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07 Okt
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Einen Tag auf Lohn verzichtet

Für die Hochwasser-Hilfe opferte das Personal des Salons Tobehn-Herriger in Mechernich seinen Ruhetag – Auch  das Trinkgeld gespendet – Jetzt den Erlös von 2300 Euro an Willi Greuel übergeben – Hilfsgruppe hat schon 250.000 Euro an Flutopfer vergeben

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Kall/Mechernich – Die große Spendenbereitschaft der Eifeler Bevölkerung für die Flutopfer-Hilfe der Hilfsgruppe Eifel ist weiterhin ungebrochen. „Wir konnten Familien mit Kindern, die durch die schlimme Flut in der Nacht zum 15. Juli Hab und Gut verloren haben, bisher mit rund 250.000 Euro Soforthilfe unterstützen“, freut sich Hilfsgruppen-Vorsitzender Willi Greuel nicht nur über die andauernde Welle der Hilfsbereitschaft, sondern auch über die große Dankbarkeit der Betroffenen.

Die Not sei noch immer groß und viele Familien brauchten auch weiterhin Unterstützung. Deshalb setzt der Hilfsgruppen-Chef auf das weitere Wohlwollen des Finanzamtes, das der Hilfsgruppe eine bis zum 31. Oktober befristete Sondergenehmigung erteilt hat, damit sie diese  satzungsfremden Ausgaben an die von der Flut betroffenen Familien geleistet werden können. Greuel hofft, den Not leidenden Familien auch nach Ablauf der Frist zum Oktober-Ende weiterhin helfen zu können.

Sie alle opferten zugunsten der Hilfsgruppe ihren freien Arbeitstag und verzichteten am 30. August auch auf ihren Arbeitslohn. Jetzt konnte Salon-Chefin Petra Tobehn-Herriger den Erlös des Aktionstages in Höhe von 2300 Euro an Willi Greuel übergeben. Foto: Reiner Züll

Um die Hilfe des Kaller Vereins zu unterstützen, lassen sich die Eifeler immer wieder neue Dinge einfallen. So auch Petra Tobehn-Herriger, die Chefin des gleichnamigen Friseursalons in Mechernich.

Sie hatte im August ihrem Team den Vorschlag unterbreitet, an einem eigentlich arbeitsfreien Montag  den Salon zu öffnen und den ganzen Umsatz an die Hilfsgruppe zu spenden. Beim ihrem Personal lief sie offenen Türen ein, und so startete am 30. August der „Haarschneide-Tag“ zugunsten der Hilfsgruppe. Das gesamte Team verzichte nicht nur auf den üblichen Ruhetag, sondern auch auf eine Entlohnung für die Sonderschicht. Und auch alle Trinkgelder gingen in den großen Spendentopf.

Sie sei stolz auf ihr engagiertes Team und dankbar für deren Bereitschaft, zugunsten der Flutopfer auf einen freien verzichtet zu haben, ließ Petra Tobehn  verlauten, als sie jetzt den Erlös des Aktionstages in Höhe von 2300 Euro an Willi Greuel übergab. Dank richtete sie auch an ihre treue Kundschaft, die sich an diesem Tag in den Dienst der guten Sache gestellt und so manchen  zusätzlichen Euro gespendet habe. (Reiner Züll)

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07 Okt
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Benefiz-Tag mit Wein & Brot für Flutopfer-Hilfe

Der SV Rinnen startet am Samstag, 16. Oktober, ab 16 Uhr auf dem  Sportplatz ein „Weinfest am Kallbachtal“ – Der Erlös kommt der Flutopfer-Unterstützung der Hilfsgruppe Eifel zugute – Signierte Bundesliga-Trikots von Köln, Leverkusen, Dortmund und Mönchengladbach werden versteigert  –

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Kall-Rinnen – Auch der SV Rinnen unterstützt die Flutopfer-Hilfe der Hilfsgruppe Eifel mit einer besonderen Aktion. Der Verein veranstaltet am  Samstag, 16. Oktober, ab 16 Uhr, einen großen Benefiz-Tag auf dem Sportplatz. „Weinfest am Kallbachtal“ heißt das Motto der Veranstaltung, für die sich der Sportplatz am Ortsrand von Rinnen in ein kleines Weindorf verwandelt. „Wir werden im stilvollen Ambiente den Zauber eines zünftigen Weinfestes in die Eifel holen“, verspricht der SV-Vorsitzende Timo Hermanns.

Timo Hermanns präsentiert die zur Versteigerung gestifteten und signierten Bundesliga-Trikots.

Bei diesem aktuellen Auswärtstrikot handelt sich um ein getragenes, und gewaschenes Original Trikot von Alassane Pléa. Er und alle seiner Teamkollegen haben auf seiner Nr. 14 unterschrieben Foto: Hermanns

Ob Rotwein, Weißwein oder Rosé – trocken, lieblich oder feinherb – Riesling, Burgunder oder Chardonnay: für jeden Geschmack werde der passende Wein angeboten, so dass jeder Gast, vom Neuling bis zum Kenner, auf seine Kosten kommen werde.

Damit die Benefiz-Veranstaltung ein Fest der kulinarischen Sinne wird, wird der SV Rinnen zwei Experten an den Start bringen. Hermanns: „Wir freuen uns, mit Marc Baum und Patrick Zimmer zwei lokale Kenner für Genuss und Geschmack für das „Weinfest am Kallbachtal“ gewonnen zu haben“. Die beiden werden die Besucher auf eine kulinarische Reise mitnehmen.

Marc Baum aus Kall werde als bekannter lokaler Weinhändler (WeinBaum) und Bachelor in internationaler Weinwirtschaft verschiedene Weine und deren Eigenschaften vorstellen. Bäckermeister Patrick Zimmer aus der gleichnamigen Bäckerei  in Sistig ergänze die Weine mit eigens für das Weinfest gebackenen Broten, die er als Brotsommelier dem Publikum ebenfalls näher bringen werde. Für eine gute Grundlage sorge der Caterer Ludwig Werle aus dem benachbarten Sötenich mit herzhaften Gerichten zu Wein und Brot.

Von allen aktuellen Spielern des 1. FC Köln ist dieses Heimtrikot unterschrieben, dass die Geißböcke dem SV Rinnen für die Versteigerung zugunsten der Hilfsgruppe Eifel haben zukommen lassen. Foto: Timo Hermanns

Neben den kulinarischen Highlights dürfen sich die Gäste auf eine professionelle Live-Musik-Show freuen. „Der bekannte Musiker und Entertainer Uwe Reetz lädt am frühen Abend zum stimmungsvollen Mitsingkonzert ein“, kündigt Timo Hermanns an.

Den Abschluss des Weinfestes bilde schließlich die Showreihe „The night of the Proms“, wobei sich „Stars & Sternchen aus aller Welt“ die Klinke in die Hand geben. Der SV-Vorsitzende: „Die Gäste dürfen auf diesen abschließenden Höhepunkt mit einheimischen Größen gespannt sein“.

Im Verlauf des Festes werden Fanartikel von Bundesligamannschaften versteigert. Darunter auch zwei originale und von allen Spielern signierten Trikots des 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach. Der der Dortmunder BVB schickte ein großes Fan-Paket mit Trikot und Schal, um die Flutopfer zu unterstützen.

Der Dortmunder BVB hat zur Versteigerung ein komplettes Fanpaket mit Trikot, Schal, Kissen und sonstigen schwarz-gelben Dingen beigetragen. Foto: Timo Hermanns

Die Werkself von Bayer 04 Leverkusen steuerte ein besonders tolles Paket für Fans, Sammler und Spielkonsolen-Freunde zur Versteigerung bei. Das Paket enthält nicht nur das neue Original Heimtrikot der Werkself (Gr. L) von Shootingstar Florian Wirtz, sondern darüber hinaus auch eine von nur 250 Sondereditionen eines besonderen Sammlerpakets mit allen Unterschriften sowie hochwertiges Nacon PS4/Xbox Spielkonsolen-Zubehör.

„Wir sind von der direkten Hilfsbereitschaft der regionalen Bundesliga-Klubs überwältigt“, so Vorsitzender Timo Hermanns. Bis zum 16. Oktober würden noch weitere Fanpakete von Bundesligisten erwartet. Fußballfans können sich also beim Benefiz-Weinfest auf einiges gefasst machen.

SV-Vorsitzender Hermanns weist darauf hin, dass das „Weinfest am Kallbachtal“ um 16 Uhr seine Tore öffnet und der Zutritt zum Sportplatz  nach der 3-G-Regel nur für Geimpfte, Genesene oder Getestete  möglich sein wird.  (Reiner Züll)

In dem großen Paket von Bayer 04 Leverkusen befindet sich unter anderem die Sonderedition eines spezielles Sammlerpakets mit allen Unterschriften, von denen es nur 250 gibt. Foto: Hermanns

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22 Sep
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Willi Greuel: „Da muss man einfach helfen“

Große Spendenbereitschaft für die Flutopfer-Unterstützung der Hilfsgruppe Eifel – Die IG Schmidtheim spendet je 2750 Euro an die DRK-Wasserwart und (Bild oben) an den Kaller Förderverein für krebskranke Kinder – Auch der Roggendorfer Renault Oldtimer-Club leistete einen Beitrag von 500 Euro für Betroffene des Hochwassers 

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Kall – Die Hilfsgruppe Eifel erlebt derzeit eine große andauernde Spendenbereitschaft der Eifeler Bevölkerung, nachdem sie nach der Hochwasser-Katastrophe im Juli viele betroffene Familien mit Kindern unterstützt hat und auch weiterhin finanzielle Soforthilfen leisten möchte. Bis zum letzten Wochenende hat der Kaller Verein zahlreiche Familien mit Kindern mit jeweils 2000 Euro unterstützt und über 200.000 Euro Soforthilfe geleistet.

Als Vertreter der IG Schmidtheim übergaben Ute und Lothar Bieder vom Schmidtheimer Musik-Cafe  den Spendenscheck über 2750 Euro an Ralf Heistert (links) und Osman Gelisgen von der Hilfsgruppe Eifel. Foto: Thomas Tampier

„Wir können das machen, weil die Spendenbereitschaft der Eifeler weiterhin ungebrochen ist“, berichtet Hilfsgruppen-Vorsitzender Willi Greuel. Dankbar ist er auch der Finanzbehörde, die der Hilfsgruppe eine bis zum 31. Oktober befristete Sondergenehmigung erteilt hat, entgegen dem eigentlichen Satzungszweck der Kinderkrebshilfe, Spendengelder auch für die Unterstützung von Flutopfern zu verwenden.

Hilferufe hat die Hilfsgruppe auch aus dem Bereich des zerstörten Ortes Schuld an der Ahr erreicht, wo besonders viele Familien mit Kindern ihr ganzes Hab und Gut verloren haben.  Greuel: „Da muss man einfach helfen“.

Eine Spende von 500 Euro für die Hilfsgruppe Eifel übergab der Vorsitzende des Roggendorfer Renault-Oldtimer-Club, Jörn Hück (links), an Ralf Heistert. Foto: Reiner Züll

Um die Fluthilfe des Kaller Vereins zu unterstützen, hatte auch die Interessengemeinschaft (IG) Schmidtheim einen Betrag von 2750 Euro gespendet.  Als Vertretung der IG waren Ute und Lothar Bieder vom Schmidtheimer Musik-Cafe beim jüngsten Monatstreffen der Hilfsgruppe anwesend, um den Spendenscheck zu übergeben. Sie berichteten, dass die IG spontan beschlossen habe, die Opfer der Flut zu unterstützen.

Eine Großspende aus der Gemeinschaftskasse der drei IG-Unterabteilungen Dorfentwicklung, Barfuß- und Generationenpark, Eifeler Musikcafe) sowie durch mehrere Einzelspenden sei so viel Geld zusammen gekommen, dass man die DRK-Wasserwacht Dahlem und die Hilfsgruppe Eifel mit jeweils 2750 Euro unterstützen könne. Die hohe Spendensumme  sei dadurch möglich geworden, dass alle Mitglieder trotz Corona dem Verein treu geblieben seien und somit die Mitglieder- und Förderbeiträge in die Spendensumme hätten einfließen können.

Zu den treuen Spendern für die Hilfsgruppe Eifel zählt auch der Renault-Oldtimer-Club Roggendorf mit ihrem Vorsitzenden Jörn Hück. Der Club veranstaltet schon seit vielen Jahren im Juni ein großes Renault-Oldtimertreffen vor dem Autohaus Hück in Roggendorf zugunsten der Hilfsgruppe Eifel.  Infolge von Corona waren diese Veranstaltungen nicht möglich. Wie schon im Vorjahr spendete der Verein trotzdem an die Hilfsgruppe. „Auch wenn wir dieses Jahr wieder kein Oldtimer Treffen hatten, wollen wir trotzdem unseren Beitrag für die Flutopfer leisten“, sagte Clubvorsitzender Jörn Hück, als er jetzt in Kall eine Spende von 500 Euro an Ralf Heistert von der Hilfsgruppe Eifel übergab.  (Reiner Züll)

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22 Sep
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50.000 Kilometer für die Hilfsgruppe geradelt

Einmal um die ganze Welt – Radportler aus Titz-Müntz legten sich monatelang für die Kaller Kinderkrebshilfe mächtig ins Zeug – Beim Abschlussfest am Wochenende den Spendenscheck über 6260 Euro (Bild oben) an Willi Greuel übergeben

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Kall/Titz – Sie sind für die Hilfsgruppe Eifel mehr als einmal um den Erdball herum geradelt und haben dabei eifrig Spenden von Sponsoren gesammelt. Eine Gesamtleistung von 50.000 Kilometern und einen Spendenerlös von 2500 Euro hatten sich die Mitglieder des SV Malefinkbach aus Müntz, einem Ortsteil der Gemeinde Titz, Anfang Februar zum Ziel gesetzt. Beide Ziele wurden schon vor Ende des Aktionszeitraumes (1. Februar bis 30. November) erreicht, so dass die Radsportler aus dem Kreis Düren der Hilfsgruppe schon jetzt beim Abschlussfest in Müntz einen Spendenscheck in Höhe von 6260 Euro überreichen konnten.

Beifall für die Ausführungen von Willi Greuel (rechts) spendeten der Vorsitzende des SV Malefinkbach, Ulrich Goebbels (links), und dessen Vorstandskollege gerd Wintz. Foto: Reiner Züll

Die Pedalritter des rührigen Vereins sind seit Jahren unterwegs, um krebskranke Kinder zu unterstützen, die aufgrund ihrer oft unheilbaren Krankheiten kein normales Leben leben können.  „Radeln für den guten Zweck“ lautete deshalb kurz nach dem Jahreswechsel die Devise des Vereins, dessen Vorstand um Vereinschef Ulrich Goebbels  entschieden hatte, in diesem Jahr die Hilfsgruppe Eifel mit einer recht ungewöhnlichen Aktion zu unterstützen. „50.000 Kilometer radeln = 2.500 Euro für Kinder in Not“ lautet der Name des im Februar gestarteten Hilfsprojektes.

Lang war die Liste der Firmen und privaten Spender. Foto: Reiner Züll

Die rund 15 aktiven Radler des Vereins aus dem Norden des Kreises Düren hatten sich dazu keine leichte Aufgabe gestellt: Vom 1. Februar bis zum 30. November galt es, bei Radtouren oder Veranstaltungen anderer Radsportvereine eine Strecke von mindestens 50.000 Kilometer zu schaffen. Immerhin eine Kilometerleistung, die mehr als einer kompletten Weltumrundung entspricht.

„Wir schaffen das“, hatte Goebbels Vorstandskollege Gerd Wintz schon kurz nach Beginn der Aktion prophezeit:  „Die Gothaer-Versicherung als Hauptsponsor hatte uns direkt einen Betrag von 1000 Euro zugesagt“, so Wintz. Das sei eine große Motivation für die sozial eingestellten Radler aus dem 570-Seelendorf gewesen, berichtete der Medienbeauftragte des Vereins.

Allerdings habe Corona die Aktion erschwert, weil Veranstaltungen anderer Radsportvereine nicht möglich gewesen seien. Trotzdem hätten das große Engagement und der bemerkenswerte Teamgeist der Radsportler, die für die Hilfsgruppe auf Kilometerjagd gegangen seien,  dazu geführt, dass das 50.000 Kilometer-Ziel schon im August erreicht worden sei. Und auch das Ziel von 2500 Euro sei um diese Zeit bereits verdoppelt werden können. Die letzten 500 Kilometer hatten die Benefiz-Radler symbolisch durch mehrere Runden durch Müntz und die Nachbarorte Hompesch und Hasselsweiler absolviert, wobei ihnen der Beifall der Bürger in den drei Orten gewiss war.

Während der ganzen Aktion sei der Verein von vielen Handwerkern aus der Region  unterstützt worden, freute sich Ulrich Goebbels, der sowohl Obermeister der Tischlerinnung Düren-Jülich als auch stellvertretender Bürgermeister der Gemeinde Titz und Ortsvorsteher in Müntz ist.

Beim Abschlussfest in Müntz überreichte SV-Vorsitzender Ulrich Goebbels den Hilfsgruppen-Damen Kathi Greuel (Mitte) und Angelika Züll blau-weiße (Vereinsfarben) Schmetterlingshäuschen. Goebbels ist Obermeister der Tischlerinnung Düren-Jülich. Foto: Reiner Züll

Beim Abschlussfest in Müntz überreichte SV-Vorsitzender Ulrich Goebbels den Hilfsgruppen-Damen Kathi Greuel (Mitte) und Angelika Züll kleine blau-weiße (Vereinsfarben) Schmetterlingshäuschen. Vereins-Chef Goebbels ist nämlich auch Obermeister der Tischlerinnung Düren-Jülich. Foto: Reiner Züll

Der große Erfolg der Aktion war Grund genug für den Verein, am 18. September vor der Bürgerhalle in Titz ein großes Abschlussfest zu feiern, in dessen Verlauf Ulrich Goebbels und Gerd Wintz die 6260-Euro-Spende an Willi Greuel, den Vorsitzenden der Hilfsgruppe Eifel, offiziell übergab. Die Hilfsgruppe Eifel, so Vereins-Chef Ulrich Goebbels, sei eine Initiative, die es verdient habe, unterstützt zu werden. „Bei der von uns ausgewählten Initiative fließt jeder Cent in die Unterstützung krebskranker Kinder – und das auch noch regional in unserer Nähe“, so Goebbels zu den Festgästen.

Schon seit Jahren unterstütze der SV Malefinkbach aber auch ein Kinderhospiz in Koblenz. Diese Tradition werde man auch diesem Jahr wieder pflegen. Deshalb werde der Erlös des Abschiedsfestes dem Hospiz im benachbarten Rheinland-Pfalz zugutekommen, berichtete Vorstandsmitglied Gerd Wintz.

Einen Erlös von 6260 Euro überreichten der Vorsitzende des SV Malefinkbach, Ulrich Goebels (Mitte), und dessen Vorstandskollege Gerd Wintz (rechts) an Willi Greuel (2.v.r.), Angelika Züll (links) und Kathi Greuel 2.vl.) von der Hilfsgruppe Eifel. Mitglieder des Radsportvereins waren 50.000 Kilometer zugunsten der Hilfsgrupe geradelt. Foto: Reiner Züll

Einen Erlös von 6260 Euro überreichten der Vorsitzende des SV Malefinkbach, Ulrich Goebels (Mitte), und dessen Vorstandskollege Gerd Wintz an Willi Greuel (rechts), Angelika Züll (links) und Kathi Greuel (2.vl.) von der Hilfsgruppe Eifel. Mitglieder des Radsportvereins waren 50.000 Kilometer zugunsten der Hilfsgrupe geradelt. Foto: Reiner Züll

Willi Greuel bedankte sich bei den eifrigen Pedalrittern für diese grandiose 50.000-Kilometer-Leistung. Er erläuterte den zahlreichen Gästen die Arbeit der Hilfsgruppe und deren aktuelles Bemühen, von der schlimmen Flut betroffenen Familien mit Kindern zu helfen. Mit über 200.000 Euro habe die Hilfsgruppe seit der Hochwasser-Katastrophe Mitte Juli viele Familien unterstützt, die ihr Hab und Gut durch die Flut verloren hätten.

Die Spende aus Malefinkbach werde dem neuen Familienhaus des Eltern-Kind-Zentrums an der Uni-Klinik Bonn zugutekommen, in dem Eltern während der Behandlung ihrer krebskranken Kinder in direkter Kliniknähe wohnen können. Die Hilfsgruppe habe für das im Juli eröffnete neue Haus die komplette Inneneinrichtung von 43 Elternzimmern finanziert.   (Reiner Züll)

www.facebook.com/radsportsvmalefinkbach

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20 Sep
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Flotte Musik für die Flutopfer-Hilfe

„Die Old Timer“ hatten ein Benefiz-Konzert zugunsten der Hilfsgruppe Eifel organisiert – Edith Dederichs: „Den Menschen etwas Abwechslung und Freude schenken – Ein furioses Finale mit dem Pia-Fridhill-Duo und Georg Kaiser – Blumen für die Damen, limitierte Zollstöcke für die Herren – Kaller Verein hat schon 208.000 Euro an flutgeschädigte Familien ausgezahlt

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Das Areal des Möbelhauses Brucker in Kall hatte sich für einen Nachmittag lang in eine Konzert-Arena verwandelt. Abstand halten war auf dem großen Gelände problemlos. Foto: Reiner Züll

Das Areal des Möbelhauses Brucker in Kall hatte sich für einen Nachmittag lang in eine Konzert-Arena verwandelt. Abstand halten war auf dem großen Gelände problemlos. Foto: Reiner Züll

Kall. Sie stach nicht nur durch ihr leuchtend rotes Kleid auf der Bühne hervor, sondern auch durch ihren professionellen Gesang. Edith Dederichs, Frontfrau der Band „Die Old Timer“ zog am Sonntag bei einem Benefiz-Konzert zugunsten der Flutopfer-Hilfe der Hilfsgruppe Eifel auf dem Areal des Möbelhauses Brucker alle Register ihres Könnens. Sie hatte mit dem Bandkollegen Ralf Pütz die Idee gehabt, das Flutopfer-Projekt der Hilfsgruppe Eifel zu unterstützen. Dabei waren sie bei der Band und bei befreundeten Musikern auf große Zustimmung gestoßen.

Hielten beim Benefiz-Konzert die Fäden in der Hand: Ralf Heistert von der Hilfsgruppe Eifel und Edith Dederichs von der Band „Die Old Timer“. Foto: Reiner Züll

Und so standen am Sonntagnachmittag neben der Band „Die Old Timer“ (Die alte Zeit) das Duo Pia Fridhill & Jens Hoffmann sowie der Songwriter Georg Kaiser auf der Bühne, vor der sich bei schönem Spätsommerwetter etwa 300 Zuhörer eingefunden hatten. Auch Bürgermeister Hermann-Josef Esser weilte unter den Besuchern. Der Eintritt zum Konzert war frei, es wurde am Eingang lediglich um Spenden für die Flutopfer-Hilfe gebeten.

Es sei schön, nach langer Corona-Pause endlich wieder auf der Bühne zu stehen, freute sich Band-Frontfrau Edith Dederichs: „Mit unserer Musik wollen wir heute den Menschen, die von der Flut schwer getroffen worden sind, ein wenig Abwechslung und Freude schenken“. Sie bedankte sich bei der Familie Brucker, die den Platz spontan bereit gestellt habe. Ebenso bei der Firma Ahrkustik aus Schuld an der Ahr. Obwohl die Firma in diesem Ort selbst schwer von der Flut getroffen sei, habe sich in den Dienst der guten Sache gestellt, lobte auch Ralf Heistert von der Hilfsgruppe Eifel die Unterstützung aus dem von der Flut geschundenen Ahr-Ort.

Einen Moment lang richteten die Besucher ihr Augenmerk dem Geschehen abseits der Bühne, als eine Gruppe mit alten Traktoren den Konzertort passierte. Foto: Reiner Züll

Einen Moment lang richteten die Besucher ihr Augenmerk dem Geschehen abseits der Bühne, als eine Gruppe mit alten Traktoren den Konzertort passierte. Foto: Reiner Züll

Der Erlös dieses Konzertes, so Edith Dederichs, diene „einem nützlichen und wichtigen Zweck“. Viele Menschen im nahen Umfeld hätten durch die Flut im Juli ihr Hab und Gut verloren, einige sogar ihr Leben. Man erlebe derzeit eine „große Not direkt vor der eigenen Haustür“. Das Hochwasser habe aber auch deutlich gemacht, dass das traute Heim heute nicht mehr immer sicher sei.

Mit ihren Band-Kollegen Ralf Pütz, Enrique Willms und Klaus Griwenka präsentierte die Sängerin deutsche Schlager aus den 50er bis 80er Jahren, Latin Jazz und natürlich auch Mundart-Lieder. Da fehlten auch die Kölsch-Hits „Bei Toni an der Ihsbud“ oder „Dat ess Heimat“ nicht.

„Elch-Pop“ aus Schweden sowie Soul, Pop, Jazz und Folk gab das Duo Pia Fridhill & Jens Hoffmann zum Besten. Die gebürtige Schwedin schreibt mit ihrem Partner Jens Hoffmann ihre Songtexte selbst. Sie erzählen persönlich, ergreifende und oftmals lustige Geschichten, wovon sich das Publikum am Sonntag überzeugen konnte.

Der Bandname „Die Old Timer“ hat mit alten Autos weniger zu tun sondern steht für „Die Alte Zeit“. Trotzdem nutzten die Musiker die Gelegenheit, sich vor dem Renault-Schätzchen (Baujahr 1954) in Positur zu stellen. Foto: Reiner Züll

Der Bandname „“Die Old Timer““ hat mit alten Autos weniger zu tun sondern er steht für „Die Alte Zeit“. Trotzdem nutzten die Musiker die Gelegenheit, sich vor dem Renault-Schätzchen (Baujahr 1954) in Positur zu stellen. Foto: Reiner Züll

Der Eifeler Songwriter und Gitarrist Georg Kaiser unterhielt die Zuhörer mit Irish & Scottish Folk, mit gefühlvollen Balladen und fetzigen Stücken zum Mitsingen. Kaiser zählt heute zu den gefragten Solokünstlern der Folkszene. Er hat über 200 eigene Stücke selbst geschrieben.

Das Konzert endete mit einem furiosen Finale und der Abba-Hommage „Thank you for the music“, bei der alle Akteure gemeinsam musizierten und die beiden Sängerinnen Pia Fridhill und Edith Dederichs einen glanzvollen Schlusspunkt setzten.

Nach dem gemeinsamen finalen Abba-Song „Thank you for the music“ verabschiedeten sich die Akteure von einem dankbaren Publikum. Von links: Edith Dederichs, Pia Fridhill, Klaus Griwenka, Jens Hoffmann, Enrique Willms, Georg Kaiser, Ralf Pütz und Guido Drawe. Foto: Reiner Züll

Nach dem gemeinsamen finalen Abba-Song „“Thank you for the music““ verabschiedeten sich alle Akteure gemeinsam von einem dankbaren Publikum.  Foto: Reiner Züll

Ralf Heistert von der Hilfsgruppe Eifel bedankte sich bei der Band „Die Old Timer“ für das Veranstalten des Konzertes und bei den anderen Akteuren für deren Mitwirken. Die Damen bekamen Blumen geschenkt, die Herren Zollstöcke aus einer Sonder-Edition, die eine Firma aus Ostwestfalen eigens für die Flutopfer-Hilfe der Hilfsgruppe Eifel produziert hatte. Aktuell hat die Hilfsgruppe Eifel bereits 208.000 Euro Soforthilfe an Familien ausgezahlt, die bei der Flut ihr Hab und Gut verloren haben.  (Reiner Züll)

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22 Aug
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Benefiz-Konzert für Flutopfer-Hilfe

Elch-Pop, Jazz, Blues und kölsche Lieder am Sonntag, 19. September, bei Möbel Brucker – Die einheimische Band „Die Old Timer“ hat die Benefiz-Veranstaltung mit Gastmusikern  zugunsten der Hilfsgruppe organisiert – Edith Dederichs: „Den Menschen etwas Freude schenken“

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Kall – „Wir möchten etwas tun; auf unsere Art unterstützen“, lautet die Devise der Band „Die Old Timer“, für am Sonntag, 19. September, ab 14 Uhr, am Möbelhaus Brucker ein Benefizkonzert zugunsten des Fluthilfe-Projektes der Hilfsgruppe Eifel organisiert hat. „Mit unserer Musik wollen wir all den Menschen, die von der Flut schwer getroffen sind, ein paar Stunden Freude schenken“, kündigt die Sängerin und Frontfrau der Band, Edith Dederichs, an. Mit ihren Band-Kollegen Ralf Pütz, Enrique Willms und Klaus Griwenka präsentiert die Sängerin deutsche Schlager aus den 50er bis 80er Jahre, Latin Jazz und natürlich auch Kölsche Lieder.

Georg Kaiser

Die Besucher erwartet ein vielfältiges und abwechslungsreiches Programm, denn die Band hat weitere Mitwirkende für das Benefiz-Konzert gewinnen können. Mit dabei ist das Songwriter-Duo Pia Fridhill und Jens Hoffmann mit einer bunten Mischung von Soul, Pop, Jazz, Funk, Rock, Blues aus Schweden – kurz: Elch-Pop. Dritter im Programm ist der Musiker und Songwriter Georg Kaiser, der Irish Folk & More zum Besten geben wird.

Beim Benefiz-Konzert zugunsten der Hilfsgruppe Eifel in Kall dabei: Das Songwriter-Duo Pia Fridhill und Jens Hoffmann. Foto: Manfred Pollert

Mit dem Konzert wolle man auch den Menschen eine Gelegenheit geben, beim Benefiz-Konzert die Fluthilfe zu unterstützen. „Dass diese Spenden garantiert dort ankommen, wo sie gebraucht werden, dafür steht seit vielen Jahren die Hilfsgruppe Eifel, die genau dort hilft, wo die Hilfe am nötigsten ist“, so Edith Dederichs.

Beim ersten Arbeitstreffen der Kaller Hilfsgruppe nach längerer coronabedingten Pause stellten Edith Dederichs und deren Bandkollege Ralf Pütz das Programm des Konzertes vor. Fast alle teilnehmenden Musiker wohnen im Kaller Gemeindegebiet. „Ihnen ist es ein Herzensanliegen, gerade jetzt nach der schweren Flutkatastrophe einen Beitrag zur Unterstützung in ihrer Heimatgemeinde zu leisten“, berichtete Edith Dederichs. Alle Akteure verzichteten natürlich auf ihre Gagen. Die gesamte Organisation der Veranstaltung erfolge ebenfalls ehrenamtlich und anfallende Ausgaben würden von großzügigen Sponsoren übernommen.

Edith Dederichs und Ralf Pütz von der Band „Die Old Timer“ stellten beim Stammtisch der Hilfsgruppe Eifel das Programm des Benefiz-Konzertes zugunsten der Flutopfer-Hilfe vor. Foto: Reiner Züll

Dankbar sei man dem Möbelhaus Brucker, dass das Konzert vor dem Haus 3 „Trendline“ (am Obi-Kreisel) stattfinden könne, so die Band-Sprecherin. Während des Konzertes bekämen die Besucher ausreichend Gelegenheit, für die Flutopferhilfe der Hilfsgruppe zu spenden.

Hilfsgruppen-Vorsitzender Willi Greuel zeigte sich dankbar für die Initiative der Musiker. Um den Familien weiter helfen zu können, die von der Flut schwer getroffen worden seien, brauche man die Unterstützung der Eifeler. Und auf die, so Willi Greuel, habe sich die Hilfsgruppe seit nunmehr fast 30 Jahren immer verlassen können.

Der Hilfsgruppen-Chef erläuterte, dass die Empfänger der Soforthilfen nach Hinweisen von Gemeinden, Feuerwehren oder dem THW ausgewählt würden. „Die wissen durch ihre Einsätze genau, wo Unterstützung wirklich dringend notwendig ist“, so Greuel.

Er und Edith Dederichs hoffen nun, dass sie viele Besucher am 19. September in Kall begrüßen können. Natürlich finde das Konzert unter Berücksichtigung der aktuellen Corona-Schutzverordnung statt.  (Reiner Züll)

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22 Aug
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Taubenzüchter spendeten der Hilfsgruppe 11.000 Euro

Egon Krupp und Dietmat Timmer (Bild oben) übergaben den Scheck an die Hilfsgruppe Eifel – Der Taubenzüchter-Regionalverband 406 Süd-West-Eifel unterstützt die Opfer des Hochwassers – Vom Restaurant „Gut Kallerbend“ in Zerkall bekam der Kaller Verein eine 7.000-Euro Spende – Willi Greuel: „Schon 128.000 Euro Soforthilfe an flutgeschädigte Familien mit Kindern ausgezahlt“  

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Kall/Roggendorf – Die Flutopferhilfe der Hilfsgruppe Eifel erfährt auch fünf Wochen nach dem schlimmen Hochwasser in der Nacht zum 15. Juli noch immer die große Unterstützung der Eifeler Bevölkerung. Wie der Vorsitzende Willi Greuel auf der jüngsten Arbeitssitzung des Vereins in Roggendorf berichtete, habe die Hilfsgruppe bis Mitte August 64 von der Flut betroffene Familien mit Kindern mit insgesamt 128.000 Euro unterstützt. Und täglich erreichten ihn weitere Hilferufe.

Wie Greuel berichtete, habe sich die Hilfsgruppe ursprünglich eine  Ausgaben-Grenze von 150.000 Euro gesetzt. Es sei aber absehbar, dass diese nicht reiche und erhöht werde. Immerhin seien bereits 120.000 Euro an Spenden für die Flutopfer-Hilfe eingegangen. Er sei vor allem dem Finanzamt dankbar, das der Hilfsgruppe eine bis zum 31. Oktober befristete Sondergenehmigung erteilt habe, für die Flutopferhilfe satzungsfremde Ausgaben zu tätigen. Laut Satzung liege der Aufgabe der Hilfsgruppe in der Bekämpfung von Krebs und Leukämie sowie der Suche nach Stammzellenspendern, bei der man seit fast 30 Jahren sehr erfolgreich sei.

Wie sehr sich die Hilfsgruppe auf die Eifeler Bevölkerung verlassen kann, zeigte der Besuch von Gästen, die sich zum Überreichen von Spenden beim Treffen der Hilfsgruppen-Aktivisten im Roggendorfer Restaurant Zagreb eingefunden hatten. Einen Spendenscheck in Höhe von 11.000 Euro vom Brieftaubenzüchter-Regionalverband 406 Süd-West-Eifel überbrachten Egon Krupp aus Heimbach-Vlatten und Dietmar Timmer aus Schleiden-Broich. Egon Krupp ist Vorsitzender des regionalen Dachverbandes, dem zehn Reisevereinigungen mit 150 aktiven und 250 inaktiven Mitglieder aus dem Raum Aachen, des Kreises Düren, dem Rhein-Erftkreis, dem Ahrtal und dem Gebiet des ehemaligen Kreises Schleiden angehören.

Nachdem das Hochwasser im Juli viele Familien im Einzugsbereich des Regionalverbandes Angehörige und ihr Hab und Gut verloren hätten, habe man, so Egon Krupp, unter den Taubenzüchtern eine  Spendenaktion gestartet, die auf große Resonanz gestoßen sei. Selbst ein Züchter aus dem Gebiet von Erftstadt, dessen Anwesen samt Zuchtanlage komplett vernichtet worden sei, habe sich an der Aktion beteiligt.

Auf der Suche nach einem Spendenempfänger sei man auf das Projekt der Hilfsgruppe Eifel aufmerksam geworden, die flutgeschädigte Familien gezielt mit Soforthilfen unterstütze. Egon Krupp: „Wir sind davon überzeugt, dass unsere 11.000-Euro-Spende hier an die richtige Adresse geht“.

Eine Spende von fast 7000 Euro übergaben Karin (rechts) und Frank Humpert (links) aus Zerkall an Kathi Greuel und Ralf Heistert von der Hilfsgruppe Eifel. Foto: Reiner Züll

Dieser Überzeugung ist auch Frank Humpert von der Gut Kallerbend GmbH aus Nideggen Zerkall. Mit seiner Mutter Karin war der Jungunternehmer, der in Zerkall ein Restaurant sowie eine Ferienhausanlage betreibt, nach Roggendorf gekommen, um eine größere Spende zu überreichen. Im Restaurant habe er Spenden für die Flutopfer-Hilfe gesammelt, berichtete Frank Humpert. Bei einem Junggesellenabschied oder bei Knobelrunden sei die Sammelbüchse rund gegangen und auch das Personal habe kräftig gespendet. 1911,26 Euro seien am Ende in der Spardose gewesen. Weiteres Geld sammelte Humpert durch den Kuchenverkauf, indem sie von jedem Stück verkauften Kuchen den gleichen Kaufpreiss in den Spendentopf einzahlte. Dadurch 2910,36 Euro zusammen. Als private Spende legte das Familien-Unternehmen noch weitere 2000 Euro drauf, so dass die Hilfsgruppe vom Gut Kallerbend insgesamt eine Unterstützung von knapp 7000 Euro erhielt.

Auch Familie Humpert hatte dann nach einer Organisation gesucht, bei der sie sicher sein konnte, dass das Geld auch direkt bei den Flutgeschädigten ankomme. Vom Kollegen Karl-Heinz Kruff in Wolfgarten seien sie dann auf die Flutopfer-Aktion der Hilfsgruppe hingewiesen worden.   (Reiner Züll)

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17 Aug
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Ein toller Tag im Wildgehege Hellenthal

Das Wildfreigehege in Hellenthal und die Hilfsgruppe Eifel bescherten den Kindern von Hochwasser geschädigten Familien einen erlebnisreichen Tag – Ziegen, Mufflons, Frischlinge und Damwild hautnah erlebt – Begeisterung beim Flug der Adler und Falken – Rucksäcke von der Kreissparkasse und private Gummibärchen-Spende von Haribo-Betriebsrätin – Gegehe-Chefin Ute Niesters: „Kinder auf schönere Gedanken bringen“

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Die Hilfsgruppe Eifel hatte Kinder von Familien, die durch das Juli-Hochwasser Hab und Gut verloren hatten, zum Besuch des Wildgeheges in Hellenthal eingeladen. Foto: Reiner Züll

Die Hilfsgruppe Eifel hatte Kinder von Familien, die durch das Juli-Hochwasser Hab und Gut verloren hatten, zum Besuch des Wildgeheges in Hellenthal eingeladen. Foto: Reiner Züll

Kall/Schleiden7Hellenthal – Für die Kinder, die der Einladung der Hilfsgruppe Eifel zu einem Besuch ins Hellenthaler Wildfreigehege gefolgt waren, wurde es ein unvergesslicher Tag. Bei strahlendem Sonnenschein verbrachten sie einige Stunden in dem weitläufigen Gehege und erlebten dort spannende Einblicke in die heimische Tierwellt.

Nach der verheerenden Flut-Katastrophe Mitte Juli hatte das Wildfreigehege Kinder von Familien, die entlang von Urft und Olef von der Flut schwer betroffen waren und teils sogar ihr gesamtes Hab und Gut verloren hatten, zum kostenlosen Besuch in den Tierpark eingeladen. Ute Niesters, Chefin des Geheges: „Wir wollten die Kinder aus den Trümmern holen und sie auf schönere Gedanken bringen“.   

Die Falknerinnen half den Kindern beim Beantworten der Fragen zu den Greifvögeln. Foto: Reiner Züll

Zum Beginn des Gehegebesuches gab es für die Kinder und Betreuer eine Sonderfahrt im Adler-Express durch den Tierpark. Foto: Reiner Züll

Die Hilfsgruppe Eifel, die sich sofort nach dem schlimmen Hochwasser um schwer betroffenen Familien mit Kindern gekümmert und sie mit finanziellen Soforthilfen unterstützt hatte, griff das Angebot von Ute Niesters auf, und organisierte vor dem Ferienende eine von der Mechernicher Firma Schäfer-Reisen unterstützte Busfahrt für betroffenen Kinder aus den Kommunen Nettersheim, Kall, Schleiden und Hellenthal, wo das Hochwasser viele Familien obdachlos gemacht hatte. Zusammen mit Ute Niesters hatte Hilfsgruppen-Organisator Ralf Heistert den Besuchstag geplant, um den Kindern einen optimalen Aufenthalt im Gehege zu bieten. Die Kinder, die ohne Eltern am Gehege-Besuch teilnahmen, wurden an den vorher festgelegten Bus-Haltepunkten in den einzelnen Orten abgeholt und von Mitgliedern der Hilfsgruppe betreut.

Die Aktion von Gehege und Hilfsgruppe wurde durch die Kreissparkasse unterstützt, die für alle Kinder Rucksäcke, Mützen und  Präsente gesponsert hatte. Von der Hilfsgruppe waren die roten Rucksäcke zudem mit frischem Obst und Getränken bestückt worden. Vom  Wildfreigehege wurden die Kinder mittags in ein em reservierten Raum der Waldschänke mit Pommes, Eis und Kakao versorgt.

Die bei Haribo beschäftigte Betriebsrätin Anne Krings aus Mechernich-Vollem hatte zudem für alle Kinder große Stoff-Haribo-Bären und jede Menge Süßigkeiten zur Tour beigesteuert und dies alles aus eigener Tasche bezahlt.

Direkt nach Ankunft im Gehege wurden Kinder und Betreuer zu einer Sonderfahrt durch das Gehege mit dem Adler-Express eingeladen. Dies geschah zwar unter Corona-Bedingungen mit Masken. Doch das tat der Stimmung bei der Rundfahrt keinen Abbruch. Anschließend wurden die Kids in drei Gruppen eingeteilt. Im weitläufigen Gehege war das Abstand halten kein Problem.

Achtung Köpfe runter: Im Tiefflug saust der Weißkopfseeadler dem Falkner entgegen. Foto: Reiner Züll

Im Kontaktgehege gingen Dam- und Sikawild mit den Kindern auf Tuchfühlung. Foto: Reiner Züll

Die Kinder mussten beim Rundgang im Zuge einer Gehege-Rallye auch ihr Wissen unter Beweis stellen. „Wie nennt man die jungen Wildschweine?“ „Nenne drei Falken“ oder „Nenne einige Vierbeiner, die Du hier gesehen hast“, lauteten die Fragen, die den Kindern gestellt wurden. Konnten verschiedene Fragen nicht beantworten werden, klärten die Betreuer die Kids auf, so dass diese an diesem Nachmittag noch so einiges lernen konnten.

In den Kontaktgehegen gingen die Jungen und Mädchen mit Damwild, Mufflons und Ziegen auf Tuchfühlung, im Streichelzoo waren Hängebauchschweine und Frischlinge die kleinen Stars. Und auch das Kasperle-Theater bot den Kindern nicht nur eine lustige sondern auch eine recht lehrreiche Unterhaltung.

Ein Riesenerlebnis für die kleinen Gehege-Besucher war das spektakuläre Flugprogramm der Greifvögel, das der Chef der Greifvogelstation, Karl Fischer, mit seinen Falknern und Falknerinnen präsentierte. Im Tiefflug sausten Falken, Bussarde und Adler über die Köpfe der Besucher hinweg. Am Ende hatten die Kinder sogar den Unterschied zwischen einem Falken und einem Adler oder zwischen einem Rotmilan und einem Mäusebussard gelernt.

Ralf Heistert von der Hilfsgruppe Eifel bedankt sich bei Gehege-Chefin Ute Niesters, die die Kinder von Flutopfern an Urft und Olef ins Gehege eingeladen hatte. Foto: Reiner Züll

Bevor der Bus die Kinder wieder nach Hause brachte, bedankte sich Ralf Heistert bei Ute Niesters für die tolle Aktion. Das Lachen der Kinder und deren fröhliche Gesichter seien für sie Dank genug, zeigte sich auch die Gehege-Chefin zufrieden.

Achtung Köpfe runter: Im Tiefflug saust der Weißkopfseeadler dem Falkner entgegen. Foto: Reiner Züll

Nach der Tour erreichten Ralf Heistert dankbare Reaktionen der Eltern. „Wir wollen uns im Namen der ganzen Familie für diesen ganz tollen gelungenen Tag bedanken. Sie haben viel Mühe und Zeit in dieses Projekt investiert. Super toll. Dank auch für die schönen Geschenke und die super Beköstigung. Es war für die Kinder ein super Tag. Der wird lange in Erinnerung bleiben. Vielen Dank auch an ihr Klasse Team“, schrieb eine von der Flut betroffene Familie aus Kall nach der Heimkehr ihrer vier Kinder, die an der Tour teilgenommen hatten.   (Reiner Züll)

Verloren gehen konnte keiner: Die roten Rucksäcke der Kinder waren weithin sichtbar. Foto: Reiner Züll

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16 Aug
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1000 Euro aus den USA

Da war der Vorsitze der Kaller Hilfsgruppe platt – Eine Familie in New Jersey war von den schlimmen Bildern nach der Flutkatastrophe an Urft und Olef entsetzt – Ihre Wurzeln in der Eifel veranlassten Daniela Crofton zur Spende nach Kall  – Ein ganz treuer Spender ist der Kommerner Kfz-Meister Christian Meurer  (Bild oben), der eine Flasche mit 835 Euro an Willi Greuel übergab

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Kall/New Jersey/Kommern – „Wir würden gern Ihrem Aufruf folgen und Geld für die Opfer der Flutkatastrophe spenden“ stand in der Mail, die Willi Greuel, der Vorsitzende der Hilfsgruppe Eifel, nach der schlimmen Flutkatastrophe erhielt. Es war eine von vielen Mails mit Hilfsangeboten, die Greuel seit dem verheerenden Hochwasser-Ereignis in der Nacht zum 15. Juli zugestellt bekam.

Doch dann wollte er es zunächst nicht glauben, was da zu lesen stand. „Da wir in den USA wohnen benötigen wir allerdings noch den SWIFT/BIG-Code  für Ihr Bankkonto“, schrieben Daniela und Scott Crofton.

Willi Greuel vermutete sofort, dass ihn da einer auf den Arm nehmen wollte, doch die Absenderadresse ließ keinen Zweifel daran, dass das Spendenangebot echt war und tatsächlich aus Amerika stammte. Wie gewünscht antwortete Greuel auf die Mail und teilte den unbekannten Wohltätern aus Übersee die Bankverbindung mit. Die Hilfsgruppe sei dankbar, denn die Not in der Eifel sei sehr groß, schrieb Willi Greuel der Familie zurück.

Aus New Jersey senden die Kinder Arabella, William und Tyler sprichwörtlich "herzliche" Grüße an die Hilfsgruppe Eifel. Die Familie hat in Amerika die Bilder der schweren Flutkakatastrophe in der Eifel verfolgt und will nun für die Betroffenen spenden. Foto: Daniele Crofton/USA

Aus New Jersey senden die Kinder Arabella, William und Tyler sprichwörtlich „herzliche“ Grüße an die Hilfsgruppe Eifel. Die Familie hat in Amerika die Bilder der schweren Flutkakatastrophe in der Eifel verfolgt und will nun für die Betroffenen spenden. Foto: Daniele Crofton/USA

Hilfsgruppen-Pressesprecher Reiner Züll wollte es dann genau wissen, woher die Hilfsgruppe in Amerika einen so guten Ruf genießt und wie die Familie auf die Kaller Kinderkrebshilfe aufmerksam geworden ist.

Schon bald kam Antwort aus den USA auf diese Fragen und Daniela Crofton teilte mit, dass sie die Eifel kenne, weil sie dort noch Verwandte habe.

Sie sei 1994 von Brühl in die Eifel gezogen und später in die USA ausgewandert, um als Juristin in New York zu arbeiten. Seit 15 Jahren lebe sie in New Jersey. Ihr Mann sei Amerikaner und die drei Kindern Arabella, William und Tyler seien in Amerika geboren. Sie fühle sich aber noch immer der Eifel verbunden, schrieb Daniela Crofton, die ein Foto von ihren drei Kindern mitschickte, auf dem diese das Emblem der Hilfsgruppe mit drei Herzen gemalt hatten.

Die jährliche Übergabe solcher Dreiliter-Cognacflaschen durch den Kfz-Meister hat bereits eine jahrelange Tradition. Foto: Reiner Züll

Als sie und ihr Mann in den amerikanischen und deutschen Nachrichten die schlimmen Bilder von der Flutkatastrophe gesehen hätten, habe das sie sehr getroffen. „Das unvorstellbare Leid, die Angst und die Verzweiflung der Menschen hat uns tief berührt“.

Deshalb hätten sie sich dem Motto der Hilfsgruppe angeschlossen, denen zu helfen, denen es nicht so gut geht Da sie nicht vor Ort helfen könnten, hätten sie beschlossen durch eine Spende zu helfen.

Daniela Crofton: „Wir wollten aber bei einer regionalen Organisation spenden, bei der wir darauf vertrauen können, dass alles professionell gehandhabt wird und das Geld auch bei den Betroffenen ankommt“.  Verwandte hätten sie dann auf die Hilfsgruppe Eifel aufmerksam gemacht: „Unsere Verwandten kennen die Hilfsgruppe und ihre wunderbaren Projekte“. Letztendlich habe man aber erst durch den Wochenspiegel von der aktuellen Spendenaktion erfahren.

Mit vielen Grüßen aus den USA und dem Hinweis „der Hilfsgruppe viel Glück“ konnte Willi Greuel 14 Tage nach der Überraschungsnachricht aus Amerika den Eingang einer Spende von 1000 Euro verzeichnen.

835 Euro von Christian Meurer

Annähernd 1000 Euro betrug auch die Spende eines ganz treuen Unterstützers der Hilfsgruppe aus Kommern. Christian Meurer, Inhaber des gleichnamigen Kfz-Meisterbetriebs und dem Fachhandel für Autoteile und Zubehör in Kommern, übergab Willi Greuel eine mit Spenden gefüllte Dreiliter-Flasche mit einem Inhalt von 835 Euro.

Die jährliche Übergabe solcher Dreiliter-Cognacflaschen durch den Kfz-Meister hat bereits eine jahrelange Tradition. Rund 40.000 Euro, so Willi Greuel, sind durch die vielen Aktionen von Christian Meurer, der just auf seine 25-jähriges Firmenbestehen zurückblicken kann, in all den Jahren der Hilfsgruppe zugutegekommen.

Das Geld, so Willi Greuel, könne man derzeit gut brauchen, denn nach der schlimmen Flut-Katastrophe im Juli habe die Hilfsgruppe viele Familien mit Kindern, von denen viele durch das Hochwasser ihr gesamtes Hab und Gut verloren hätten, unterstützt. Inzwischen habe der Kaller Verein rund 100.000 Euro als Soforthilfen an betroffenen Familien gezahlt. Dies sei nur durch die Spendenbereitschaft der Eifeler Bevölkerung möglich geworden.      (Reiner Züll)

 

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04 Aug
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Eine „haarige“ Idee zum Helfen

Das Team des Mechernicher Friseursalons Tobehn-Herriger (Bild oben) opfert seinen Ruhetag für die Flutopfer-Hilfe – Am Montag, 30. August, ist Frisieren zugunsten der Hilfsgruppe angesagt – Von 8 bis 18 Uhr und ohne Anmeldung – Auch das Trinkgeld wird gespendet

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Kall/Mechernich – Eine große Welle der Hilfsbereitschaft aus der Eifeler Bevölkerung erlebt die Hilfsgruppe Eifel, die derzeit Familien mit Kindern, die von der schlimmen Flut in der Nacht zum 15. Juli betroffen sind und die ihr Hab und Gut verloren haben, mit finanziellen Soforthilfen unterstützt. Dank der Spendenbereitschaft der Bevölkerung konnte die Kaller Kinderkrebshilfe bisher annähernd 100.000 Euro an betroffene Familien im Kreis Euskirchen auszahlen. Diese Hilfen, die die Satzung des Vereins eigentlich nicht vorsieht, sind möglich geworden, weil das Finanzamt die Hilfsgruppe  eine Sondergenehmigung für diese satzungsfremden Ausgaben erteilt hat. Vorsitzender Willi Greuel: „Dafür sind wir sehr dankbar“.

Friseurmeisterin Petra Tobehn-Herriger unterbreitete Willi Greuel ihre „haarige“ Idee, am Montag, 30. August, ihren Salon zugunsten der Hilfsgruppe zu öffnen und den gesamten Umsatz zu spenden. Foto: Reiner Züll

Auch Petra Tobehn-Herriger, Chefin im gleichnamigen Friseursalon in Mechernich, zählt zu den treuen Unterstützerinnen des Kaller Vereins. Sie hat sich jetzt etwas Besonders ausgedacht, um der Hilfsgruppe die strapazierte Kasse aufzubessern. Sie hat ihrem zehnköpfigen Team den Vorschlag unterbreitet, an einem eigentlich arbeitsfreien Montag  den Salon zu öffnen und den ganzen Umsatz an die Hilfsgruppe zu spenden.

Petra Tobehn-Herriger: „Alle waren begeistert und haben ihr Mitmachen zugesagt“. Das gesamte Team verzichte auf den üblichen Ruhetag und auf eine Entlohnung. Auch alle Trinkgelder sollen an die Hilfsgruppe gespendet werden.

Mit ihrem Ehemann Jürgen habe sie nach der großen Sintflut vom Hochwasser betroffenen geholfen. „Wir haben dann überlegt, ob wir nicht noch mehr tun können“, berichtete die seit 26 Jahren selbstständige Friseurmeisterin. Sie erinnerte sich an einen speziellen Haarschneidetag zugunsten der Hilfsgruppe, den sie 2006 im Vorfeld einer Typisierungsaktion für ein an Leukämie erkranktes Kleinkind veranstaltet hatte. „Das machen wir jetzt noch einmal“, stand für sie schnell fest, nachdem sich auch das gesamte Personal hinter ihre Idee gestellt hatte.

Die Aktion startet nun  am Montag, 30. August. In der Zeit von 8 bis 18 Uhr ist der Salon dann geöffnet. Einen Termin zum Haare schneiden und Frisieren brauchen die Kunden an diesem Tag nicht.  Petra Tobehn-Herriger und Willi Greuel hoffen nun, dass an dem Aktionstag am 30. August möglichst viele den Weg in den Salon in der Mechernicher Bahnstraße finden um „Gutes zu tun“.   Reiner Züll

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