, das verteuerte natürlich die Sache.

Das neue Familienhaus des Förderkreises Bonn e.V. auf dem Bonner Venusberg wurde am Sonntag seiner Bestimmung übergeben. In dem Haus werden auch Eltern aus dem Kreis Euskirchen wohnen, wen ihre Kinder in der Uni-Klinik behandelt weden müssen. Zur Ausstattung zählt auch ein großer Sportraum, der allerdings noch nicht ganz fertig ist. Foto: Reiner Züll

Aus 250.000 wurden fast 600.000 Euro, dann aber schoss der Rohbau in die Höhe. Es wurde ein Vollgeschosskeller geplant und gebaut. Aus 35 Zimmern wurden durch Umplanung der Freiräume und Flure 42 Zimmer. Corona stoppte die Lieferung von Materialien aus Italien und so weiter und so fort. Heute sind statt fünf Millionen Euro sieben Millionen verbaut worden. Eine Nachkreditierung durch KFW/Sparkasse war nicht möglich also wandte ich mich hilfesuchend an die Stiftung Deutsche Krebshilfe, die wieder einmal in die Bresche sprang und uns geholfen hat.

Der Vorstandsvorsitzende der Stiftung, Herr Gert Nettekoven, sagte mir 500.000 Euro zu und wir erhielten zügig diese hilfreiche Finanzspritze als Zuschuss. Danke lieber Gert Nettekoven für diese wirklich notwendige Unterstützung.

 Und so möchte ich zum Schluss all denjenigen danken, die dieses Projekt großzügig unterstützt haben, hier an erster Stelle ist die Hilfsgruppe Eifel zu nennen mit Willi Greuel als Vorsitzendem. In den mehr als 20 Jahren unserer Freundschaft sammelte er über eine Million Euro für den Förderkreis. Die wurden in Teilen für die Möblierung der Zimmer und Räume des neuen Familienhauses verwandt zu Rabattpreisen des Möbelhauses Brucker. Danke, Danke

Ein Unternehmen was nicht genannt werden möchte spendete die gesamte Küche inklusive der Geräte, das Team Magenta erlief durch Spendenläufe mehr als 160.000 Euro für zwei Zimmer und einen Aufenthaltsraum. Lieben Dank an Arne (Pöppel)und Christa (Scheffler) , Herrn Moormann und der HofmannStiftung Danke für insgesamt 100.000 Euro.

Allen, die ich noch nicht genannt habe sei ein ausdrücklicher Dank gesagt. Sie sind nicht vergessen worden, sondern würden den Rahmen der Reden sprengen. Danke, Danke, Danke!!”

 

 

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21 Jun
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Ein großer Wunsch ging in Erfüllung

Die Kreissparkasse Euskirchen legte den Grundstein – Kinder des Familienzentrums „Grünschnabel“ in Kall gehen jetzt mit dem E-Turtle-Bus auf Tour – Die Hilfsgruppe Eifel übernahm die Restkosten für den Krippenwagen und die Garage – Freude bei der Übergabe (Bild oben) am Kindergarten “Grünschnabel” – Investition von knapp 5000 Euro als Dank für die große Spendenbereitschaft der Kaller – Kita-Leiterin Gaby Müller: “Ganz toll, wir sind begeistert”

Willi Greuel und Reiner Züll von der Hilfsgruppe Eifel übergaben dem Familienzentrum Kall einen nagelneuen Kinderbus und die dazugehörige Garage. Foto: Reiner Züll

Willi Greuel (rechts) und Reiner Züll von der Hilfsgruppe Eifel übergaben dem Familienzentrum Kall einen nagelneuen Kinderbus und die dazugehörige Garage.

Kall – „Ein Wunsch hat sich erfüllt; wir sagen Dankeschön“ – Mit dieser bildhaften Botschaft bedankten sich Erzieher und Kinder des Kaller Familienzentrums „Grünschnabel“ jetzt bei den beiden Vertretern der Hilfsgruppe Eifel, die einen nagelneuen Elektro-Krippenwagen und ein Gartenhaus als Garage für das Gefährt übergaben. Knapp 5000 Euro hat die Hilfsgruppe investiert, um dem Familienzentrum den lang gehegten Wunsch zu erfüllen, für den die Kreissparkasse (KSK) Euskirchen den symbolischen Grundstein gelegt hatte.

An den Einstiegen des neuen Wagens leuchtet das Bärchen-Emblem der Hilfsgruppe. Foto: Reiner Züll

An den Einstiegen des neuen Wagens leuchtet das Bärchen-Emblem der Hilfsgruppe. Foto: Reiner Züll


Sonnenblumen für die Hilfsgruppe brachten die Kinder zur Übergabe ihres neuen Kinderbusses und der Garage. Foto: Reiner Züll

Um die lange geplante Anschaffung eines solchen elektrischen Krippenwagens, der Platz für sechs kleine Kinder bietet, zu ermöglichen, hatte das Familienzentrum im vergangenen Jahr an der Aktion „Eurocents“ der Kreissparkasse teilgenommen. Kunden der Bank spenden am Monatsende die Centbeträge ihres Kontos unterhalb eines Euro, also zwischen einem und 99 Cent, für gute Zwecke.

Mit seinem Projekt „Krippenwagen“ überzeugte das Familienzentrum und bekam von der KSK eine Zuwendung in Höhe von 2300 Euro für den rund 4500 Euro teuren Kinderbus. Kaufen konnte das Team um Kita-Leiterin Gaby Müller das Fahrzeug jedoch noch nicht, denn es fehlte noch fast die Hälfte des Kaufpreises, für den weitere Spender gesucht wurden.

Um das Projekt möglichst schnell realisieren zu können, sprang die Hilfsgruppe Eifel spontan ein und überraschte Kita-Leiterin Gaby Müller mit der Nachricht, die Rest-Finanzierung des Fahrzeuges zu übernehmen. Sie könne den Krippenwagen sofort bestellen. „Wir konnten das zuerst gar nicht glauben“, berichteten Gaby Müller und Gruppenleiterin Denise Harnisch, die sich schon acht Tage später über die Anlieferung des Elektro-Fahrzeuges des Typs „Winther E-Turtle Kinderbus für sechs Kinder“ samt Zusatzausstattung wie Regenschutz, Fußsäcken und Sonnenschutz freuen konnten. „Der Wagen ist schon da, mit allem Zubehör. Ganz toll, wir sind begeistert“, berichtete Gaby Müller umgehend der Hilfsgruppe.

Hilfsgruppen-Chef Willi Greuel (rechts mit Kita-Leiterin Gaby Müller) vollzog im Familienzentrum die Übergabe von Kinderbus und Garage. Gruppenleiterin Denise Harnisch (Vordergrund) befestigt das Hilfsgruppen-Logo am Kinderbus. Foto: Reiner Züll

Hilfsgruppen-Chef Willi Greuel (rechts mit Kita-Leiterin Gaby Müller) vollzog im Familienzentrum die Übergabe von Kinderbus und Garage. Gruppenleiterin Denise Harnisch (Vordergrund) befestigt das Hilfsgruppen-Logo am Kinderbus. Foto: Reiner Züll

Damit der Elektrowagen in einem geschlossenen Unterstand abgestellt werden kann, half die Hilfsgruppe weiterhin mit dem Kauf eines geeigneten Gartenhauses mit Doppeltür. Vom Bauhof der Gemeinde Kall wurde das Holzhaus aufgebaut, so dass der Krippenwagen nun auch eine geeignete Garage hat. Bei der offiziellen Übergabe des Wagens und der Garage durch Willi Greuel und Reiner Züll von der Hilfsgruppe, bedankten sich die Leiterin des Familienzentrums, Gabi Müller, die Leiterin der blauen Gruppe, Denise Harnisch, sowie die Erzieherin Valentina Rehl und der Erzieher Tim Pawelski für die unkomplizierte Unterstützung.

Die Kinder bedankten sich mit Sonnenblumen und einem Bild bei Willi Greuel und Reiner Züll (links) von der Hilfsgruppe Eifel. Foto: Tim Pawelski 

Hilfsgruppen-Sprecher Reiner Züll hatte Aufkleber mit dem Bärchen-Logo der Hilfsgruppe mitgebracht, die von Denise Harnisch, die am 1. August das Familienzentrum in Kall verlässt und dann die Leitung des Kindergartens in Krekel übernimmt, sofort an den Einstiegen des Kinderbusses angebracht wurden. Hilfsgruppen-Vorsitzender Willi Greuel berichtete, dass man aus der Gemeinde viele Spenden bekomme.

Mit der Unterstützung des Familienzentrums wolle sich die Hilfsgruppe bedanken und könne somit den Kaller Familien etwas zurückgeben. Die kleinen Kinder der blauen Gruppe übergaben Greuel und Züll  Sonnenblumen und das bunte, selbstgemalte  Bild mit der Dankesbotschaft.

Der rote Krippenwagen ist bereits in Kall ein echter Hingucker. Sechs Kinder haben auf den gemütlichen Sitzen Platz und können so bei kleinen Ausflügen sicher transportiert werden. Das Gefährt verfügt über Stauraum und kann sogar für schlafende Kinder umgebaut werden. Wegen der vielen Steigungen auf Kaller Straßen wählte das Familienzentrum den Kauf eines Krippenwagens mit Elektromotor, der sich bei den ersten Einsätzen bereits bestens bewährt hat.  (Reiner Züll)

"Ein Wunsch hat sich erfüllt. Wir sagen Dankeschön!" steht über dem bunten Bild mit dem Kinderbus Foto: Reiner Züll

“Ein Wunsch hat sich erfüllt. Wir sagen Dankeschön!” steht über dem bunten Bild mit dem Kinderbus. Foto: Reiner Züll

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14 Mai
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Für Hilfsgruppe Masken genäht

Resi Sistig aus Keldenich stellte sich in den Dienst der guten Sache – Die ambulante Therapieeinrichtung “pro medik concept” in Mechernich bot den Patienten die gegen Corona schützenden Näharbeiten gegen Spenden für die Hilfsgruppe an – Zum Ende der Aktion am Kreiskrankenhaus (Bild oben) 1140 Euro übergeben

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Mechernich/Kall – Die Neurentnerin Resi Sistig aus Keldenich war im Frühjahr vergangenen Jahres gerade mal zwei Monate im Ruhestand, als die weltweite Corona-Pandemie auch die Eifel erreichte. Fortan waren auch in hiesigen Regionen „Abstand, Hygiene und Maskentragen“ angesagt. Und weil das Nähen seit jeher ein Hobby von Resi Sistig ist, nähte sie Monate lang Masken für den guten Zweck.

Die bunten Mundschutze wurden auch Patienten der Mechernicher Therapieeinrichtung „pro medik concept“ gegen eine Spende zugunsten der Hilfsgruppe angeboten. Jetzt übergaben Resi Sistig und der Geschäftsführer von pro medic concept, Dieter Pauwels, am Mechernicher Kreiskrankenhaus den Spendenbetrag von 1140 Euro an Paul Schneider von der Hilfsgruppe Eifel.

Bei der Übergabe berichtete Resi Sistig vom Entstehen der Idee, viele Masken für den guten Zweck zu nähen, nachdem das Virus „Corona Covid 19“ nach Karneval bekannt und auch in der Eifel zur ernsten Gefahr für die Gesundheit der Menschen geworden war. Vom Robert Koch Institut (RKI) und vom Gesundheitsministerium wurde zum Schutz gegen die Ansteckung durch Aerosolausbreitung das Tragen von Mund-Nasen-Masken empfohlen und für mehrere Bereiche sogar zur Pflicht gemacht. Resi Sistig: „Medizinische OP-Masken waren zu diesem Zeitpunkt ziemlich rar und deshalb den Gesundheitsdiensten vorbehalten“.

Über Monate hinweg nähte Resi Sistig bunte Mund-Nasenmasken, die gegen Spenden zugunsten der Hilfsgruppe an Patienten der Mechernicher Therapie-Einrichtung pro medik concept abgegeben wurden. Foto: Verena Müller

Über Monate hinweg nähte Resi Sistig bunte Mund-Nasenmasken, die gegen Spenden zugunsten der Hilfsgruppe an Patienten der Mechernicher Therapie-Einrichtung pro medik concept abgegeben wurden. Foto: Verena Müller

FFP2 und FFP3 Masken seien zu diesem Zeitpunkt Raritäten gewesen. Das habe dazu geführt, dass das Tragen von Stoffmasken, möglichst doppellagig aus Baumwolle und waschbar bis mindestens 60 Grad, empfohlen worden sei. Doch der Handel sei auf die große Nachfrage nach solchen Stoffmasken nicht eingestellt gewesen, so dass viele Menschen begonnen hätten, Masken selbst zu nähen. Mit dem Ergebnis, dass auch Baumwollstoffe, Gummi und Garne in den Geschäften rar wurden oder lange Lieferzeiten hatten.

Auch Resi Sistig, die nach ihrem Eintritt in den Ruhestand viel Zeit für ihr Hobby des Nähens hatte, widmete sich der Herstellung von Stoffmasken. „Die Maskenpflichtansage war für mich Mitte März dann auch der Auslöser zum Selbernähen von Stoffmasken, zunächst mit noch vorhandenen Baumwollstoffen doppellagig, nach der Mustergröße der medizinischen OP-Maske, 60 Grad waschbar und durch Bügeln geglättet und quasi sterilisiert“, blickte Resi Sistig auf die schwierige Situation im Frühjahr letzten Jahres zurück. Bandgummi sei in diesen Monaten sehr gefragt und schwer zu bekommende Mangelware gewesen. Zunächst seien die Familie, Freunde und Bekannte mit dem begehrten Mund-Nasen-Schutz versorgt worden.

Vor dem Eingang des Mechernicher Kreiskrankenhauses übergaben Resi Sistig und Geschäftsführer Dieter Pauwels (Mitte) den Spendenbetrag von 1140 Euro an Paul Schneider von der Hilfsgruppe Eifel. Foto: Verena Müller

Vor dem Eingang des Mechernicher Kreiskrankenhauses übergaben Resi Sistig und Geschäftsführer Dieter Pauwels (Mitte) den Spendenbetrag von 1140 Euro an Paul Schneider von der Hilfsgruppe Eifel. Foto: Verena Müller

Als langjährige und zufriedene Patientin der im Mechernicher Kreiskrankenhaus ansässigen Therapieeinrichtung pro medik concept habe sie schließlich auch die Therapeuten und das Verwaltungsteam der Einrichtung als Dankeschön für den Einsatz in der schwierigen Situation mit einer bunten Maskenauswahl ausgestattet. Resi Sistig: „Auf Patientennachfrage entstand dann die Idee, Stoffmasken anzubieten und den Erlös an die Hilfsgruppe Eifel zu spenden“. Geschäftsführer Dieter Pauwels habe sich spontan bereit erklärt, die Beschaffung des nötigen Stoffs zu unterstützen.

„Dieser Idee bin ich gerne gefolgt und habe mich gefreut, helfen zu dürfen und zu können. Denn, so wusste schon Erich Kästner: Es gibt nichts Gutes, außer man tut es“, erklärte Resi Sistig ihre Nähtätigkeit zugunsten der Hilfsgruppe Eifel.

Bei anhaltender Pandemie und daraus resultierenden gesetzmäßigen Hygienevorschriften und Verhaltensregeln für die Bevölkerung und Einrichtungen, seien kontinuierlich saisonal bunte und unifarbene Baumwollstoffe zugekauft worden. Anfertigung erfolgte in verschiedenen Größen für Erwachsene und Kinder mit verstellbaren Gummis. Zur Weihnachtszeit habe sie Masken mit Winter-, Advents- und Weihnachtsmustern genäht.

Die Masken von Resi Sistig sind vielfältig und recht bunt. Sie wurden in verschiedenen Größen für Kinder und Erwachsene genäht. Foto: Verena Müller

Die Masken von Resi Sistig sind vielfältig und recht bunt. Sie wurden in verschiedenen Größen für Kinder und Erwachsene genäht. Foto: Verena Müller

Die Masken hätten in der Therapieeinrichtung viele dankbare Abnehmer gefunden, so dass der Spendenbetrag für die Hilfsgruppe stetig anwuchs. „Zum Jahresende 2020 wurde dann das Tragen von FFP2 Masken oder von medizinischen (OP-) Masken verpflichtend, so dass die nützlichen Stoffmasken, die sehr viele Menschen von Ansteckung geschützt haben, zurzeit nicht mehr gefragt sind“, begründete Resi Sistig das Ende der Aktion, die den stattlichen Spendenbetrag von 1140 Euro erbracht hatte.

Bei der Übergabe der Spende bedankte sich Paul Schneider im Namen der Hilfsgruppe bei Resi Sistig und Geschäftsführer Dieter Pauwels für die Aktion, die viele Menschen vor der tückischen Krankheit geschützt und die Arbeit der Hilfsgruppe unterstützt habe.

Die pro medik concept GmbH & Co. KG ist unter anderem als ambulante Therapieeinrichtung im Kreiskrankenhaus in Mechernich ansässig. Neben der physiotherapeutischen Komplettversorgung des Kreiskrankenhauses bietet die Einrichtung jegliche Formen der Physiotherapie, Massagen, medizinische Trainingstherapie sowie verschiedenste Präventionskurse an. Auch zählen die Kinder-Physiotherapie sowie die Physiotherapie bei Kiefergelenksbeschwerden zu den Schwerpunkten.

www.promedik.de

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27 Apr
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Einmal um die ganze Welt

15 Radsportler des SV Malefinkbach aus dem Nachbarkreis Düren treten ein Jahr lang für die Hilfsgruppe Eifel in die Pedalen – Sich eine Gesamtstrecke von 50.000 Kilometer zum Ziel gesetzt – Die geplante Spendensumme von 2500 Euro schon weit übertroffen – Willi Greuel: „Diese Leistung verdient höchste Anerkennung“

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Kall/Titz – Ein großes Ziel, um die Hilfsgruppe Eifel zu unterstützen, haben sich die Radsportler des in Titz-Müntz ansässigen SV Malefinkbach im benachbarten Kreis Düren gesetzt. Die Pedalritter in dem rührigen Verein sind seit Jahren unterwegs, um krebskranke Kinder zu unterstützen, die aufgrund ihrer oft unheilbaren Krankheiten kein normales Leben mehr leben können.  „Radeln für den guten Zweck“ lautet deshalb das Credo des Vereins, der in diesem Jahr entschieden hat, die Hilfsgruppe Eifel mit einer recht ungewöhnlichen Aktion zu unterstützen. „50.000 Kilometer radeln = 2.500 Euro für Kinder in Not“ lautet der Name des im Februar gestarteten Hilfsprojektes.

Die Radler des Malefinkbach aus Titz-Müntz stellen sich jedes Jahr in den Dienst der guten Sache und unterstützen mit spektakulären Aktionen soziale Projekte. Foto: Gerd Wintz

Die Radler des Malefinkbach aus Titz-Müntz stellen sich jedes Jahr in den Dienst der guten Sache und unterstützen mit spektakulären Aktionen soziale Projekte. Foto: Gerd Wintz

Die rund 15 aktiven Radler des Vereins aus dem Norden des Kreises Düren haben es sich zur Aufgabe gemacht, in der Zeit vom 1. Februar bis zum 30. November dieses Jahres bei ihren Radtouren zusammen eine Strecke von mindestens 50.000 Kilometer zu erradeln. Immerhin eine Kilometerleistung, die mehr als einer kompletten Weltumrundung entspricht.

„Wir schaffen das“, ist sich Gerd Wintz, der Öffentlichkeits-Beauftragte der Benefiz-Radler aus dem 570-Seelendorf Titz-Müntz jetzt schon sicher. Und das mit gutem Grund, denn der Verein könne auf die Unterstützung vieler Sponsoren setzen. „Die Gothaer-Versicherung als Hauptsponsor hat bereits einen Betrag von 1000 Euro zugesagt“, so Wintz.

Vorsitzender Ullrich Goebbels mit seinem Fahrrad auf Kilometerjagd. In den ersten beiden Monaten des Projektes haben die Pedalritter aus dem Kreis Düren schon über 10.000 Kilometer absolviert. Foto: Goebbels/SV Malefinkbach

Vorsitzender Ulrich Goebbels mit seinem Fahrrad auf Kilometerjagd. In den ersten beiden Monaten des Projektes haben die Pedalritter aus dem Kreis Düren schon über 10.000 Kilometer absolviert. Foto: Goebbels/SV Malefinkbach

Andere Handwerker und Firmen hätten ebenfalls ihre Unterstützung signalisiert. Das angepeilte Spendenziel von 2500 Euro sei schon jetzt erreicht, teilte Gerd Wintz kürzlich dem Hilfsgruppen-Vorsitzenden Willi Greuel mit: „Wir haben mittlerweile über 4000 Euro Spendenzusagen und peilen jetzt die 5000 Euro an“, so der Vereinssprecher: „Wir sind allen Sponsoren dankbar dafür, dass wir durch deren Unterstützung unser angepeiltes Spenden-Ziel weit übertreffen können“.

Und auch Ulrich Goebbels, der Vorsitzende des SV Malefinkbach, ist erfreut über den sich schon jetzt abzeichnenden großen Erfolg der Aktion: „Wir sind gesund und können unserem Hobby in der Gruppe nachgehen. Das können krebskranke Kinder oft leider nicht mehr.“ Die Radler wollten nicht nur einfach Spenden einsammeln, sondern auch selbst etwas leisten und den Erlös regionalen aktiven Organisationen zukommen lassen. Deshalb seien die Benefiz-Radler des Vereins stets für die gute Sache unterwegs.

Mithilfe moderner Technik werden die Fahrten der Benefiz-Radler als Beweisführung dokumentiert. Foto: Goebbels/SV Malefinkbach

Mithilfe moderner Technik werden die Fahrten der Benefiz-Radler als Beweisführung dokumentiert. Foto: Goebbels/SV Malefinkbach

In der Vergangenheit habe der Verein große, überregionale Organisationen unterstützt. Beim jetzigen 50.000 Kilometer-Projekt habe sich der Verein aber entschieden, mit dem den Erlös einen lokalen Hilfs-Verein zu unterstützen. „Und wir mussten nicht lange suchen“, so Ulrich Goebbels. Die Arbeit der Hilfsgruppe Eifel habe den Verein direkt überzeugt. Deshalb habe man die Hilfsgruppe als Spendenempfänger ausgewählt.  „Eine Initiative, die es verdient hat, unterstützt zu werden. Da fließt jeder Cent direkt in die Hilfe krebskranker Kinder“, so der SV-Vorsitzende.

Dieses Mal haben sich die Benefiz-Radler des SV Malefinkbach zum Ziel gesetzt,  50.00 Kilometer zugunsten der Hilfsgruppe Eifel zu radeln. Foto: Gerd Wintz

Dieses Mal haben sich die Benefiz-Radler des SV Malefinkbach zum Ziel gesetzt, 50.00 Kilometer zugunsten der Hilfsgruppe Eifel zu radeln. Foto: Gerd Wintz

Willi Greuel ist erfreut und dankbar für die Unterstützung der Radsportler aus dem Nachbarkreis Düren. „Die Aktion ist ein erneuter Beweis für das große Vertrauen, das viele Vereine und Organisationen in die Arbeit der Hilfsgruppe haben“, so der Hilfsgruppen-Chef. Das Vorhaben der Radfahrer, trotz der Corona-Pandemie und dem damit verbundenen Ausfall vieler geplanten Radsport-Veranstaltungen eine Strecke von 50.000 Kilometer zu erradeln, sei eine große Leistung, die höchste Anerkennung verdiene.

Seit Februar sind die Mitglieder des SV nun auf Kilometerjagd. Ob in der Freizeit, beim Training oder Meisterschaften, jeder Kilometer zählt. Nachweise der gefahrenen Kilometer sind die offiziellen Ergebnislisten bei Radsport-Events, die Erfassung in gängigen Navigationssystemen oder Nachweise der gefahrenen Kilometer über die Rad-Bordcomputer der einzelnen Radler des SV Malefinkbach. Obwohl einige geplante größere Radsportveranstaltungen – wie zum Beispiel Radtouristikfahrten – an denen die Radler des SV teilnehmen, wegen Corona abgesagt worden sind, haben die eifrigen Benefiz-Pedalritter im Februar und März bereits 10.534 Kilometer geschafft und liegen damit weit über dem geplanten Soll.

Vorstandsmitglied Gerd Wintz hofft nun, dass die seit über einem Jahr andauernde Corona-Pandemie langsam abklingt und die zahlreichen geplanten Radsportveranstaltungen endlich wieder stattfinden können. Unter anderem ist auch die Teilnahme des SV Malefinkbach an einer größeren Veranstaltung des RSV Kall am 22. August geplant.   (Reiner Züll)

www.facebook.com/radsportsvmalefinkbach

Drei der Verantwortlichen des Bereiches Radsport/Freizeitsport im SV Malefinkbach sind (von links) Ulrich Goebbels (1. Vorsitzender), Hermann-Josef Moll (Berater und Mann für alles) und Gerd Wintz, der für Vermarktung und Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist. Foto: Wintz

Drei der Verantwortlichen des Bereiches Radsport/Freizeitsport im SV Malefinkbach sind (von links) Ulrich Goebbels (1. Vorsitzender), Hermann-Josef Moll (Berater und Mann für alles) und Gerd Wintz, der für Vermarktung und Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist. Foto: Wintz

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13 Apr
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Oldienacht ist erneut abgesagt

Covid 19-Fallzahlen noch zu hoch – Die Veranstaltung mit der britischen Kultband „The Sweet“ (Bild oben) ist unter Corona-Bedingungen undenkbar – Willi Greuel: „Das tut richtig weh“ – Auch das Familienfest ist um ein Jahr verschoben worden – Hilfsgruppe hegt Hoffnung, dass das Oktoberfest und die Christmas-Show mit der Bundeswehr-Bigband möglich sind

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Kall – „Das tut richtig weh“, konstatiert Willi Greuel, der Vorsitzende der Hilfsgruppe Eifel, nachdem die für den 18. Juni geplante dritte Oldienacht, die eigentlich schon letztes Jahr im Juni hätte stattfinden sollen, wegen der Corona-Pandemie erneut abgesagt werden musste. Gleiches, so Greuel, gelte auch für das große Familienfest, das zwei Tage später im Park des Urfter Jugendgästehauses über die Bühne gehen sollte.

Die Oldienächte der Hilfsgruppe Eifel sind seit nunmehr 24 Jahren ein großes Publikumsmagnet. Umso bedauerlicher ist jetzt die erneute Absage wegen der Corona-Pandemie. Foto: Reiner Züll

Die Oldienächte der Hilfsgruppe Eifel sind seit nunmehr 24 Jahren ein großes Publikumsmagnet. Umso bedauerlicher ist jetzt die erneute Absage wegen der Corona-Pandemie. Foto: Reiner Züll

Nachdem die Corona-Fallzahlen weiterhin eine steigende Tendenz zeigen, entschlossen sich die Oldienacht-Organisatoren schweren Herzens, die beliebte Kultveranstaltung mit 23-jähriger Tradition sowie den ebenfalls beliebten Familientag auch in diesem Jahr abzusagen. „Unter Pandemie-Bedingungen sind diese Veranstaltung nicht durchzuführen, was wir sehr bedauern“, so Willi Greuel. Derzeit sei nicht absehbar, wie sich die Pandemie trotz Testen und Impfung entwickele. Auf keinen Fall wolle man die Gesundheit der Besucher gefährden.

Bedauert die erneute Absage der dritten Eifeler Oldienacht: Hilfsgruppen-Vorsitzender Willi Greuel. Foto: Reiner Züll

Bedauert die erneute Absage der dritten Eifeler Oldienacht: Hilfsgruppen-Vorsitzender Willi Greuel. Foto: Reiner Züll

Der Hilfsgruppe gehe es nicht nur um die fehlenden Erlöse aus diesen Veranstaltungen, sondern auch um die fehlenden sozialen Kontakte. Willi Greuel: „Wir machen mit unseren Kulturveranstaltungen den Menschen eine große Freude und gewinnen dadurch immer wieder neue Freunde und Unterstützer unserer umfangreichen Hilfsarbeit. Alles das fehlt und wir vermissen es sehr“.

Leider muss auch der große Familientag in Juni, bei dem die Kinder im Mittelpunkt stehen, abgesagt werden. Foto: Reiner Züll

Die nun zweimal abgesagte dritte Eifeler Oldie-Nacht soll nun am Freitag, 10. Juni, nächsten Jahres im Park des Urfter Jugendgästehauses stattfinden. Das Orga-Team werde versuchen, dem Publikum das gleiche Programm, wie es für dieses Jahr geplant war, anbieten zu können.

Es soll eine ganz besondere Oldienacht werden, bei der die englische Kultband „The Sweet“ mit dem Urgestein Andy Scott als Topact vorgesehen ist. Für die Kultveranstaltung im Park des Gästehauses ist ein fünfstündiges Musikprogramm zusammengestellt worden, das in der Eifel seinesgleichen sucht. Die für dieses Jahr geplanten Bands, darunter auch Europas beste Rolling Stones Tribut-Band “Voodoo Lounge”, haben bereits signalisierrt, im nächsten Jahr bei der Oldienacht in Urft dabei zu sein.

 

Auf Juni nächsten Jahres verschoben ist nun auch der Familientag im Park des Urfter Jugendgästehauses mit vielen Spielangeboten für Kinder. Foto: Reiner Züll

Willi Greuel: “Wir pflegen mit vielen der Bands, die gerne zu uns in die Eifel kommen freundschaftliiche Beziehungen, so dass man sich immer beiderseits iauf ein Widersehen freut”.

Das Eifeler Familienfest, mit dem sich die Hilfsgruppe bei der Bevölkerung für die große Unterstützung bedanken möchte, ist dann zwei Tage nach der Oldienacht, für Sonntag, 12. Juni geplant. Alle Veranstaltungen der Hilfsgruppe im nächsten Jahr stehen im Zeichen des 30-jährigen Bestehens des Vereins.

Während Oldienacht und Familientag abgesagt sind, rechnet die Hilfsgruppe damit, dass dieses Jahr das Oktoberfest des Schmalzler-Fanclubs am Freitag, 8. Oktober, in Lorbach stattfinden kann. Ebenfalls die zweitägige Christmas-Show am 16. und 17. Dezember mit der Bigband der BW und Markus Maria Profitlich im Kulturkino Vogelsang     

Willi Greuel hofft, dass diese Veranstaltungen wieder in der gewohnten Form stattfinden können. „Das ist unser größter Wunsch“, so der Vorsitzende.          (Reiner Züll)

Auch „The Sweet“ sollten bei der dritten Eifeler Oldienacht mit dabei sein. Die Hilfsgruppe hofft, dass die britische Kultband im nächsten Jahr in die Eifel kommt. Foto: Sweet-Presse

Auch „The Sweet“ sollten bei der dritten Eifeler Oldienacht mit dabei sein. Die Hilfsgruppe hofft, dass die britische Kultband im nächsten Jahr in die Eifel kommt. Foto: Sweet-Presse

 

 

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19 Mrz
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2000 Euro als Erlös der virtuellen Karnevalssitzung

Der Mechernicher Eventmanager Claus Helfen (Bild oben) übergab der Hilfsgruppe die närrische Spende – Einige hundert User  hatten sich  am Karnevalssonntag den Jeckenmarathon im Internet angesehen – Willi Greuel: “Tolle Aktion”

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Der Bürgermeister der Stadt Hürth, Dirk Breuer (rechts), war Schirmherrschaft über den närrischen Stream. Eventmanager Claus Helfen (links) hatte die Aufzeichnung der virtuellen in der Gleueler Festhalle Sitzung professionell organisiert. Foto: Reiner Züll

Der Bürgermeister der Stadt Hürth, Dirk Breuer (rechts), war Schirmherrschaft über den närrischen Stream. Eventmanager Claus Helfen (links) hatte die Aufzeichnung der virtuellen Sitzung in der Gleueler Festhalle professionell organisiert. Foto: Reiner Züll

Kall/Hürth – Weil der Sitzungs-Karneval in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie ausgefallen war, hatte der Mechernicher Eventmanager im Februar zugunsten der Hilfsgruppe Eifel eine virtuelle Sitzung mit bekannten Kölner Kräften organisiert, die am Abend des Karnevalssonntags als kostenloses Streaming im Internet zu sehen war. Während der Sitzung, die in der Festhalle der Roten Funken Gleuel aufgezeichnet worden war, hatte Helfen um Spenden für die Hilfsgruppe gebeten.

Am Donnerstag konnte der Vorsitzende der Hilfsgruppe, Willi Greuel, in Mechernich von Claus Helfen einen Spendenscheck über 2000 Euro entgegen nehmen.

Für den närrischen Sitzungs-Stream zugunsten der Hilfsgruppe Eifel war die Festhalle in Hürth-Gleuel in ein Fernsehstudio verwandelt worden. Foto: Reiner Züll

Für den närrischen Sitzungs-Stream zugunsten der Hilfsgruppe Eifel war die Festhalle in Hürth-Gleuel in ein Fernsehstudio verwandelt worden. Foto: Reiner Züll

Viele hundert User schauten sich im Internet die fast vierstündige Sitzung an, in der sich Karnevals-Spitzenkräfte wie zum Beispiel Jupp Mendt (Der kölsche Schutzmann), der Redner Martin Schopps, der Bauchredner Peter Kerscher mir seiner rotzfrechen Kuh Dolly, das Kölner Sänger-Urgestein King Size Dick und die Erfolgsband „De Boore“ für die Hilfsgruppe ins Zeug gelegt hatten. Auch die sieben Tanzpaare der Karnevalsgesellschaften aus dem Stadtgebiet von Hürth hatten mitgewirkt. Der Bürgermeister der Stadt Hürth, Dirk Breuer, hatte sogar die Schirmherrschaft über die Benefiz-Sitzung übernommen. Am Ende kamen Spendengelder von insgesamt 1621,44 Euro zusammen. Diesen Betrag stockte Claus Helfen runde 2000 Euro auf, die er nun am Bergmannsbrunnen auf dem Mechernicher Marktplatz an Willi Greuel übergab. „Eine tolle Aktion“ bedankte sich Willi Greuel bei Claus Helfen, der in der Vergangenheit auch die Karnevalsvereine in der Stadt Zülpich unterstützt hat.                                                        (Reiner Züll)

Der Spendenscheck über 2000 Euro von Eventmanager Claus Helfen. Foto: Reiner Züll

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16 Mrz
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100.000 Euro für die DKMS

Die Hilfsgruppe Eifel unterstützt die Suche der Deutschen Knochenmark Spenderdatei nach Stammzellenspendern mit großem Geldbetrag – Übergabe der Spende (Bild oben) im Kreishaus – Landrat Markus Ramers: „Es ist wichtig, auch in  Zeiten der Corona-Pandemie auf das Thema Leukämie aufmerksam zu machen“ – Knochenmark-Empfänger Max: „Ich bekomme jetzt noch Gänsehaut, wenn ich an die Aktion der Hilfsgruppe zurückdenke“

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Im Sitzungssaal des Kreishauses berichteten die Hilfsgruppe und die DKMS vor derSpendenübergabe über ihre Arbeit. Foto: Reiner Züll

Im Sitzungssaal des Kreishauses berichteten die Hilfsgruppe und die DKMS vor derSpendenübergabe über ihre Arbeit. Foto: Reiner Züll

Kreis Euskirchen/Kall – Einen besseren Start in die Woche hätten sich Sabine Hildebrand und Konstanze Burkard von der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) nicht wünschen können. Im Euskirchener Kreishaus übergaben Vertreter der Hilfsgruppe Eifel ihnen eine Spende von 100.000 Euro. Dieses Geld soll der DKMS als finanzielle Hilfe bei der weiteren Suche nach Knochenmarkspendern dienen.

Zur Übergabe der Spende hatte der Vorsitzende der Hilfsgruppe, Willi Greuel, bewusst das Kreishaus gewählt. Die Kreisverwaltung, so Hilfsgruppen-Schatzmeister Helmut Lanio, sei das Herz des Kreises Euskirchen. Der ehemalige Landrat Günter Rosenke sei der Hilfsgruppe seit vielen Jahren verbunden, und auch Rosenkes Nachfolger Markus Ramers sei ein großer Unterstützer der Kaller Kinderkrebshilfe, so Greuel.

Die Hilfsgruppe Eifel übergab im Kreishaus in Euskirchen eine Spende von 100.000 Euro an die DKMS. Unser Bild zeigt von links: Hilfsgruppenvotsitzender Willi Greuel, Landrat Markus Ramers und Ex-Landrat Günter Rosenke, der ein großer Unterstützer und Fan der Kaller Kinderkrebshilfe ist. Foto: Reiner Züll

Die Hilfsgruppe Eifel übergab im Kreishaus in Euskirchen eine Spende von 100.000 Euro an die DKMS. Unser Bild zeigt von links: Hilfsgruppenvotsitzender Willi Greuel, Landrat Markus Ramers und Ex-Landrat Günter Rosenke, der ein großer Unterstützer und Fan der Kaller Kinderkrebshilfe ist. Foto: Reiner Züll

An der Übergabe des ungewöhnlich hohen Spendenbetrages an die Direktorin der DKMS-Spendenneugewinnung, Konstanze Burkard, nahmen sowohl Landrat Markus Ramers als auch dessen Vorgänger Günter Rosenke, der inzwischen Ehrenmitglied der Hilfsgruppe ist, teil. Landrat Ramers bezeichnete es als wichtig, dass in Zeiten der Corona-Pandemie auf das Thema Leukämie und die damit verbundene Suche nach Stammzellenspendern aufmerksam gemacht werde.

Bei einer Typisierungsaktion der Hilfsgruppe 2008 in Zülpich: Auf einem Stuhl stehend verkündet Sabine Hildebrand des Ergebnis. Foto: Reiner Züll

Die Hilfsgruppe unterstütze diese Suche seit fast 30 Jahren recht erfolgreich. Genau wie seinem Vorgänger Günter Rosenke sei es auch ihm eine Verpflichtung, die ehrenamtliche Arbeit des Vereins zu unterstützen.  Leider seien im letzten Jahr viele Veranstaltungen der Hilfsgruppe der Corona-Pandemie zum Opfer gefallen. Und auch die Mitglieder und Freunde des Vereins müssten seit Monaten auf ihre regelmäßigen Treffen verzichten. Der Landrat sprach die Hoffnung aus, im nächsten Jahr Ramers mit der Hilfsgruppe deren 30-jähriges Bestehen feiern zu können.

Kulturelle Veranstaltungen seien wichtige Bestandteile der Finanzierung diverser Hilfsgruppen-Projekte  sowie sonstigen festen Verpflichtungen durch Patenschaften. Auch in diesem Jahr herrsche noch Ungewissheit, wann wieder von der DKMS Veranstaltungen stattfinden können. Willi Greuel hofft indes, dass die beiden Weihnachtskonzerte der Bundeswehr-Bigband, die dann ihr 50-jähriges Bestehen feiert, am Donnerstag, 16. und Freitag, 17.  Dezember zugunsten der Hilfsgruppe im Kulturkino in Vogelsang stattfinden können.  

1566 Menschen kamen 2018 zwei Tage vor Weihnachten zur Typisierung von DKMS und der Hilfsgruppe Eifel für den leukämiekranken Max aus Bad Münstereifel. Es wurde ein Spender gefunden und Max erfolgreich transplantiert. Foto: Reiner Züll

1566 Menschen kamen 2018 zwei Tage vor Weihnachten zur Typisierung von DKMS und der Hilfsgruppe Eifel für den leukämiekranken Max aus Bad Münstereifel. Es wurde ein Spender gefunden und Max erfolgreich transplantiert. Foto: Reiner Züll

Das Thema Leukämie und Stammzellenspender sei seit 29 Jahren das Hauptthema der Hilfsgruppe, berichtete Vorsitzender Willi Greuel. Er erinnerte an die erste Typisierungsaktion, die im Juni 1992 in Mechernich für das russische Mädchen Alonka stattgefunden habe. Danach seien im Lauf der Jahre zwölf weitere Aktionen der Hilfsgruppe mit der DKMS im Kreis Euskirchen gefolgt. Die letzte Aktion der Hilfsgruppe habe im Dezember 2018 für den leukämiekranken Max aus Bad Münstereifel stattgefunden.

Wir haben bei unseren Typisierungsaktionen viele schöne Dinge erlebt, berichtete Willi Greuel. Es seien Rockergruppen mit schweren Motorrädern vorgefahren, komplette Fußballmannschaften und Feuerwehren hätten sich zum Typisieren angestellt. Die Hilfsgruppe habe das Glück, in der Eifel ansässig zu sein. Greuel: „Wer einmal das Vertrauen der Eifeler hat, bekommt von denen alles“. Die Hilfsgruppe sei dankbar und stolz darauf, bei der Bevölkerung ein solch großes Vertrauen zu genießen.

Von der DKMS bekam die Hilfsgruppe (hier Kathi und Willi Greuel) als Dank eine Urkunde und einen dicken Blumenstrauß. Foto: Reiner Züll

Von der DKMS bekam die Hilfsgruppe (hier Kathi und Willi Greuel) als Dank eine Urkunde und einen dicken Blumenstrauß. Foto: Reiner Züll

In den Jahren von 1992 bis 2018 habe die Hilfsgruppe durch die 13 Typisierungsaktionen 24.015 Menschen in die weltweite Spenderdatei gebracht, 355 Kreisbürger hätten sich als Echtspender als Lebensretter erwiesen. Als sprichwörtlich lebendes Beispiel der erfolgreichen Spendersuchen nahm auch Max aus Bad Münstereifel an der Spendenübergabe teil. Für ihn wurde Anfang 2019 ein Stammzellenspender gefunden; die Transplantation der Stammzellen und die anschließende Genesung verliefen erfolgreich.

„Ich bekomme jetzt noch Gänsehaut, wenn ich an die Aktion der Hilfsgruppe zurückdenke“, berichtete Max. In der schweren Zeit während der Spendersuche durch DKMS und Hilfsgruppe, des Wartens auf einen Lebensretter und der Transplantation gesunder Stammzellen habe er viele Einblicke in die Arbeit dieser Institutionen bekommen.

Es gebe für ihn in Deutschland nichts Vergleichbares. Max appellierte an Landrat Markus Ramers, die Arbeit der Hilfsgruppe weiter zu unterstützen. Genauso wichtig seien auch die regelmäßig im Kreisgebiet stattfindenden Blutspende-Termine des DRK. Denn, so Max: „Ohne Blutübertragungen hätte ich nicht überleben können“.

Max aus Bad Münstereifel (rechts), für den die Hilfsgruppe im Dezember 2018 einen Stammzellenspender gesucht hat, berichtete über seine damalige Krankheit und wie sein Leben durch einen Knochenmarkspender gerettet werden konnte. Foto: Reiner Züll

Max aus Bad Münstereifel (rechts), für den die Hilfsgruppe im Dezember 2018 einen Stammzellenspender gesucht hat, berichtete über seine damalige Krankheit und wie sein Leben durch einen Knochenmarkspender gerettet werden konnte. Foto: Reiner Züll

Wie Schatzmeister Helmut Lanio berichtete, hat die Hilfsgruppe weniger Probleme finanzieller Art, sondern mehr Schwierigkeiten durch den Wegfall sozialer Kontakte und den Ausfall von Veranstaltungen. Ähnlich gehe es auch der DKMS. In der jetzigen Zeit, in der Corona das Geschehen in  der Welt bestimme, dürfe man nicht vergessen, dass es auch noch andere Krankheiten, wie zum Beispiel die lebensbedrohliche Leukämie.

Konstanze Burkard, die bei der DKMS für die Spenderneugewinnung zuständig ist, bedankte sich bei der Hilfsgruppe für die ungewöhnlich hohe Spende: „In der Krise zeigt sich, was echte, belastbare Partner sind“. Durch die Aktionen der Hilfsgruppe seien viele Knochenmark-Spender gefunden worden, und es würden sicherlich noch weitere Lebensretter gefunden.

Seit einem Jahr könne die DKMS keine öffentlichen Typisierungs-Aktikonen veranstalten. Aus der Not heraus habe man eine Online-Lösung gefunden, in dessen Verkauf bisher 450 virtuelle Aktionen zustande gekommen seien, bei denen sich 60.000 Leute mittels Stäbchen-Test registriert hätten. Auch durch dieses neue Angebot sei die DKMS auf Spenden angewiesen. „Da sind uns die 100.000 Euro eine unglaubliche Hilfe“, so Konstanze Burkard.    

Bei der Übergabe der 100.000 Euro an die DKMS im Euskirchener Kreishaus von links: Helmut Lanio (Hilfsgruppe), Konstanze Burkard (DKMS), Landrat Markus Ramers, Kathi und Willi Greuel (Hilfsgruppe Eifel) sowie Ex-Landrat Günter Rosenke. Foto: Reiner Züll

Bei der Übergabe der 100.000 Euro an die DKMS im Euskirchener Kreishaus von links: Helmut Lanio (Hilfsgruppe), Konstanze Burkard (DKMS), Landrat Markus Ramers, Stammzellen-Empfänger Max, Kathi und Willi Greuel (Hilfsgruppe Eifel) sowie Ex-Landrat Günter Rosenke. Foto: Reiner Züll

Sabine Hildebrand, inzwischen als Auslandsbeauftragte der DKMS in der ganzen Welt unterwegs, freute sich besonders, bei der Spendenübergabe dabei sein zu können. Sie kenne die Hilfsgruppe seit mehr als 20 Jahren als zuverlässigen Partner. Sie habe die Gruppe um Willi Greuel viele Jahre begleiten dürfen und sie habe mit ihr mehrere  Typisierungsaktionen durchgeführt. Als Kölnerin habe es eine Weile gedauert, sich mit der Eifeler Mentalität vertraut zu machen. Doch dann habe sie sich in die Herzen der Hilfsgruppen-Akteure eingeschlichen. „Es war immer eine vertrauensvolle und verlässliche Zusammenarbeit“, blickte Sabine Hildebrand zurück.    

Ex-Landrat Günter Rosenke berichtete, dass er in den 26 Jahren seiner Dienstzeit als Landrat viele schöne Veranstaltungen erlebt habe. „Ich erinnere mich aber besonders gern an besonders schöne mit der Hilfsgruppe“, so Rosenke. Sein Nachfolger Markus Ramers trete bezüglich der Hilfsgruppe in „Fußstapfen die schön sind“. Für ihn seien die Erinnerungen an die Hilfsgruppe eine „Wärmfalsche für die Seele“. Und eine solche wünschte Günter Rosenke auch irgendwann seinem Nachfolger Markus Ramers.                                                      (Reiner Züll)                            

 

 

 

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05 Mrz
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„Atlantis“-Team sammelt Kronkorken

Der Jugendclub aus Wolfert unterstützt die Hilfsgruppe Eifel mit dem Verkauf der kleinen Flaschen-Verschlüsse – Gemeinde Hellenthal und die Feuerwehren unterstützen die Akteure – Das Sammler-Team (Bild oben) sucht nun einen Altmetall-Händler  – Willi Greuel: „Wieder eine wunderbare Aktion von Jugendlichen“

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Kall/Wolfert – Sie haben einen Durchmesser von knapp 30 Millimetern und sie wiegen nicht einmal zwei Gramm. Doch in einer großen Masse können die kleinen Kronkorken Großes vollbringen, wenn sie denn nicht im Müll landen. Und gerade das will der Jugendclub „Atlantis“ aus Wolfert verhindern. Er sammelt seit einem Monat fleißig die kleinen Flaschenverschlüsse aus Weißblech, um sie zugunsten der Hilfsgruppe Eifel  zu verkaufen. Willi Greuel, der Vorsitzende der Hilfsgruppe Eifel, ist begeistert: „Das ist wieder eine wunderbare Aktion von Jugendlichen aus der Eifel“. Er hat alle Mitglieder der Hilfsgruppe aufgerufen, sich an der Kronkorken-Sammlung zu beteiligen.

"Bitte kein Müll einwerfen" steht auf den Tonnen, in denen die Kronkorken gesammelt werden Foto: Reiner Züll

“Bitte kein Müll einwerfen” steht auf den Tonnen, in denen die Kronkorken gesammelt werden Foto: Reiner Züll

„Kronkorken-Abgabe hier – bitte keinen Müll einwerfen“, steht auf den vier großen Mülltonnen mit einem Fassungsvermögen von insgesamt 840 Litern, die hinter dem Wolferter Bürgerhaus am Eingang zum Jugendraum stehen. „Die Tonnen wurden uns von der Gemeinde Hellenthal zur Verfügung gestellt“, berichtet Jugendclub-Mitglied Paul Klein, der die Kronkorken-Sammlung koordiniert.

Atlantis-Mitglied Paul Klein koordiniert die Kronkorken-Sammlung zugunsten der Hilfsgruppe Eifel. Foto: Reiner Züll

Atlantis-Mitglied Paul Klein koordiniert die Sammlung zugunsten der Hilfsgruppe Eifel. Foto: Reiner Züll

Die Gemeinde habe im Rathaus in Hellenthal sogar eine Sammelstation eingerichtet, und auch die Feuerwehren der Gemeinde unterstützten die Aktion der Jugendlichen, freut sich Klein über die große Hilfe seitens der Kommune. Auch Vereine aus der Gemeinde sowie Gaststätten hätten ihr Mitmachen signalisiert.

Der Jugendclub Wolfert sucht nun einen Altmetall-Händler, der ihm die Weißbleck-Kronkorken abkauft. Foto: Reiner Züll

Der Jugendclub Wolfert sucht nun einen Altmetall-Händler, der ihm die Weißblech-Kronkorken abkauft. Foto: Reiner Züll

Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten: Nach gut einem Monat sind Zigtausende Kronkorken abgegeben worden. Eine 240-Liter-Tonne ist schon randvoll, eine zweite schon bis zur Hälfte mit den kleinen Blechverschlüssen gefüllt. „Es läuft“, blickt Paul Klein nach einem Monat auf die ersten Sammelergebnisse zurück. Auf Kronkorken hoffen die Jugendlichen wenn das Vereinshaus und Gaststätten in der Umgebung wieder öffnen dürfen.

Bis vor wenigen Wochen hatten die Wolferter Jugendlichen ihre gesammelten Kronkorken nach Rescheid gebracht, wo der dortige Jugendclub 2018 eine Sammelstelle zugunsten der Darmkrebs-Hilfe eingerichtet hatte. Als die Rescheider Jugendlichen dann Anfang des Jahres das Sammeln einstellten, beschloss der Jugendclub Wolfert unter  seinem Vorsitzenden Jannick Müller, die Idee der Rescheider zu übernehmen.

Auf Vorschlag eines Unterstützers aus dem Dorf entschied sich der Jugendclub, die Sammlung zugunsten der Hilfsgruppe Eifel zu starten. Die Organisation wurde dem Mitglied Paul Klein übertragen, der nun mit Hendrik Niebes, Nena Berners, André Lützenkirchen, Luca Vey und Frank Klinkhammer das Sammlerteam bildet. Sie haben in den letzten Tagen kräftig die Werbetrommel gerührt, um die Bevölkerung in der Region zum Kronkorken-Sammeln zu mobilisieren.

Die Sammler um Paul Klein suchen jetzt noch einen Altmetall-Händler aus der näheren Umgebung, dem sie die gesammelten Kronkorken verkaufen können. Für den Transport zum Verkaufsort stellt die Warengesellschaft „Raiffeisen Rhein/Ahr“, bei der ein Mitglied des Jugendclubs beschäftigt ist, stabile Big-Bags zur Verfügung.

Die eine Tonne ist bereits randvoll mit Blechverschlüssen gefüllt, eine zweite schon zur Hälfte. Foto: Reiner Züll

Der Jugendclub Atlantis, dem rund 30 Jungen und Mädchen ab 14 Jahre angehören, besteht seit 1969 in Wolfert. Inaktive Mitglieder sind auch ältere Dorfbewohner oder Personen, die nicht mehr im Ort wohnen, sich den Jugendlichen aber noch verbunden fühlen. Der Club veranstaltet im Ort Karnevals- und Kirmesfeten, er organisiert Weihnachtsfeiern und pflegt den Maibrauch. Nachdem all diese Aktivitäten im vergangenen Jahr infolge der Corona-Pandemie ins Wasser gefallen seien, sei man froh, jetzt mit der Kronkorken-Sammlung die Hilfsgruppe Eifel unterstützen zu können.

Vereine oder Personen, die die Aktion der Jugendlichen aus Wolfert unterstützen und Kronkorken nach Wolfert bringen wollen, werden gebeten, die Anlieferung mit Paul Klein (0152 / 23 91 67 29) oder per E-Mail jugendclubwolfert@gmail.com abzustimmen.                   (Reiner Züll)

Der Jugendclub Wolfert sammelt Kronkorken zugunsten der Hilfsgruppe Eifel. Von links: Hendrik Niebes, André Lützenkirchen, Nena Berners, Luca Vey, Frank Klinkhammer und Paul Klein. Foto: Reiner Züll

Der Jugendclub Wolfert sammelt Kronkorken zugunsten der Hilfsgruppe Eifel. Von links: Hendrik Niebes, André Lützenkirchen, Nena Berners, Luca Vey, Frank Klinkhammer und Paul Klein. Foto: Reiner Züll

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15 Feb
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Die Künstler legten sich mächtig ins Zeug

Für die Hilfsgruppe Eifel ein dreistündiges Karnevals-Streaming aufgezeichnet – Der Mechernicher Eventmanager Claus Helfen hatte bekannte Kräfte mobilisiert – Der „kölsche Schutzmann“ Jupp Mendt (Bild oben), King Size Dick, Bauchredner Peter Kerscher und „De Boore“ – Der Hürther Bürgermeister Dirk Breuer agierte als Schirmherr – Sitzung ist im Internet zu sehen – Willi Greuel ist begeistert

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Der Hürther Bürgermeister Dirk Breuer (Mitte) kam im Schornsteinfeger-Outfit  zur Aufzeichnung. Hilfsgruppen-Vorsitzender Willi Greuel (links) berichtete eingangs des Streams über die Arbeit der Hilfsgruppe. Rechts Moderator "Bärchen" Sester.  Foto: Reiner Züll

Der Hürther Bürgermeister Dirk Breuer (Mitte) kam im Schornsteinfeger-Outfit zur Aufzeichnung. Hilfsgruppen-Vorsitzender Willi Greuel (links) berichtete eingangs des Streams über die Arbeit der Hilfsgruppe. Rechts Moderator “Bärchen” Sester. Foto: Reiner Züll

Kall/Hürth. “Die wochenlange und Nerven aufreibende Organisation hat sich gelohnt, es hat allen Akteuren großen Spaß gemacht”, resümierte der Mechernicher Eventmanager Claus Helfen, als die gut dreistündige Karnevalssitzung im Kasten war. Zugunsten der Hilfsgruppe Eifel hatte Helfen eine virtuelle Sitzung mit bekannten Kölner Kräften organisiert, die am Samstag in  der Festhalle in Hürth-Gleuel aufgezeichnet wurde und die seit dem Abend des Karnevalssonntags als Streaming im Internet zu sehen ist.

Für die Aufzeichnung des gut drei Stunden andauernden Karnevals-Stream zugunsten der Hilfsgruppe Eifel war in der Festhalle in Gleuel viel Technik aufgefahren worden. Alle Akteure mussten vor der Aufzeichnung zum Corona-Test. Foto: Reiner Züll

Für die Aufzeichnung des gut drei Stunden andauernden Karnevals-Stream zugunsten der Hilfsgruppe Eifel war in der Festhalle in Gleuel viel Technik aufgefahren worden. Alle Akteure mussten vor der Aufzeichnung zum Corona-Test. Foto: Reiner Züll

Als sich abzeichnete, dass der Karneval in diesem Jahr infolge der Corona-Pandemie ausfällt, war für den Vollblutkarnevalisten Claus Helfen schnell klar: „Gar nichts geht nicht“. Ihm kam die Idee, zugunsten der Hilfsgruppe Eifel eine Karnevalssitzung mit dem Titel „Fastelovend Zohus“ zu organisieren, diese aufzuzeichnen und den Jecken als Internet-Streaming anzubieten.

Helfen fand schnell Unterstützer und Sponsoren, sowie bekannte Kölner Karnevalskräfte, die er für die gute Sache begeistern konnte und die allesamt zugunsten der Hilfsgruppe Eifel auf ein Teil ihrer Gage verzichteten. Zusagen bekam Helfen vom Bauchredner Peter Kerscher, vom „kölschen Schutzmann“ Jupp Mendt, dem Redner Martin Schopps, dem Köln-Urgestein King Size Dick, dem „kölsche Jung“ Stefan Dahm, dem Redner Jörg Paul (JP) Weber und der Band „De Boore“.

Moderator "Bärchen" Henz-Gert Sester. Foto: Reiner Züll

Moderator “Bärchen” Henz-Gert Sester. Foto: Reiner Züll

Da Helfen in Zülpich selbst Betreiber des Forums ist, wollte er die Aufzeichnung des Streamings – natürlich unter Berücksichtigung der aktuellen Hygieneschutz-Richtlinien – im Forum der Römerstadt über die Bühne bringen. Doch das Ordnungsamt der Stadt Zülpich ließ das mit Hinweis auf die Hygieneschutzverordnung nicht zu.

Jupp Mendt, der "kölsche Schutzmann", rechnete auf seine rustikale Art mit der Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker und dem Kardinal Rainer Maria Woelki ab. Foto: Reiner Züll

Jupp Mendt, der “kölsche Schutzmann”, rechnete auf seine rustikale Art mit der Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker und dem Kardinal Rainer Maria Woelki ab. Foto: Reiner Züll

Bei seinen Freunden der Funken Rot-Weiß in Hürth-Gleuel fand Claus Helfen Unterstützung. Nach der Vorlage eines Hygienekonzeptes genehmigten die Stadt Hürth und das Gesundheitsamt des Rhein-Erft-Kreises die Aufzeichnung des Streams in der Festhalle in Gleuel, die von den rot-weißen Funken mit ihrem Vorsitzenden Frank Tesch bewirtschaftet wird.

Der Bürgermeister der Stadt Hürth, Dirk Breuer, übernahm sogar die Schirmherrschaft über die Benefiz-Sitzung, die am Karnevalssamstag aufgezeichnet wurde. Nur ein kleiner Personenkreis hatte Zutritt zu der Halle, in der die Funken ein prächtiges Bühnenbild geschaffen hatten, das freitags von einer Zülpicher Firma in stundenlanger Arbeit mit mehr als 2000 bunten Luftballons komplettiert worden war. Der Aufbau vor der Bühne glich einem professionellen  Fernsehstudio. Mikrofone, Monitore, Licht-, Video- und Tontechnik bestimmten das Bild in der ansonsten leeren Halle.

Es herrschte Maskenpflicht, der Zutritt zur Halle wurde überwacht. Die wenigen registrierten, an der Aufzeichnung beteiligten Personen mussten sich beim Eintritt in die Festhalle einem Corona-Test unterziehen, der von Mitarbeitern der Frechener Krankenpflege AK GmbH durchgeführt wurde. Erst nach der Feststellung eines negativen Testergebnisses durften Veranstalter, Techniker, Künstler, die beteiligte Karnevalisten und zwei Vertreter der Hilfsgruppe den Saal betreten.

Schon freitags war das prächtige Bühnenbild aufgebaut worden. Eine Firma aus Zülpich hatte das närrische Bild mit über 2000 bunten Luftballons komplettiert.  Foto: Reiner Züll

Schon freitags war das prächtige Bühnenbild aufgebaut worden. Eine Firma aus Zülpich hatte das närrische Bild mit über 2000 bunten Luftballons komplettiert. Foto: Reiner Züll

Der Schirmherr des Streams, Bürgermeister Dirk Breuer, erschien – nach negativem Testergebnis – als Glücksbringer im Schornsteinfeger-Outfit. Zusammen mit dem Vorsitzenden der Hilfsgruppe, Willi Greuel, eroberte er als erster die virtuelle Sitzungsbühne. Er lobte das Engagement, mit dem Claus Helfen und die rot-weißen Funken die Aufzeichnung auf die Beine gestellt, die Vorgaben Corona-Schutzverordnung umgesetzt und diesbezüglich ihr Versprechen eingehalten hätten.

Vor laufenden Kameras berichtete Willi Greuel über die Arbeit der Hilfsgruppe. Mit dem Erlös des Streamings werde man die Deutsche Knochenmark-Spenderdatei (DKMS) unterstützen, mit der die Hilfsgruppe im Kampf gegen  Leukämie schon seit 1992 zusammenarbeite. In dieser Zeit habe die Hilfsgruppe 13 Typisierungsaktionen organsiert und 24.015 potentielle Spendenwillige in die Kartei gebracht. 355 von diesen hätten  Stammzellen für an Leukämie erkrankte Patienten in 34 Ländern der Erde gespendet und damit Leben gerettet.

Willi Greuel dankte allen, die dieses ungewöhnliche Karnevalsereignis für den guten Zweck möglich gemacht  hätten. Moderator „Bärchen“ Sester, der vor Jahren auch schon mal eine Typisierungsaktion organisiert hatte, überreichte Willi Greuel einen 50-Euro-Schein, der Betrag den eine Typisierung kostet.

Ehe die Aufzeichnung begann, konnte Willi Greuel eine weitere Spende entgegen nehmen. Das Tanzpaar der Hürther Husaren, Viktoria Schucke und Sebastian Düster, drückten Greuel einen Umschlag mit 100 Euro in die Hand.

Dass die auftretenden Künstler zugunsten der Hilfsgruppe auf Teile ihrer Gagen verzichteten, sei ihnen hoch anzuerkennen, seien gerade sie doch von der Corona-Pandemie und dem daraus folgenden Lockdown hart getroffen seien, erklärte Willi Greuel. Von den Künstlern und auch von den Technikern war allerdings immer wieder zu hören, dass sie froh sind, überhaupt wieder etwas machen zu können.

Auch Organisator Claus Helfen gestand: „Ich vermisse den Karneval schon“. Viele Veranstaltungen in seinem Zülpicher Forum hätten nicht stattfinden können. „Wenn wir schon nichts verdienen kann, bemühen wir uns wenigstens etwas Gutes zu tun“, so der Eventmanager aus Mecchernich-Holzheim. Es sei ihm immer ein „innerer Vorbeimarsch“, wenn er sehe, wie die Leute Spaß haben.

Auf der Bühne präsentierte der in Köln als Karnevals-Urgestein bekannte Moderator Herz-Gert „Bärchen“ Sester die auftretenden Künstler und zwischendurch die Tanzpaare der soeben Karnevalsgesellschaften aus dem Hürther Stadtgebiet. Auch wenn sie nicht tanzen durften war gerade bei den Tanzpaaren die  Freude zu erkennen, dass sich einmal in ihren schicken Uniformen präsenteren konnten. Die sieben Tanzpaare, die mit Abstand vor der Bühne standen, waren auch dafür zuständig, echten Applaus zu klatschen. Claus Helfen: „Ich wollte nicht nur Applaus auf Knopfdruck“.

Bauchredner Peter Kerscher, auch Präsident der Kölner KG "Kleine Erdmännchen", hatte selbst großen Spaß am Auftritt vor den nur 18 Anwesenden in der Halle.  Foto: Reiner Züll

Bauchredner Peter Kerscher, auch Präsident der Kölner KG “Kleine Erdmännchen”, hatte selbst großen Spaß am Auftritt vor den nur 18 Anwesenden in der Halle. Foto: Reiner Züll

„Boh, die Bühne ist aber geil“, schwärmte Bachredner Peter Kerscher, der mit seiner frechen Kuh „Dolly“ das Programm eröffnete über das bunte Podium. Es sei der einzige Auftritt am Karnevalssamstag, an dem er normalerweise sieben ab solviere. Der gelernte Bäcker und Konditor, steht inzwischen 40 Jahre lang auf der Bühne. Ein Auftritt, wie am Samstag, vor nur 18 Personen, habe er nur einmal bei einer Betriebsfeier erlebt.

Kerscher, der auch Präsident der Kölner KG „Kleine Erdmännchen“ ist: „Hauptsache, de Leute haben ihren Spaß“. Von der Arbeit der Hilfsgruppe war der Unterhaltungskünstler angetan. Und er bot Willi Greuel an: „Wenn Ihr mal eine besondere Veranstaltung habt, meldet Euch“.

Alle Redner gingen auf aktuelle Themen aus der Politik, zur Corona-Pandemie oder dem Regierungswechsel in Amerika ein. Vor allem der „kölsche Schutzmann“ Jupp Mendt ging mit der Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker sowie dem Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki hart ins Gericht.

Die Funken Rot-Weiß Gleuel haben seit dem Tag der Aufzeichnung ein neues Mitglied. Funken-Chef Frank Tesch überreichte dem ansonsten im Zülpicher Karneval aktiven Claus Helfen eine Urkunde mit der Ernennung zum Ehrengardist. Moderator „Bärchen“ Sester, hielt in seiner Eigenschaft als Kommandant der Gleueler Funken die Laudatio auf den neuen Gardisten, der im Hintergrund viel Gutes für die Rot-Weißen leiste. Zur Streaming-Sitzung zugunsten der Hilfsgruppe Eifel habe Helfen nicht nur eine tolle Veranstaltung auf de Beine gestellt, sondern auch ein außergewöhnlich tolles Bühnen-Ambiente geschaffen.

Moderator Sester wünschte Claus Helfen, dass er die nächsten 40 Jahre  viel Spaß im Kreis der rot-weißen Funken erlebe: „Wir sind froh, dass Du jetzt Mitglied unserer Gesellschaft bist“.

Der dreieinhalbstündige Stream der Sitzung ist seit dem Abend des Karnevalssonntag kostenlos im Internet unter dem Link https://vimeo.com/512113477 abzurufen oder unter der Web-Adresse von Eventmanager Claus Helfen.                                  (Reiner Züll)

www.helfen-event-management.de

 

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03 Feb
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“Fastelovend zohus” als Stream für die Hilfsgruppe

Am Karnevalssonntag, 14. Februar, um 17 Uhr, wird im Internet eine virtuelle Sitzung zugunsten der Hilfsgruppe gestreamt – Der Mechernicher Unternehmer und Eventmanager Claus Helfen (Bild oben, rechts, mit Moderator Heinz-Gert Sester) hat ein buntes Programm organisiert – Aufzeichnung unter Corona-Bedingungen in Hürth-Gleuel – Beteiligte müssen alle zum Covid-19-Test

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https://youtu.be/Ku3wzr-xcSwKall/Mechernich/Gleuel –  Er ist Karnevalist mit Leib und Seele und er hat ein großes Herz für Menschen, die nicht gerade auf der Sonnenseite des Lebens stehen.  Bei dem Mechernicher Unternehmer und Eventmanager Claus Helfen ist der Familienname Programm. Denn helfen will der engagierte Geschäftsmann, der lange Jahre Eigentümer des Edeka-Marktes in Zülpich war und auch dort ein großer Unterstützer der Vereine war, jetzt der Kaller Hilfsgruppe Eifel. Am Karnevalssamstag wird ein Stream unter dem Motto „Fastelovend Zohus“ mit bekannten Karnevalisten aus der Domstadt Köln aufgezeichnet, der am Karnevalssonntag per Internet zu empfangen ist.

Bauchredner Peter Kerscher und seine rotzfreche Kuh „Dolly“ werden beim Stream mit unglaublichem Wortwitz begeistern. Foto: Bauchredner Comedy Peter Kerscher

Im Programm vertreten sind unter anderem Jupp Menth (Der kölsche Schutzmann), der im Kölner Karneval bekannte Humorist Jörg Paul (JP) Weber, der Büttenredner Martin Schopps, der „kölsche Jung“ Stefan Dahm, der Bauchredner Peter Kerscher, das Kölsch-Urgestein King Size Dick und die Band „De Boore“.

Moderiert wird die virtuelle Sitzung von der „durch und durch karnevalistischen Seele“ (Claus Helfen) Heinz-Gert „Bärchen“ Sester. Genau wie die Hilfsgruppe Eifel ist auch Sester ein großer Kämpfer gegen Leukämie sowie Unterstützer der Deutschen Knochenmarks-Senderdatei (DKMS). Wenige Tage Weihnachten 2016 organisierte er in Liblar eine große Typisierungsaktion für eine an Leukämie erkrankte junge Mutter aus dem Rhein-Erft-Kreis.

Redner Martin Schopp, Sohn des Redners Fritz Schopps („Et Rumpelstilzje“), stellt sich ebenfalls in den Dienst der guten Sache. Foto: Reiner Züll

„Der Stream ist kostenlos und wird mit einem Spendenaufruf zugunsten der Hilfsgruppe unterlegt“, kündigt Helfen an, der den Stream ursprünglich im Zülpicher Forum aufzeichnen wollte, dafür aber keine Genehmigung bekam. Im Rhein-Erft-Kreis fand Helfen Ersatz.

Im Vorfeld des närrischen Streams soll als Intro die Arbeit der Hilfsgruppe dargestellt und die Spendenkonten vorgestellt werden. „Ich freue mich nicht nur, weil wir etwas Kreatives und Unterhaltsames für die arme Karnevalisten-Seele zuhause auf die Beine gestellt bekommen, sondern dabei ohne Kommerz-Hintergedanken für herzergreifende Schicksale der Kleinsten und deren Familien unter uns etwas Gutes tun können“, lautet das Credo von Organisator Claus Helfen für das närrische Streaming am Karnevalssamstag.

Es gebe aktuell viele Schicksale und Nöte aufgrund von Corona. Helfen: „Und damit meine ich nicht die bekannten wirtschaftlichen Probleme, sondern vielmehr die Probleme der auf Spenden angewiesenen Einrichtungen, wie Tierparks und Tierheime, oder auch caritative Vereinigungen, wie zum Beispiel die Hilfsgruppe Eifel“. Oft werde einem diese Problematik erst bewusst, wenn man zu solchen Organisationen Kontakt hat und so von deren Nöten höre. Doch zunächst musste Helfen feststellen, das helfen in Corona-Zeiten nicht so einfach ist. Das Ordnungsamt der Stadt Zülpich untersagte die Aufzeichnung des Karnevals-Streams im Forum mit Verweis auf die Corona-Schutzverordnung. Der Stream sei eine Veranstaltung.

Moderiert den närrischen Stream:  Heinz-Gert „”Bärchen”“ Sester. 

„Ich finde das schade, zumal es genügend Beispiele im Kölner Raum gibt, wo dies möglich ist“, bedauert Helfen. Doch Aufgeben ist für den Eventmanager keine Option: Er begab sich auf die Suche nach einer anderen Lokalität. „Wir brauchen nur eine Bühne und ein Dach überm Kopf“, so Helfen. Künstler, Video-, Licht- und Tontechnik, die Moderation, Abstandsregeln, Maskenvorschrift, Hygienekonzept, und eine geordnete Coronatest-Durchführung seien geregelt. Zudem seien während der Aufzeichnung ohnehin nur wenige Personen gleichzeitig vor Ort.

Ein echtes Kölner Urgestein ist der Sänger King Size Dick, der beim Stream „”Fastelovend zohus“” dabei ist. Foto: Agentur Ahrens

In der Stadt Hürth und in Person des dort amtierenden Bürgermeisters Dirk Breuer fand Claus Helfen schließlich Unterstützung und in Gleuel eine von den „Funken Rot-Weiß Hürth-Gleuel“ bewirtschaftete Festhalle. Bei der Beantragung der Genehmigung leisteten die rot-weißen Funken, zu denen Claus Helfen schon seit 20 Jahren eine Freundschaft pflegt, wertvolle Hilfe. Weitere Unterstützung bei der Aufzeichnung des Streamings erfährt Helfen durch die Tanzpaare der Gesellschaften Große Knappsacker, Hürther Husaren Corps 2012, EKG Efferen, Große Gleueler und der Prinzengarden Rot-Weiß Hürth und Blau-Weiß Gleuel.

Besonders erfreut ist Claus Helfen darüber, dass Bürgermeister Dirk Breuer die Schirmherrschaft über die Benefizaktion übernommen hat. „Ich bin Ihnen von Herzen dankbar, dass Sie das Streaming als Stadt und Bürgermeister unterstützen. Seien Sie gewiss, dass wir alles unternehmen werden, um durch einen vor- und umsichtigen Ablauf Corona keine Chance zu geben, sondern der guten Sache“, hat sich Helfen beim Hürther Bürgermeister und beim Gesundheitsamt des Rhein-Erft-Kreises bedankt, das das Hygienekonzept und somit die Aufzeichnung in der Gleueler Halle abgesegnet hat. Das Hygienekonzept schreibt unter anderem vor, dass alle Beteiligten sich vor der Aufzeichnung einem Corona-Test unterziehen müssen.

Im Programm des närrschen Streams „Fastelovend zohus“ wirkt auch die Band „Boore“ für die Hilfsgruppe mit. Foto: Bandfoto

Der kostenlose Stream „Fastelovend zohus“ am Karnevalssonntag, 14. Februar, ist zu empfangen ab 17 Uhr, unter den Internet-Adressen www.helfen-event-management.de  oder facebook.com/helfeneventmanagement.

Willi Greuel, Vorsitzender der Hilfsgruppe Eifel, ist begeistert von der Idee und des Engagements des Mechernicher Karnevalisten und Unternehmers Claus Helfen. Es sei allerdings schade, dass die Aufzeichnung des Streams nach der Absage der Stadt Zülpich nun außerhalb des Kreises stattfinden müsse. Er sei dem Bürgermeister der Stadt Hürth und dem Gesundheitssamt des Rhein-Erft-Kreises ausgesprochen dankbar, dass sie der Benefiz-Aktion zugestimmt hätten.   (Reiner Züll)

Es wird zu Spenden aufgerufen bei der Volksbank Euskirchen

DE 50 3826 0082 0444 4444 44 oder

Per Paypal an paypal@hilfsgruppe-eifel.de

Kennwort: Fastelovend zohus

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