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11 Apr
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Trotz Regen und Wind für die Ukraine-Hilfe gelaufen

Kilometergeld von Sponsoren – Auch Regen und Wind konnte den Eifer der Kinder des Grundschulverbundes Marmagen/Zingsheim nicht bremsen – 4651 Euro für die Hilfsgruppe Eifel – Willi Greuel: „Jeder Cent kommt an“ – Lauter Jubel bei der „Das kann ich schon“-Feier – Buttons mit Friedenstaube verkauft

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Hilfsgruppen-Vorsitzender Willi Greuel applaudiert Schulleiterin Barbara Jordans für den tollen Erfolg des Sponsorenlaufes. Foto: Reiner Züll

Kall/Marmagen – Der letzte Schultag vor den Osterferien war  für die Schüler der Grundschule Marmagen/Zingsheim ein ganz besonderer. Nicht nur, dass der Freitag im Zeichen der traditionellen „Das kann ich schon“-Feier stand, Schulleiterein Barbara Jordans konnte zum Ferienstart auch den Vorsitzenden der Hilfsgruppe Eifel sowie deren Pressesprecher Reiner Züll am Marmagener Standtort willkommen heißen.  Von Willi Greuel erfuhren die Erst-bis Viertklässler viele über die Arbeit der Hilfsgruppe, die sich derzeit auf die Unterstützung von Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine kümmert, die in den  Kreis Euskirchen gekommen sind.

Schulleiterin Barbara Jordans übergab am letzten Schultag vor den Osterferien einen symbolischen Spendenscheck über 4651 Euro an Hilfsgruppen-Vorsitzenden Willi Greuel, der über die Arbeit des Vereins berichtete. . Foto: Reiner Züll

Die Vertreter der Hilfsgruppe waren aber nicht zu den Kindern gekommen, um nur über die Aktivitäten des Kaller Vereins zu berichten. Vielmehr hatte die Schulleitung sie eingeladen, um eine Spende für das Ukraine-Projekt der Hilfsgruppe zu übergeben. Denn der Krieg in der Ukraine und das große Leid der Flüchtlinge sind seit ein paar Wochen auch ein Thema in dem Grundschulverbund der Gemeinde Nettersheim.

Überraschte die Kinder und den Hilfsgruppen-Vorsitzenden: Schulleiterin Barbara Jordans zeigt den Scheck mit der Spendensumme von 4651 Euro. Foto: Reiner Züll

Um der Hilfsgruppe und damit ukrainische Flüchtlinge zu unterstützen, harten sich die Schulkinder mächtig ins Zeug gelegt.  Am 1. April waren sie zu einem großen Sponsorenlauf gestartet um Geld für ihre gelaufenen Kilometer zu sammeln. Zudem hatten sie Buttons mit dem Bild einer Friedenstaube hergestellt und verkauft.

Wie Schulleiterin Barbara Jordans berichtete, waren sowohl  die Button-Aktion als auch der Sponsorenlauf erfolgreich verlaufen. Zwar habe beim Laufen am 1. April recht mieses Wetter geherrscht, jedoch hätten Regen und Wind den Eifer der 112 teilnehmenden Kinder keineswegs bremsen können.

Den symbolischen Spendenscheck, den Schulleiterin Barbara Jordans  während der  „Das kann ich schon“-Feier in der Aula übergab, hatte das Kollegium in den blau-gelben Farben der Ukraine gestaltet. Den Spenden betrag hielt die Rektorin  zunächst vor den Schülern und Willi Greuel geheim. „Schätzen Sie mal“, fragte sie den Vorsitzenden des Kaller Vereins. Mit seinen geschätzten 200 Euro lag Greuel dann aber ganz gewaltig daneben.

Unter den Kindern brach lauter Jubel aus, als die Rektorin den Scheck mit dem stattlichen Betrag von insgesamt 4651 Euro vorzeigte. Willi Greuel versprach, dass jeder Cent der Ukraine-Hilfe zugutekomme: „Darauf könnt Ihr Euch verlassen“.

Die Kinder hatten Buttons hergestellt.

Er berichtete von einer Aktion der Hilfsgruppe, die 2004 in der Großstadt Lviv, im westlichen Teil der Ukraine, die komplette Kinderstation des Tschernobyl-Hospitals für rund 200.000 Euro erneuert habe.

Sollte dort wieder Hilfe notwendig sein, werde die Hilfsgruppe diese wieder leisten. Man bemühe sich, Kontakt zu dem Krankenhaus zu bekommen. Derzeit gehe es aber hauptsächlich um die Unterstützung von ukrainischen Flüchtlingen im Kreis Euskirchen.

Bevor sich die Kinder in die Osterferien verabschiedeten, bedankte sich Willi Greuel sich bei Schulleiterin Barbara Jordans mit einer Urkunde der Hilfsgruppe.                                   (Reiner Züll)

Die Übergabe des Spendenschecks erfolgte während der „Das kann ich schon“-Feier in der Marmagener Grundschule. Foto: Reiner Züll

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10 Apr
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Vize-Landrat Leo Wolter: „Hut ab“

Der DKMS-Radler Benedikt Goesmann (Bild oben)  machte auf seiner 4500 Kilometer langen Rad-Tour von Paderborn nach Lissabon Station am Kreishaus in Euskirchen – Von Vize-Landrat Leo Wolter und Hilfsgruppen-Chef Willi Greuel empfangen – In wenigen  Tagen schon 50.000 Euro Spenden gesammelt – Respekt vor den Alpen – Nach Rückkehr Vortrag bei der Hilfsgruppe Eifel in Kall

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Kall/Euskirchen Er machte auf der vierten Etappe von Köln nach Bonn mit seinem Fahrrad einen Umweg über Euskirchen, wo er am Kreishaus von Vize-Landrat Leo Wolter und Willi Greuel, dem Vorsitzenden der Kaller Hilfsgruppe Eifel, empfangen wurde. Der 33-jährige Benedikt Goesmann ist seit Montag von Paderborn aus auf einer Spenden-Tour nach Lissabon. 4500 Kilometer wird der IT-Experte zurücklegen, ehe er seine für den 10. Juni geplante Ankunft am nördlichsten Teil des europäischen Festlandes erreicht.

Er macht die Gewalttour in Gedenken an seine vor zwei Jahren an Akuter Lymphatischen Leukämie (ALL) verstorbene 33-jährige Ehefrau Alicia. Auf seiner Tour sammelt er Spenden für die Unterstützung der Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS), die seit 2018 auch einen Standort in Südamerika hat, wo seine verstorbene Frau herstammte.  Unterstützt wird die Tour von der Hilfsgruppe Eifel, die sich der Bekämpfung der Leukämie seit nunmehr 30 Jahren widmet.

In der Cafeteria des Kreishauses berichtete Bededilkt Goesmann von seinem großen Vorhaben, die DKMS zu unterstützen. Willi Greuel sagte eine Spende von 5000 Euro zu. Foto: Reiner Züll

Am Kreishaus in Euskirchen traf DKMS-Radler Benjamin Goesmann am Donnerstagvormittag auf Vize-Landrat Leo Wolter und den Hilfsgruppen-Vorsitzenden Willi Greuel. Mit dem kleinen Maltester-Rüden „Bruno“, dem Hund seiner verstorbenen Frau Alicia, war Goesmann bei recht miesem Wetter in die Kreisstadt gekommen, um sein Tour-Projekt vorzustellen und die Hilfsgruppe kennenzulernen.

Vize-Landrat Leo Wolter war beeindruckt von Goesmanns Schilderung über den frühen Todes seiner an Leukämie erkrankten Ehefrau Alicia,  und der nun begonnenen Spendenfahrt des Witwers zur Bekämpfung der Leukämie. 4500 Kilometer im Fahrradsattel, um das Vermächtnis seiner Ehefrau zu erfüllen, da könne er nur sagen „Hut ab“, so Leo Wolter.

Benedikts ständiger Begleiter ist der kleine Maltester-Rüde „Bruno“. Vize-Landrat Leo Wolter war angetan von dem kleinen Hund, der einst der so früh verstorbenen Ehefrau von Benedikt Goesmann gehörte. Foto: Reiner Züll

Seit Montag sei er auf Tour, berichtete der 33-Jährige Paderborner. Auf den ersten vier Etappen habe er bei Freunden übernachten können, ebenfalls auf seiner Tour bis Straßburg. „Danach schaue ich von Tag zu Tag, wo ich nachts unterkomme. Allerdings habe er auf seiner Facebook-Seite schon Unterkunft-Angebote bekommen.

Weil er auch die englische und spanische Sprache beherrsche und auch ein wenig Französisch könne, werde es auf der zweimonatigen Fahrrad-Tour kenne Verständigungsschwierigkeiten geben. Täglich will er zwischen 80 und 90 Kilometer schaffen, wobei er großen Respekt vor der Überquerung der Alpen habe. Am 20. Juni will Goesmann das Ziel in  Cabo da Roca bei Lissabon erreicht haben. .

Das Echo auf seine Spendenfahrt sei enorm: Als er am Montag losgefahren sei, habe er sich über ein Spendenaufkommen von 17.000 Euro freuen können. Inzwischen sei die Spendensumme für die DKMS schon auf über 50.000 Euro angestiegen. Von Freunden, Bekannten, Vereinen und Firmen erfahre er große Unterstützung. Für die Hilfsgruppe Eifel sagte Willi Greuel dem Benefiz-Radler eine weitere Unterstützung in Höhe von 5000 Euro zu.

Vize-Landrat Leo Wolter (rechts) und Willi Greuel von der Hilfsgruppe Eifel (links) empfingen Benedikt Goesmann am Kreishaus in Euskirchen. Dort machte der 33-Jährige Station auf seiner 4500 Kilometer langen Spenden-Radtour nach Lissabon. Foto: Reiner Züll

Im Bistro des Kreishauses berichtete Goesmann, dass in Südamerika jeden Tag zwei Kinder an Leukämie sterben. Während die Überlebenschancen eines Leukämiekranken in Deutschland bei 80 Prozent liege, seien es in Südamerika etwa 30 Prozent. Das habe seine Gattin ändern wollen, sei aber dann selbst an der heimtückischen Krankheit verstorben.

Auf seiner langen Tour nach Lissabon will Benedikt nach jeweils fünf Tagen Radfahren zwei Tage Pause machen um Kraft zu tanken. Der Hilfsgruppe versprach er von seiner Weiterfahrt, nach seiner Rückkehr im Juni, und vor Antritt eines zweijährigen Aufenthaltes für seine Firma in  Mexiko im August, einen Vortragsabend zu halten, um über seine Erlebnisse während der 4500-Kilometer-Tour zu berichten.  (Reiner Züll)

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05 Apr
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Hilfe aus dem Nachbarkreis

Der Bürgermeister der Stadt Bedburg, Sascha Solbach, überbrachte der Hilfsgruppe die Spende höchstpersönlich – Bei Versteigerung einen Erlös von 12.000 Euro erzielt – Kreis-SPD-Chef Thilo Waasem hatte die Unterstützung für drei Organisationen im Kreis Euskirchen vorgeschlagen

 Kall/Bedburg – Der Bürgermeister der Stadt Bedburg, Sascha Solbach, war ganz schön erstaunt, als der Vorsitzende der Hilfsgruppe Eifel, Willi Greuel, ihm über die Arbeit der Hilfsgruppe berichtete. Solbach erfuhr, dass der Kaller Verein in diesem Jahr 30 Jahre alt wird und in dieser Zeit über acht Millionen Euro Spendengelder von der Eifeler Bevölkerung bekommen hat. Eine Zahl beeindruckte den Bürgermeister aus dem benachbarten Rhein-Erft-Kreis ganz besonders. Über 550.000 Euro, so erfuhr er von Willi Greuel, habe die Hilfsgruppe nach dem verheerenden Hochwasser im Juli letzten Jahres an Flutopfer in der Region gezahlt.

Bürgermeister Sacha Solbach freute sich über die Urkunde der Hilfsgruppe. Foto: Reiner Züll

Bürgermeister Sacha Solbach freute sich über die Urkunde der Hilfsgruppe. Foto: Reiner Züll

Obwohl man sich derzeit auf die Unterstützung von Flüchtlingen, die aus der Ukraine in den Kreis Euskirchen gekommen sind, konzentriere, bekomme die Hilfsgruppe, so Willi Greuel, noch immer zweckgebundene Spenden für Flutopfer. Diese würden auch an diese weitergegeben, denn noch immer sei die Unterstützung von Familien, die bei dem Hochwasser ihr Hab und Gut verloren haben, vonnöten.

Hilfsgruppen-Vorsitzender Willi Greuel (links) bedankte sich bei Bedburgs Bürgermeister Sascha Solbach (Mitte) mit einer Urkunde. Rechts SPD-Kreisvorsitzender Thilo Waasem, der die drei Eifeler Hilfsorganisationen als Spendenempfänger vorgeschlagen  hatte. Foto: Reiner Züll

Hilfsgruppen-Vorsitzender Willi Greuel (links) bedankte sich bei Bedburgs Bürgermeister Sascha Solbach (Mitte) mit einer Urkunde. Rechts SPD-Kreisvorsitzender Thilo Waasem, der die drei Eifeler Hilfsorganisationen als Spendenempfänger vorgeschlagen hatte. Foto: Reiner Züll

Auch Bürgermeister Sascha Solbach, hatte eine solche für Flutopfer zweckgebundene Spende mitgebracht. Wie er berichtete, sei die Stadt Bedburg bei der Hochwasser-Katastrophe relativ glimpflich davon gekommen. Doch die Not der Menschen in anderen Regionen habe in der Stadt eine große Welle der Hilfsbereitschaft ausgelöst. Tonnenweise seien Kleiderspenden eingegangen, von denen viele übrig geblieben seien. Diese seien später in einer großen Halle sortiert und in einer Spenden-Aktion versteigert worden,  mit dem Ziel, die Flutopferhilfe im Kreis Euskirchen finanziell zu unterstützen. Über 12.000 Euro seien zusammen gekommen, so Sascha Solbach. Die seien mit einem Betrag von jeweils 4062,63 Euro auf drei Organisationen Stark für Kinder, Eifel für Eifel und die Hilfsgruppe Eifel aufgeteilt worden.

Von seinem Parteifreund Thilo Waasem, dem Vorsitzenden der SPD im Kreis Euskirchen, hatte Solbach von der großen Not im Kreis Euskirchen und der Hochwasser-Hilfe des Kaller Vereins erfahren. Bei der Spendenüberrgabe sprach Thilo Waasem von einer beispielhaften Hilfsbereitschaft, die die Flutopfer von  der Eifeler Bevölkerung erfahren habe. Vor allem Jugendliche hätten sich durch ein großes Engagement ausgeichnet.

Das bestätigte auch Hilfsgruppen-Chef Will Greuel. Jugendliche hätten sich einfach aufgemacht, allerorts ihre Hilfe angeboten und kräftig mit angepackt. Auch viele Spenden seien von Jugendorganisationen eingegangen.

Mit einer Dankesurkunde revanchierte sich Willi Greuel bei Bürgermeister Sascha Solbach. Der versprach die Hilfsgruppe auch in Zukunft in ihrer Arbeit zu unterstützen.  (Reiner Züll)

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04 Apr
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4500 Kilometer-Radtour gegen Blutkrebs

Der heimtückischen Krankheit Leukämie den Kampf angesagt – Um den Wunsch seiner verstorbenen Ehefrau zu erfüllen, fährt Benedikt Goesmann (33) mit dem Fahrrad (Bild oben) von Paderborn nach Lissabon – Die Hilfsgruppe Eifel unterstützt die große Spendentour – Willi Greuel: „Am Donnerstag, 7. April, Ankunft am Kreishaus in Euskirchen“

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2017 heiratete Benedikt seine Alicia, die sich für Leukämiekranke in Südamerika einsetzen wollte und 2019 selbst an den Folgen der heimtückischen Krankheit verstarb.

Kall/Paderborn – Seine Frau starb 2019 im jungen Alter von 33 Jahren an Akuter Lymphatischen Leukämie (ALL). Jetzt löst der 33-jährige Benedikt Goesmann aus Altenbeken bei Paderborn das Vermächtnis seiner verstorbenen Frau ein, die Deutsche Knochenmark Spenderdatei (DKMS) im Kampf gegen die heimtückische Krankheit Leukämie in Südamerika zu unterstützen. Dort hatte er seien aus Ecuador stammende Frau Alicia 2014 bei einem Auslandssementer kennengelernt.

Die Route für seine 4500 Kilometer-Spendentour hat Goesmann in seinem Handy gespeichert.

Mit dem Fahrrad ist er Anfang April zu einer 4500 Kilometer weiten Spendentour gestartet, die am westlichsten Punkt des Festlandes Europas, in Cabo da Roca bei Lissabon endet. Dieser Punkt, so der 33-Jährige, liege Alicias Heimat am nächsten. Zwei Monate wird Goesmann mit dem Fahrrad unterwegs sein und dabei die Alpen überqueren

Ein starkes Duo: Goesmanns Maltester-Rüde „Bruno“ geht mit auf große Fahrt.

Ein starkes Duo: Goesmanns Maltester-Rüde „Bruno“ geht mit auf große Fahrt.

Die Hilfsgruppe Eifel, die seit 30 Jahren die DKMS bei der Suche nach Stammzellenspendern unterstützt, und die inzwischen über 22.000 Spendenwillige in die weltweite Datei gebracht hat, unterstützt die strapaziöse Spendenfahrt des jungen Witwers aus Altenbeken. Der absolviert die 4500-Kilometer-Tour in sechs Abschnitten. Im Verlauf des ersten Abschnitts, von Paderborn nach Straßburg, macht Goesmann auch in Euskirchen Station.

Am Donnerstag, 7. April, wird Benedikt Goesmann gegen 10.30 Uhr am Euskirchener Kreishaus erwartet und wird dort von Willi Greuel und Landrat-Stellvertreter Leo Wolter begrüßt. Willi Greuel: „Wir freuen uns aus das Treffen mit Benedikt“. Und auch Benedikt Goesmann denkt an eine Zusammenarbeit mit der Hilfsgruppe: „Wir kämpfen ja für eine gemeinsame Sache und uns verbindet der Wunsch, Blutkrebspatienten zu helfen“.

Eigentlich ist der 33-Jährige kein großer Radfahrer, doch im Gedenken an seine verstorbene Frau habe er sich zu der Tour „ride for all“ entschieden. Sein Arbeitgeber, ein Automobilzubehörliefer, bei dem Goesmann als IT-Controller tätig ist, habe ihn für drei Monate  freigestellt, damit er sein Vorhaben realisieren kann. Um möglichst viele Spenden für die DKMS zu sammeln, sucht Goesmann Kilometer-Sponsoren. Schon bevor es losgeht, kann sich der 33-Jährige über ein Spendenaufkommen von 17.000 Euro freuen. Von Freunden, Bekannten, Vereinen und Firmen erfahre er große Unterstützung.

Benedikt Goesmann geht allerdings nicht allein auf große Tour: Ständiger Begleiter wird sein Hund „Bruno“ sein, ein kleiner Malteser-Rüde, der in einem Körbchen am Lenker mitgenommen wird.

Ein Bild aus glücklichen Tagen: Benedikt Goesmann mit seiner Ehefrau Alicia, die vor zwei Jahren im jungen Alter von 33 Jahren an Akuter Lymphatischen Leukämie (ALL) verstarb. Fotos: Sandra Czok

Bei seiner über 4500 Kilometer langen Spendentour passiert Benedikt die Länder Deutschland, Österreich, die Schweiz, Liechtenstein, Italien, Frankreich ehe er nach knapp 60 Tagen im Fahrrad-Sattel die ,letzte, rund 745 Kilometer lange, Etappe von Santiago de Compostela in Spanien zum Ziel in die portugiesische Hauptstadt Lissabon antritt. Goesmann: „Auch die Route symbolisiert , wie global Leukämie bekämpft werden muss, und ein Bewusstsein für das Schicksal der Betroffenen geschaffen werden kann“.

Die gesammelten Spendengelder wir Benedikt Goesmann der DKMS überlassen, damit diese ihren 2018 in Chile etablierten Standort als Spenderdatei weiter aufbauen kann. Während in  Deutschland etwa sieben Millionen Menschen in der internationalen Spenderdatei registriert seien, seien es in Südamerika, der Heimat seiner verstorbenen Ehefrau,  nur gerade mal 80.000 Menschen.

Emotionsvoll wirbt Benedikt um Sponsoren für seine Radtour zugunsten der DKMS.

„Viele Leben junger Menschen enden dort viel zu früh“, so Benedikt Goesmann. Während ihres langen Kampfes gegen die tückische Krankheit, sei es der Wunch seiner Frau Alicia gewesen, nach ihrer Genesung für Leukämiepatienten in ihrem Heimatkontinent aktiv zu werden. Nach einer Zeit der Hoffnung habe seine Frau sich diesen Wunsch durch einen Rückfall und dem folgenden frühen Tod nicht mehr erfüllen können.

Deshalb hat sich Benedikt Goesmann die Wünsche und Träume seiner verstobenen Frau zu seinen eigenen gemacht. „Sie bedeuten für mich Motivation und Inspiration, aktive zu werden“. Im Gedenken an die Träume seiner Alicia möchte er deshalb die Arbeit der DKMS bei der Suche nach   Stammzellenspendern in Südamerika unterstützen. Denn, so Benedikt Goesmann: „Leukämie kennt keine Ländergrenzen – die Mittel, diese zu heilen, leider schon“.    (Reiner Züll)

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28 Mrz
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Ein Tagebuch aus bunten Perlen

Mut-Perlen geben krebskranken Kindern Hoffnung – Carmen und Annika Karwanska aus Eicks starten zweiten Spendenlauf für die  Hilfsgruppe Eifel – Teilnahme jetzt auch für Radfahrer – Bei der Premiere im Jahr 2020 über 17.000 Euro erzielt – Anmeldungen per Internet sind ab sofort möglich – Sponsoren gesucht

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Kall/Bonn/Eicks – Als die Hilfsgruppe Eifel vor zwei Jahren infolge der grassierenden Corona-Pandemie durch ausfallende Veranstaltungen einen erheblichen Rückgang von Spenden verkraften musste, veranstalteten Annika Karwanska und deren Mutter Carmen aus Eicks einen virtuellen Nickolaus-Spendenlauf, der den sensationellen Erlös von 17.053,45 Euro einbrachte. 1001 Läufer, Jogger und Walker aus Deutschland, Österreich und Spanien hatten es auf eine Gesamtstrecke von 9664 Kilometer gebracht. Das Geld verwendete die Hilfsgruppe für die Mitfinanzierung der Einrichtungen von 42 Eltern-Zimmern in dem neuen Familienhaus am Eltern-Kind-Zentrum der Uni-Klinik Bonn.

Organisieren den zweiten virtuellen Spendenlauf zugunsten der Hilfsgruppe Eifel: Annika (links) und Carmen Karwanska aus Eicks. Foto: Reiner Züll

Organisieren den zweiten virtuellen Spendenlauf zugunsten der Hilfsgruppe Eifel: Annika (links) und Carmen Karwanska aus Eicks. Foto: Reiner Züll

Jetzt veranstaltet das Mutter-Tochter Gespann einen virtuellen Mutperlen-Lauf, der in der Zeit vom 17. bis 19. Juni  stattfinden wird. „Das erlaufene Geld soll wie im Jahr 2020 der Hilfsgruppe Eifel zugutekommen, die damit das Mutperlen-Projekt des Bonner Förderkreises für krebskranke Kinder und Jugendliche unterstützt“, so Annika Karwanska, die vor 17 Jahren selbst an Leukämie erkrankt war und ihre schwere Erkrankung nach einer längeren Behandlung im Bonner Uniklinikum besiegt hatte.

Die bunten Mutperlen-Ketten sind immer in der Nähe der kleinen Krebspatienten. Foto: Reiner Züll

Heute ist Annika, für die „Aufgeben“ nie eine Option war, 21 Jahre alt. Sie ist und eine passionierte Läuferin, die den Köln-Marathon locker geschafft hat. Als ehemals Betroffene ist es der 21-Jährigen und deren Mutter ein großes Anliegen, auf die Wichtigkeit des Mutperlen-Projektes aufmerksam zu machen. „Es ist uns ein Herzensprojekt, welches nicht an fehlendem Geld scheitern darf“, so Annikas Mutter Carmen Karwanska.

Je nach der Therapiedauer kann die Mutperlen-Kette bis zu sechs Meter lang werden. Foto: Ann Kristin Brückner/Förderkreis Bonn

Deshalb sucht die Eickser Familie auch Sponsoren, die den Mutperlen-Lauf unterstützen. Derzeit sind Annika und Carmen Karwanska damit beschäftigt, spezielle Mutperlen für den Benefiz-Lauf in Handarbeit herzustellen. Eine Kette mit durchschnittlicher Länge erfordert Kosten zwischen 80 und 100 Euro.

Wie Annika und Carmen Karwanska selbst leidvoll erfahren haben, ist die Therapie einer Krebserkrankung für die Kinder und Jugendlichen, sehr langwierig, sehr schmerzhaft, traumatisch und belastend. Es sei daher nicht unüblich, wenn die Kinder manchmal die Geduld verlieren, oder sich notwendigen Behandlungen nur ungern unterziehen. Mutter Carmen: „Es ist erwiesen, dass Kinder besser kooperieren, wenn sie für Anstrengungen belohnt werden“. Die besagten Mut- Perlen seien da ein bewährtes Belohnungssystem während der gesamten Behandlungszeit. „Für jede Intervention bekommen die Patienten eine spezielle Perle, die diese spezielle Untersuchung symbolisiert.

Die Kinder fädeln die Perlen auf eine lange Schnur, welche sie auf Wunsch erhalten, sobald die Diagnose feststeht“, berichtet Annika Karwanska aus eigener Erfahrung. Dadurch entstehe eine persönliche Kette, deren Länge je nach der Dauer der Therapie mehrere Meter erreiche und die eine individuelle Krankengeschichte des Kindes erzähle. Karwanska: „ Sie ist ein Tagebuch aus Perlen, aus dem die Kinder Mut, Trost und Hoffnung schöpfen“. Viele Patienten würden die oft vier bis sechs Meter lange Mut-Perlen-Kette noch lange nach Abschluss der Therapie aufbewahren. „Auch kann die Kette für Eltern deren Kind verstorben ist, eine besondere Erinnerung sein“, so Annika Karwanska..

In Handarbeit stellen Carmen und Annika Karwanska derzeit Mutperlen für die krebskranken Kinder in der Bonner Klinik her. Foto: Karwanska

Die Strecke, nach deren Länge sich auch das Startgeld richtet, darf dabei beliebig gewählt werden. Angeboten sind die Distanzen beim Laufen mit fünf bis zehn Kilometer für ein Startgeld von zehn Euro, 15 und 21 Kilometer für 15 Euro. Walkern und Wanderern werden für jeweils zehn Euro Strecken von fünf und zehn Kilometer angeboten. Fahrer von Rennrädern sowie E-Biker zahlen für Strecken von 30 und 50 Kilometern eine Gebühr von zehn  Euro, Der gleiche Betrag wird für Mountainbiker (15 und 25 Kilometer) fällig.

Anmeldungen zum virtuellen Nikolaus-Lauf sind bereits seit dem 23. März über den Internet-Link www.taf-timing.de. möglich. Das Startgeld, das der Hilfsgruppe zugutekommt, wird über Sepa-Lastschrift eingezogen. Bis zum Laufende am 19. Juni um 18 Uhr müssen Zeit und Startnummer über den bei der Anmeldung zur Verfügung gestellten Link eingetragen werden. Zusätzlich sollen die Teilnehmer dort Fotos hinterlegen. Alle Zeiten werden einem Plausibilitätscheck unterzogen.

Der erste Spendenlauf im Jahr 2020 hatte der Hilfsgruppe einen Spendenbetrag von über 17.000 Euro beschert, den .Annika (links) und Carmen Karwanska dem Vorsitzenden Willi Greuel übergaben. Foto: Reiner Züll

Damit das Startgeld zu 100 Prozent an die Hilfsgruppe-Eifel gespendet werden kann, werden noch weitere Sponsoren die Aktion gesucht, so dass Nebenkosten für Startnummern, Ergebnisdokumentation, Urkunden oder Medaillen gedeckt werden können. Annika: „Das liegt uns wirklich sehr am Herzen“.

In allen Laufkategorien gibt es jeweils für die ersten drei Plätze Urkunden, Medaillen und weitere Überraschungen, wobei Männer und Frauen getrennt gewertet werden. Die Ergebnisse des Spendenlaufes sind später auf der TAF-Timing-Internetseite  einzusehen.

Für Informationen und Rückfragen zur Möglichkeit der Anmeldung stehen Carmen und Annika Karwanska, die den Perlenlauf als jährliche Veranstaltung etablieren wollen, unter 02443-7552 zur Verfügung.                                                          (Reiner Züll)

Sternchenannika@aol.com

www.taf-timing.de

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18 Mrz
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5000 Euro für die Hilfsgruppe

Der Verein von  „AXA von Herz zu Herz“ unterstützt die Hilfe für Flutopfer – Spendenpate Markus Willmes (Bild oben) überreichte den Scheck an Dieter Züll – Bei Mitarbeitern und Agenturen einen erfolgreichen Spendenaufruf gestartet  

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Kall – Mit genau 517.500 Euro hat die Hilfsgruppe Eifel in der Region  zahlreiche Opfer der schlimmen Flut im Juli vergangenen Jahres unterstützt. Nach dem Ausbruch des Krieges in der Ukraine und der damit verbundenen Flucht vieler Menschen aus den  Kriegsgebieten widmet sich die Hilfsgruppe jetzt der Unterstützung von Flüchtlingen, die aus der Ukraine in den Kreis Euskirchen geflüchtet sind.

Eine der letzten Flutopfer-Spenden in Höhe von 5000 Euro übergab jetzt der Spendenpate Markus Willmes vom Verein „AXA von Herz zu Herz e.V.“ an Flutopfer-Helfer Dieter Züll von der Hilfsgruppe Eifel. Die Übergabe erfolgte in Kall, wo die Hilfsgruppe in den letzten Monaten zahlreiche Flutopfer mit Soforthilfen unterstützt hat.

Über 5000 Euro war der 5000 Euro vom Verein „Axa von Herz zu Herz“ ausgestellt. Foto: Reiner Züll

„Die immensen Schäden, die das Hochwasser vielerorts angerichtet hat, haben uns schockiert“, berichtete Markus Willmes. Deshalb habe der Verein „AXA von Herz zu Herz“, ein sozialer Verein der AXA-Versicherung,  einen Spendenaufruf unter den AXA-Mitarbeitern und Agenturen gestartet und eine große Spendenbereitschaft erfahren. Aus einer Vielzahl von Vorschlägen der Mitarbeitenden habe AXA von Herz zu Herz Spenden-Empfänger ausgesuchte, die der Verein aufgrund seiner Satzung unterstützen könne.

Die Hilfsgruppe Eifel wurde von Markus Willmes, der bei AXA in Köln  beschäftigt ist, als spendenwürdig vorgeschlagen. Im Auftrag des Vereins übergab Willmes jetzt die Spende von 5000 Euro, die zur Abdeckung der entstandenen Kosten für die Anschaffung von Heizöfen und Baumaterial für Flutopfer Verwendung finden werden.                                 (Reiner Züll)

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14 Mrz
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Landes-Polizeiorchester konzertiert in Hellenthal

Am 22. Mai gastiert das Ensemble (Bild oben) in der Grenzlandhalle in  Hellenthal – Bereits zum elften Mal für die Hilfsgruppe Eifel – Landrat Markus Ramers agiert erstmals als Schirmherr der beliebten Veranstaltung – Der Kartenvorverkauf beginnt am 11. April

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Kall/Hellenthal – Zwei Jahre mussten die Eifeler Musikliebhaber auf das traditionelle und beliebte Neujahrskonzert des Landespolizeiorchesters NRW verzichten. Infolge der Corona-Pandemie konnten die Musiker um ihren Dirigenten Scott Lawton keine Konzerte geben. Die konzertlose Zeit soll nun ein Ende haben.

Nach zwangsläufigen Absagen in den Jahren 2021 und 2022 werden die Polizeimusiker jetzt statt des traditionellen Neujahrskonzertes im Januar nun am Sonntag, 22. Mai ein Frühlingskonzert zugunsten der Hilfsgruppe geben. Weil der Kursaal in Gemünd infolge der Flutkatastrophe im Juli letzten Jahres noch nicht zur Verfügung steht, findet das Konzert in  der Grenzlandhalle in Hellenthal statt. Es ist das elfte Konzert der NRW-Polizeimusiker zugunsten der Kaller Kinderkrebshilfe. Alle zehn Konzerte waren bis auf den letzten Platz ausverkauft.

Bei allen bisherigen zehn Konzerten der NRW-Polizeimusiker war der Gemünder Kursaal voll besetzt. In diesem Jahr findet das Konzert in der Hellenthaler Grenzlandhalle statt. Foto: Reiner Züll

Bei den bisherigen zehn Benefiz-Neujahrskonzerten haben die Polizeimusiker über 40.000 Euro für die Hilfsgruppe eingespielt. Dafür, so Willi Greuel, sei man dem Ensemble sehr dankbar. Dankbar sei er auch der Gemeinde Hellenthal, die nach dem Ausfall des Gemünder Kurhauses als Konzert-Veranstaltungsort die Grenzlandhalle sofort zur Verfügung gestellt habe.

Auch bei der elften Auflage des Polizeikonzertes rechnen Hilfsgruppen-Vorsitzender Willi Greuel mit einem ausverkauften Haus. Deshalb weist Greuel schon jetzt auf den Kartenvorverkauf hin, der am 11. April beginnt. Erfahrungsgemäß gebe es an der Abendkasse keine Karten mehr.

Das Landespolizeiorchester NRW ist mit rund 40 uniformierten Spitzenmusikern besetzt. Foto: LPO NRW

Die Besucher erwartet in Hellenthal ein Konzert der Spitzenklasse, bei dem  das Profi-Ensemble in Polizeiuniform Werke bekannter Komponisten zu Gehör bringt. Dirigent Scott Lawton dirigiert nicht nur das Ensemble in hervorragender Weise, er zeichnet sich auch jedes Mal als wortgewandter Moderator aus. Lawton freut sich ganz besonders auf das Konzert, denn er weiß, dass er vor vollem Haus auf der Bühne steht und das dankbare Eifeler Publikum nicht mit Beifall geizt. Deshalb hat das Orchester auch schon die Zusage für das 12. Neujahrskonzert im Januar 2023 gegeben.

Das jetzige Konzert am 22. Mai beginnt um 17 Uhr, Einlass ist um 16 Uhr. Die Eintrittskarten kosten im Vorverkauf 15 Euro, an der Tageskasse 18 Euro. Voraussichtlich wird es an der Tageskasse jedoch keine Tickets mehr geben.

Karten im Vorverkauf sind ab dem 11. April erhältlich in Hellenthal im Fotogeschäft Hanf (Kölner Straße 45), in Kall in der Buchhandlung Pawlik (Bahnhofstraße 7), in Gemünd im Nationalpark-Infopunkt (derzeit Dreiborner Straße 59 neben der VR-Bank), in Schleiden im Schuhhaus Müller (Vorburg 5), in Mechernich bei Bücher Schwinning (Dr. Felix Gehardus Straße 11) und im Internet unter Tickets.hilfsgruppe-eifel.de.

(Reiner Züll)

Dirigent Scott Lawton

Schon zehn Konzerte hat das Landespolizeiorchester NRW für die Hilfsgruppe Eifel gegeben. Das Ensemble leistet einen wichtigen Beitrag zur Öffentlichkeitsarbeit der Polizei in NRW. Mit seinem vielfältigen Repertoire schlägt das Orchester als Bindeglied zwischen der Bevölkerung und der Polizei eine Brücke zu den unterschiedlichen Zielgruppen. Es fördert mit der Musik die Vertrauensbildung und die Vermittlung der polizeilichen Anliegen.

Seit 2005 ist Scott Lawton Dirigent des Landespolizeiorchesters NRW. Der 61-jährige amerikanische Pianist und Dirigent wurde in New Castle (Pennsylvania) geboren und kann heute auf eine steile Karriere als Musiker und Orchesterleiter zurückschauen. Nach seinem Studium als Dirigent am Oberlin College und an der University of Cincinnati .

Dirigent Scott Lawton (rechts), ein Meister seines Fachs, konzertiert am 22. Mai mit seinem Ensemble zum elften Mal zugunsten der Hilfsgruppe Eifel. Dieses Mal findet das Konzert in der Hellenthaler Grenzlandhalle statt. Foto: Reiner Züll

Nach Engagements an den Stadttheatern Bielefeld und Trier kam er in die österreichische Hauptstadt, wo er am Theater an der Wien und im Raimund-Theater „Phantom der Oper“, „Les Misérables“ und „42nd Street“ dirigierte. Im gleichen Zeitraum leitete er auch an der Wiener Kammeroper „Hochzeit des Figaro“ und „Rigoletto“. Es folgte ein mehrjähriges Engagement ans Saarländische Staatstheater als Kapellmeister, wo er eine Vielzahl von Opern, Operetten und Musicals dirigierte.

1999 begann er seine Zusammenarbeit mit dem Deutschen Filmorchester Babelsberg. Als Chefdirigent hat er mit dem Orchester zahlreiche Filmsoundtracks eingespielt. Lawton leitet regelmäßig Livefilm-Konzerte zu den berühmtesten Stummfilmen von Chaplin, Hitchcock und Fritz Lang (Metropolis und Dr. Mabuse).  Das Babelsberger Orchester präsentiert unter seiner Leitung viele ungewöhnliche Crossover-Programme. Er dirigiert das Filmorchester bei der alljährlichen Jose Carreras Gala, die jeweils im Dezember ausgestrahlt wird.

Seit 2004 ist Lawton auch musikalischer Leiter bei den Gandersheimer Domfestspielen. In den letzten fünf Jahren leitete er unter anderem Aufführungen  der Zauberflöte, der Dreigroschenoper, von Orpheus in der Unterwelt, der Fledermaus, von La cage aux folles und der The Rocky Horror Show.  Für die bekannten Domfestspiele hat Scott Lawton auch Bühnenmusiken zu „Zauberer von Oz“ und „Michel aus Lönneberga“ komponiert.

www.scott-lawton.de

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14 Mrz
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Dritte Oldie-Nacht erneut abgesagt

Die Flutschäden im und am Jugendgästehaus in Dalbenden sind so groß, dass sie bis Juni nicht ganz beseitigt werden können – In den vergangenen Jahren lockte die Oldienacht (Bild oben) bis zu 2000 Fans an – Auch das beliebte Familienfest muss auf nächstes Jahr verschoben werden

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Kall – Im nun mehr dritten Jahr in Folge muss die Hilfsgruppe Eifel die beliebte Oldienacht am 10. Juni und das große Familienfest am 12. Juni dieses Jahres auf dem Gelände des Jugendgästehauses Dalbenden in Urft erneut absagen.

Bedauern die erneute Absage: Hilfsgruppen-Chef Willi Greuel (links) und Hausherr Jürgen Augsten. Foto: Reiner Züll

War es in den letzten beiden Jahren die Corona-Pandemie, die zu den Absagen führte, so sind es in diesem Jahr die schlimmen Folgen der Flutkatastrophe im Juli vergangen Jahres. Hilfsgruppen-Vorsitzender Willi Greuel und Jugendgästehaus-Hausherr Jürgen Augsten bedauern die erneue Absage der Kultveranstaltung, die in  der Vergangenheit bis zu 2000 Fans in den Park von Haus Dalbenden lockte. Doch auch im Park selbst hat die Flut derart stark gewütet, dass eine Wiederhestellung noch eine zeitlang in Anspruch nehmen wird.

Auch das beliebte Familienfest muss auf das nächste Jahr verschoben werden. Foto: Reiner Züll

Die dritte Oldienacht muss nun deshalb auch zum dritten Mal abgesagt werden. Die Räumlichkeiten und die Infrastruktur im Gebäude sowie auch das Außengelände am Jugendgästeaus trugen durch die verheerende Flut derart schwer Schäden davon, deren Beseitigung bis zum Termin  von Oldienacht und Familienfest im Juni nicht realisiert werden können.

 „Wir hätten den Menschen in unserer Region so gerne in dieser schwierigen Zeit etwas Freude und Unterhaltung geboten, um auf andere Gedanken zu kommen“, bedauert Hilfsgruppen-Vorsitzender Willi Greuel den unumgänglichen Entschluss der Absage.Für die Hilfsgruppe bedeutet die erneute Absage auch ein erheblicher finazieller  Verlust. „Das tut uns sehr weh“, so Willi Greuel.

Die Hilfsgruppe halte auch in den nächsten Jahren am Jugendgästehaus als Veranstaltungsort in Urft fest. Die nächste Oldienacht finde jetzt dort am Freitag, 18. Juni 2023 statt, das traditionelle Familienfest starte zwei Tage später am Sonntag, 18. Juni 2023.  (Reiner Züll)

Rund 200 Fans waren in den Vorjahren begeisterte Zuhörer bei der Eifeler Oldienacht im Park des Urfter Jugendgästehauses Dalbenden. Weil die Flutschäden noch immer sehr groß sind musste die dritte Oldienacht im Juni erneut abgesagt werden. Foto. Rein er Züll

Rund 200 Fans waren in den Vorjahren begeisterte Zuhörer bei der Eifeler Oldienacht im Park des Urfter Jugendgästehauses Dalbenden. Weil die Flutschäden noch immer sehr groß sind muss die dritte Oldienacht im Juni dieses Jahres erneut abgesagt werden. Foto. Rein er Züll

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08 Mrz
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Erneute Hilfe von Procter & Gamble

Große Unterstützung für das Ukraine-Flüchtlingsprojekt der Kaller Hilfsgruppe Eifel – Die Belegschaft des Euskirchener Stadtortes spendete knapp 600 Euro – Das Unternehmen selbst stellte drei Paletten Pampers-Windeln für den Transport ins Krisengebiet zur Verfügung

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Kall/Euskirchen – Die Belegschaft und die Leitung der in Euskirchen ansässigen Procter & Gamble (P&G) Manufacturing GmbH unterstützen den Einsatz der Hilfsgruppe Eifel für Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine, die im Kreis Euskirchen Schutz suchen. „Das Unternehmen ist seit vielen Jahren ein zuverlässiger Unterstützer unserer Arbeit“, freute sich Hilfsgruppen-Vorsitzender Willi Greuel, als er jetzt in Euskirchen eine weitere Spende entgegennehmen konnte.

Im Namen der Euskirchener P&G-Belegschaft und des Betriebsrates übergab Timo Litzbarski eine Spendenbox mit 585 Euro an Willi und Kathi Greuel. Das Geld sei von Mitarbeitern bei Weihnachtsfeiern und Team-Veranstaltungen vor der Corona-Pandemie gesammelt worden, berichtete Timo Litzbarski. Dem Betriebsrat sei es ein besonderes Anliegen, die Projekte der Hilfsgruppe Eifel in der Region Euskirchen zu unterstützen.

Am Euskirchener Standtort von Procter & Gamble übergab Betriebsrat Timo Litzbarski (Mitte) eine Spendenbox mit 885 Euro an Willi und Kathi Greuel von der Hilfsgruppe Eifel. Foto: P&G/Hilfsgruppe Eifel

Am Euskirchener Standtort von Procter & Gamble übergab Betriebsrat Timo Litzbarski (Mitte) eine Spendenbox mit 885 Euro an Willi und Kathi Greuel von der Hilfsgruppe Eifel. Foto: P&G/Hilfsgruppe Eifel

Doch nicht nur die Belegschaft überraschte die Hilfsgruppe mit der Spende von fast 600 Euro. Das Unternehmen selbst stiftete der Hilfsgruppe drei Paletten Pampers-Windeln, die mit weiteren Hygiene-Artikeln im Zuge eines Hilfstransports ins Krisengebiet in die Ukraine geschafft werden.

Betriebsrat Timo Litzbarski konnte Willi Greuel noch eine weitere gute NachrichtIch des Unternehmens überbringen, das das soziale Engagement des Betriebsrates und die ehrenamtliche Arbeit der Hilfsgruppe durch eine weitere Spende unterstützen möchte. P&R, so Litzbarski, unterstütze derzeit Hilfsmaßnahmen in Zentraleuropa  mit wichtigen Produktspenden für Hygiene und Gesundheit sowie mit  Pampers-Windeln.

Unter anderem unterstütze die Firma auch das gemeinnützige Sozialunternehmen Innatura mit regelmäßigen großen Sachspenden. Gemeinnützige Organisationen, wie zum Beispiel auch die Hilfsgruppe Eifel, könnten somit bei Innatura genau die Produkte bestellen, die sie für ihre Hilfsaktionen benötigen.

Die Empfänger zahlen für die angeforderten Produkte lediglich eine geringe Vermittlungsgebühr (in der Regel zwischen 5 und 20 Prozent des Warenwertes). Eine Firmensprecherin: „Wir möchten die Arbeit der Hilfsgruppe Eifel auch dadurch unterstützen, indem wir die Vermittlungsgebühren in Höhe von 100 Euro übernehmen“. Dadurch ermögliche P&G der Hilfsgruppe eine größere Bestellung bei dem Sozialunternehmen, ohne dass für den Verein irgendwelche Kosten entstehen.   (Reiner Züll)

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03 Mrz
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Hilfe für Flüchtlinge aus der Ukraine

Um Spenden wird gebeten – Der folgenchwere Krieg beschäftigt auch die Hilfsgruppe Eifel – Willi Greuel (Bild oben) besorgt: „Wir schlittern von einer Katastrophe in die andere“ – Auch im  Kreis Euskirchen wird Hilfe dringend nötig sein – „Da kommt viel Leid auf uns zu“ – 2004 in Lviv in der Ukraine die Kinderstation des Tschernobyl-Hospitals für 200.000 Euro saniert – Der Kaller Verein hat seit Juli letzten Jahres Flutopfer in der Region mit 517.5000 Euro unterstützt

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Kall – Willi Greuel, Vorsitzender Hilfsgruppe Eifel, ist bestürzt über die Heftigkeit des  Krieges in der Ukraine, dessen Folgen sich nun auch bis in den Kreis Euskirchen hinein auswirken. Erste Flüchtlinge aus dem geschundenen  Land, in dem die Hilfsgruppe bis 2005 mehrere Hilfsprojekte in Kliniken realisiert hat, seien bereits im Kreis Euskirchen angekommen. „Wir werden hier helfen, wo Hilfe benötigt wird“, sagte Willi Greuel gestern Nachmittag: „Schnell und unbürokratisch auf Hilfsgruppen-Art“.  Dabei hofft er auf die Unterstützung der Eifeler Bevölkerung.

Hilfsgruppen-Chef Willi Greuel (Mitte) bei einem Besuch auf der Kinderstation des Tschernobyl-Hospitals in Lviv. Dunkle Flure und marode Kinderzimmer veranlassten die Hilfsgruppe, die Kinderstation für rund 200.000 Euro komplett zu sanieren. Foto: Reiner Züll

Hilfsgruppen-Chef Willi Greuel (Mitte) bei einem Besuch auf der Kinderstation des Tschernobyl-Hospitals in Lviv. Dunkle Flure und marode Kinderzimmer veranlassten die Hilfsgruppe, die Kinderstation für rund 200.000 Euro komplett zu sanieren. Foto: Reiner Züll

„Wir schlittern von einer Katastrophe in die andere“ klagte der Hilfsgruppen-Chef. Nach Corona-Pandemie und der Flutkatastrophe im vergangenen Jahr müsse man jetzt den Flüchtlingen  aus der Ukraine beistehen. Deshalb habe man sich kurzfristig entschlossen, die Fluthilfe zu beenden um den Flüchtlingen  helfen  zu können. Mit genau 517.500 Euro, so Willi Greuel, habe die Hilfsgruppe zahlreiche Flutopfer in der Region unbürokratisch unterstützt. Dies habe die große Unterstützung und Spendenbereitschaft der Eifeler Bevölkerung möglich gemacht.

"Da kommt viel Leid auf uns zu": Willi Greuel sorgt sich um Flüchtlinge aus der Ukraine. Foto: Reiner Züll

„Da kommt viel Leid auf uns zu“: Willi Greuel sorgt sich um Flüchtlinge. Foto: Reiner Züll

Auf diese Unterstützung hofft Willi Greuel nun wieder. Es sind hauptsächliche Frauen mit Kindern, die allein aus der Ukraine flüchten mussten, weil die Ehemänner und Väter zum Dienst an der Waffe verpflichtet sind. „Da kommt viel Leid auf uns zu“, weiß der Hilfsgruppen-Vorsitzende, der selbst in der Ukraine war und dort Land und Leute kennen gelernt hat.

Die Hilfsgruppe will nun einspringen, wenn medizinische oder allgemeine Hilfe notwendig wird. Und davon könne man ausgehen. Man wolle hier im Kreis Euskirchen vor Ort helfen. „Da können wir dran sehen und wir sind sicher, dass die Hilfe auch dort hingeht, wo sie erforderlich ist“. Man werde von Fall zu Fall entscheiden, wie man es auch im Zuge der Flutopfer-Hilfe erfolgreich praktiziert habe.

Das Tschernobyl-Hospital in der ukrainischen Stadt Lviv, in dem die Hilfsgruppe Eifel die Kinderstation sanierte. Foto: Reiner Züll

Das Tschernobyl-Hospital in der ukrainischen Stadt Lviv, in dem die Hilfsgruppe Eifel die Kinderstation sanierte. Foto: Reiner Züll

Die Hilfsgruppe macht sich auch Sorgen um die ukrainische Bevölkerung und medizinische Einrichtungen im Lande selbst. In den Jahren  2003 und 2004 hat die Gruppe um den Vorsitzenden Willi Greuel dort einige Projekte realisiert. In der Folgezeit haben bekannte Ärzte in einer Klinik in Truskawetz mehrere schwer kranke Kinder aus der Eifel therapiert.

Der weltweit anerkannte ukrainische Neurologe Professor Vladimyr Kozijavkin half Kindern aus der Eifel. Foto: Reiner Züll

Der weltweit anerkannte Neurologe Professor Vladimyr Kozijavkin half Kindern aus der Eifel. Foto: Reiner Züll

Es war der weltweit anerkannte Mediziner Dr. Wolodymyr Kozijavkin, der zwei Kinder aus dem Kreis Euskirchen mit frühkindlichen Gehirnschäden erfolgreich behandelte. Viele Eifeler spendeten damals Geld für die Finanzierung der Behandlung der damals drei- und fünfjährigen Kinder aus der Gemeinde Nettersheim.

In der Folgezeit schickte die Hilfsgruppe weitere Kinder zu dem bekannten Neurologen, der lange Zeit Chefarzt und Direktor des Reha-Zentrums „Elita“ in Lviv war und der später das Reha-Zentrum, in dem auch Deutsch gesprochen wird, in Truskawetz gründete.

Mit Klinik-Chef Professor Dr. Mendjuk Aleksander (links) besprach die Hilfsgruppe 2004 die Hilfe für das Tschernobyl-Hospital in Lviv.  Rechts Willi Greuel Foto: Reiner Züll

Mit Klinik-Chef Professor Dr. Mendjuk Aleksander (links) besprach die Hilfsgruppe 2004 die Hilfe für das Tschernobyl-Hospital in Lviv. Rechts Willi Greuel Foto: Reiner Züll

Willi Greuel (rechts) und Kurt Engels beim Vorgespräch mit dem Vize-Direktor der Kozijavkin-Klinik, Stepan Gordijewytsch (links) und dem Reflexologen Nikolaj Kasjanenko. Foto: Reiner Züll

Mehrmals besuchten Mitglieder der Hilfsgruppe die Klinik. Bei einem der Besuche erfuhren sie von unhaltbaren Zuständen in der Kinderklink des Tschernobyl-Hospitals in Lviv. Willi Greuel und seine Mitstreiter änderten spontan ihr Programm und besichtigten die Kinderstation im Tschernobyl-Hospital, wo sie zusammen mit dem Chefarzt der Klinik, Professor Dr. Mendjuk Aleksander, mögliche Lösungen und Hilfen besprachen.

Bei einem abendlichen Beisammensein der Eifeler Hilfsgruppen-Delegation fiel die Entscheidung, ein ursprünglich geplantes Projekt einer Tagespflegestation fallen zu lassen, und die völlig marode Kinderstation des Hospitals in Lviv zu sanieren. Rund 200.00 Euro investierte die Hilfsgruppe für die kindergerechte Kompletterneuerung und Modernisierung der Station. In der Hilfsgruppe hofft man nun, dass diese Hilfe nicht umsonst war, der Krieg bald ein Ende hat und dass das Tschernobyl-Hospital in der Stadt Lviv und auch die moderne Reha-Klinik in Truskawetz durch den Krieg keinen Schaden nehmen.                                                                       (Reiner Züll)

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Bei der Kreissparkasse hat die Hilfsgruppe ein Spendenkonto eingerichtet. Wer der Flüchtlingshilfe für Ukrainer unterstützen möchte kann dies mit einer Spende auf das Konto

(IBAN DE17 3825 0110 0004 4444 44)

unter dem Stichwort Ukraine tun

Mehrmals besuchten Mitglieder der Hilfsgruppe die Klinik. Bei einem der Besuche erfuhren sie von unhaltbaren Zuständen in der Kinderklink des Tschernobyl-Hospitals in Lviv. Foto: Reiner Züll

Mehrmals besuchten Mitglieder der Hilfsgruppe die Klinik. Bei einem der Besuche erfuhren sie von unhaltbaren Zuständen in der Kinderklink des Tschernobyl-Hospitals in Lviv. Die Reha-Klinik, in der auch Deutsch gesprochen wird, ist eine der modernsten Einrichtungen dieser Art in der Ukraine. Foto: Reiner Züll

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