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13 Apr
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Oldienacht ist erneut abgesagt

Covid 19-Fallzahlen noch zu hoch – Die Veranstaltung mit der britischen Kultband „The Sweet“ (Bild oben) ist unter Corona-Bedingungen undenkbar – Willi Greuel: „Das tut richtig weh“ – Auch das Familienfest ist um ein Jahr verschoben worden – Hilfsgruppe hegt Hoffnung, dass das Oktoberfest und die Christmas-Show mit der Bundeswehr-Bigband möglich sind

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Kall – „Das tut richtig weh“, konstatiert Willi Greuel, der Vorsitzende der Hilfsgruppe Eifel, nachdem die für den 18. Juni geplante dritte Oldienacht, die eigentlich schon letztes Jahr im Juni hätte stattfinden sollen, wegen der Corona-Pandemie erneut abgesagt werden musste. Gleiches, so Greuel, gelte auch für das große Familienfest, das zwei Tage später im Park des Urfter Jugendgästehauses über die Bühne gehen sollte.

Die Oldienächte der Hilfsgruppe Eifel sind seit nunmehr 24 Jahren ein großes Publikumsmagnet. Umso bedauerlicher ist jetzt die erneute Absage wegen der Corona-Pandemie. Foto: Reiner Züll

Die Oldienächte der Hilfsgruppe Eifel sind seit nunmehr 24 Jahren ein großes Publikumsmagnet. Umso bedauerlicher ist jetzt die erneute Absage wegen der Corona-Pandemie. Foto: Reiner Züll

Nachdem die Corona-Fallzahlen weiterhin eine steigende Tendenz zeigen, entschlossen sich die Oldienacht-Organisatoren schweren Herzens, die beliebte Kultveranstaltung mit 23-jähriger Tradition sowie den ebenfalls beliebten Familientag auch in diesem Jahr abzusagen. „Unter Pandemie-Bedingungen sind diese Veranstaltung nicht durchzuführen, was wir sehr bedauern“, so Willi Greuel. Derzeit sei nicht absehbar, wie sich die Pandemie trotz Testen und Impfung entwickele. Auf keinen Fall wolle man die Gesundheit der Besucher gefährden.

Bedauert die erneute Absage der dritten Eifeler Oldienacht: Hilfsgruppen-Vorsitzender Willi Greuel. Foto: Reiner Züll

Bedauert die erneute Absage der dritten Eifeler Oldienacht: Hilfsgruppen-Vorsitzender Willi Greuel. Foto: Reiner Züll

Der Hilfsgruppe gehe es nicht nur um die fehlenden Erlöse aus diesen Veranstaltungen, sondern auch um die fehlenden sozialen Kontakte. Willi Greuel: „Wir machen mit unseren Kulturveranstaltungen den Menschen eine große Freude und gewinnen dadurch immer wieder neue Freunde und Unterstützer unserer umfangreichen Hilfsarbeit. Alles das fehlt und wir vermissen es sehr“.

Leider muss auch der große Familientag in Juni, bei dem die Kinder im Mittelpunkt stehen, abgesagt werden. Foto: Reiner Züll

Die nun zweimal abgesagte dritte Eifeler Oldie-Nacht soll nun am Freitag, 10. Juni, nächsten Jahres im Park des Urfter Jugendgästehauses stattfinden. Das Orga-Team werde versuchen, dem Publikum das gleiche Programm, wie es für dieses Jahr geplant war, anbieten zu können.

Es soll eine ganz besondere Oldienacht werden, bei der die englische Kultband „The Sweet“ mit dem Urgestein Andy Scott als Topact vorgesehen ist. Für die Kultveranstaltung im Park des Gästehauses ist ein fünfstündiges Musikprogramm zusammengestellt worden, das in der Eifel seinesgleichen sucht. Die für dieses Jahr geplanten Bands, darunter auch Europas beste Rolling Stones Tribut-Band “Voodoo Lounge”, haben bereits signalisierrt, im nächsten Jahr bei der Oldienacht in Urft dabei zu sein.

 

Auf Juni nächsten Jahres verschoben ist nun auch der Familientag im Park des Urfter Jugendgästehauses mit vielen Spielangeboten für Kinder. Foto: Reiner Züll

Willi Greuel: “Wir pflegen mit vielen der Bands, die gerne zu uns in die Eifel kommen freundschaftliiche Beziehungen, so dass man sich immer beiderseits iauf ein Widersehen freut”.

Das Eifeler Familienfest, mit dem sich die Hilfsgruppe bei der Bevölkerung für die große Unterstützung bedanken möchte, ist dann zwei Tage nach der Oldienacht, für Sonntag, 12. Juni geplant. Alle Veranstaltungen der Hilfsgruppe im nächsten Jahr stehen im Zeichen des 30-jährigen Bestehens des Vereins.

Während Oldienacht und Familientag abgesagt sind, rechnet die Hilfsgruppe damit, dass dieses Jahr das Oktoberfest des Schmalzler-Fanclubs am Freitag, 8. Oktober, in Lorbach stattfinden kann. Ebenfalls die zweitägige Christmas-Show am 16. und 17. Dezember mit der Bigband der BW und Markus Maria Profitlich im Kulturkino Vogelsang     

Willi Greuel hofft, dass diese Veranstaltungen wieder in der gewohnten Form stattfinden können. „Das ist unser größter Wunsch“, so der Vorsitzende.          (Reiner Züll)

Auch „The Sweet“ sollten bei der dritten Eifeler Oldienacht mit dabei sein. Die Hilfsgruppe hofft, dass die britische Kultband im nächsten Jahr in die Eifel kommt. Foto: Sweet-Presse

Auch „The Sweet“ sollten bei der dritten Eifeler Oldienacht mit dabei sein. Die Hilfsgruppe hofft, dass die britische Kultband im nächsten Jahr in die Eifel kommt. Foto: Sweet-Presse

 

 

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19 Mrz
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2000 Euro als Erlös der virtuellen Karnevalssitzung

Der Mechernicher Eventmanager Claus Helfen (Bild oben) übergab der Hilfsgruppe die närrische Spende – Einige hundert User  hatten sich  am Karnevalssonntag den Jeckenmarathon im Internet angesehen – Willi Greuel: “Tolle Aktion”

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Der Bürgermeister der Stadt Hürth, Dirk Breuer (rechts), war Schirmherrschaft über den närrischen Stream. Eventmanager Claus Helfen (links) hatte die Aufzeichnung der virtuellen in der Gleueler Festhalle Sitzung professionell organisiert. Foto: Reiner Züll

Der Bürgermeister der Stadt Hürth, Dirk Breuer (rechts), war Schirmherrschaft über den närrischen Stream. Eventmanager Claus Helfen (links) hatte die Aufzeichnung der virtuellen Sitzung in der Gleueler Festhalle professionell organisiert. Foto: Reiner Züll

Kall/Hürth – Weil der Sitzungs-Karneval in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie ausgefallen war, hatte der Mechernicher Eventmanager im Februar zugunsten der Hilfsgruppe Eifel eine virtuelle Sitzung mit bekannten Kölner Kräften organisiert, die am Abend des Karnevalssonntags als kostenloses Streaming im Internet zu sehen war. Während der Sitzung, die in der Festhalle der Roten Funken Gleuel aufgezeichnet worden war, hatte Helfen um Spenden für die Hilfsgruppe gebeten.

Am Donnerstag konnte der Vorsitzende der Hilfsgruppe, Willi Greuel, in Mechernich von Claus Helfen einen Spendenscheck über 2000 Euro entgegen nehmen.

Für den närrischen Sitzungs-Stream zugunsten der Hilfsgruppe Eifel war die Festhalle in Hürth-Gleuel in ein Fernsehstudio verwandelt worden. Foto: Reiner Züll

Für den närrischen Sitzungs-Stream zugunsten der Hilfsgruppe Eifel war die Festhalle in Hürth-Gleuel in ein Fernsehstudio verwandelt worden. Foto: Reiner Züll

Viele hundert User schauten sich im Internet die fast vierstündige Sitzung an, in der sich Karnevals-Spitzenkräfte wie zum Beispiel Jupp Mendt (Der kölsche Schutzmann), der Redner Martin Schopps, der Bauchredner Peter Kerscher mir seiner rotzfrechen Kuh Dolly, das Kölner Sänger-Urgestein King Size Dick und die Erfolgsband „De Boore“ für die Hilfsgruppe ins Zeug gelegt hatten. Auch die sieben Tanzpaare der Karnevalsgesellschaften aus dem Stadtgebiet von Hürth hatten mitgewirkt. Der Bürgermeister der Stadt Hürth, Dirk Breuer, hatte sogar die Schirmherrschaft über die Benefiz-Sitzung übernommen. Am Ende kamen Spendengelder von insgesamt 1621,44 Euro zusammen. Diesen Betrag stockte Claus Helfen runde 2000 Euro auf, die er nun am Bergmannsbrunnen auf dem Mechernicher Marktplatz an Willi Greuel übergab. „Eine tolle Aktion“ bedankte sich Willi Greuel bei Claus Helfen, der in der Vergangenheit auch die Karnevalsvereine in der Stadt Zülpich unterstützt hat.                                                        (Reiner Züll)

Der Spendenscheck über 2000 Euro von Eventmanager Claus Helfen. Foto: Reiner Züll

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16 Mrz
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100.000 Euro für die DKMS

Die Hilfsgruppe Eifel unterstützt die Suche der Deutschen Knochenmark Spenderdatei nach Stammzellenspendern mit großem Geldbetrag – Übergabe der Spende (Bild oben) im Kreishaus – Landrat Markus Ramers: „Es ist wichtig, auch in  Zeiten der Corona-Pandemie auf das Thema Leukämie aufmerksam zu machen“ – Knochenmark-Empfänger Max: „Ich bekomme jetzt noch Gänsehaut, wenn ich an die Aktion der Hilfsgruppe zurückdenke“

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Im Sitzungssaal des Kreishauses berichteten die Hilfsgruppe und die DKMS vor derSpendenübergabe über ihre Arbeit. Foto: Reiner Züll

Im Sitzungssaal des Kreishauses berichteten die Hilfsgruppe und die DKMS vor derSpendenübergabe über ihre Arbeit. Foto: Reiner Züll

Kreis Euskirchen/Kall – Einen besseren Start in die Woche hätten sich Sabine Hildebrand und Konstanze Burkard von der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) nicht wünschen können. Im Euskirchener Kreishaus übergaben Vertreter der Hilfsgruppe Eifel ihnen eine Spende von 100.000 Euro. Dieses Geld soll der DKMS als finanzielle Hilfe bei der weiteren Suche nach Knochenmarkspendern dienen.

Zur Übergabe der Spende hatte der Vorsitzende der Hilfsgruppe, Willi Greuel, bewusst das Kreishaus gewählt. Die Kreisverwaltung, so Hilfsgruppen-Schatzmeister Helmut Lanio, sei das Herz des Kreises Euskirchen. Der ehemalige Landrat Günter Rosenke sei der Hilfsgruppe seit vielen Jahren verbunden, und auch Rosenkes Nachfolger Markus Ramers sei ein großer Unterstützer der Kaller Kinderkrebshilfe, so Greuel.

Die Hilfsgruppe Eifel übergab im Kreishaus in Euskirchen eine Spende von 100.000 Euro an die DKMS. Unser Bild zeigt von links: Hilfsgruppenvotsitzender Willi Greuel, Landrat Markus Ramers und Ex-Landrat Günter Rosenke, der ein großer Unterstützer und Fan der Kaller Kinderkrebshilfe ist. Foto: Reiner Züll

Die Hilfsgruppe Eifel übergab im Kreishaus in Euskirchen eine Spende von 100.000 Euro an die DKMS. Unser Bild zeigt von links: Hilfsgruppenvotsitzender Willi Greuel, Landrat Markus Ramers und Ex-Landrat Günter Rosenke, der ein großer Unterstützer und Fan der Kaller Kinderkrebshilfe ist. Foto: Reiner Züll

An der Übergabe des ungewöhnlich hohen Spendenbetrages an die Direktorin der DKMS-Spendenneugewinnung, Konstanze Burkard, nahmen sowohl Landrat Markus Ramers als auch dessen Vorgänger Günter Rosenke, der inzwischen Ehrenmitglied der Hilfsgruppe ist, teil. Landrat Ramers bezeichnete es als wichtig, dass in Zeiten der Corona-Pandemie auf das Thema Leukämie und die damit verbundene Suche nach Stammzellenspendern aufmerksam gemacht werde.

Bei einer Typisierungsaktion der Hilfsgruppe 2008 in Zülpich: Auf einem Stuhl stehend verkündet Sabine Hildebrand des Ergebnis. Foto: Reiner Züll

Die Hilfsgruppe unterstütze diese Suche seit fast 30 Jahren recht erfolgreich. Genau wie seinem Vorgänger Günter Rosenke sei es auch ihm eine Verpflichtung, die ehrenamtliche Arbeit des Vereins zu unterstützen.  Leider seien im letzten Jahr viele Veranstaltungen der Hilfsgruppe der Corona-Pandemie zum Opfer gefallen. Und auch die Mitglieder und Freunde des Vereins müssten seit Monaten auf ihre regelmäßigen Treffen verzichten. Der Landrat sprach die Hoffnung aus, im nächsten Jahr Ramers mit der Hilfsgruppe deren 30-jähriges Bestehen feiern zu können.

Kulturelle Veranstaltungen seien wichtige Bestandteile der Finanzierung diverser Hilfsgruppen-Projekte  sowie sonstigen festen Verpflichtungen durch Patenschaften. Auch in diesem Jahr herrsche noch Ungewissheit, wann wieder von der DKMS Veranstaltungen stattfinden können. Willi Greuel hofft indes, dass die beiden Weihnachtskonzerte der Bundeswehr-Bigband, die dann ihr 50-jähriges Bestehen feiert, am Donnerstag, 16. und Freitag, 17.  Dezember zugunsten der Hilfsgruppe im Kulturkino in Vogelsang stattfinden können.  

1566 Menschen kamen 2018 zwei Tage vor Weihnachten zur Typisierung von DKMS und der Hilfsgruppe Eifel für den leukämiekranken Max aus Bad Münstereifel. Es wurde ein Spender gefunden und Max erfolgreich transplantiert. Foto: Reiner Züll

1566 Menschen kamen 2018 zwei Tage vor Weihnachten zur Typisierung von DKMS und der Hilfsgruppe Eifel für den leukämiekranken Max aus Bad Münstereifel. Es wurde ein Spender gefunden und Max erfolgreich transplantiert. Foto: Reiner Züll

Das Thema Leukämie und Stammzellenspender sei seit 29 Jahren das Hauptthema der Hilfsgruppe, berichtete Vorsitzender Willi Greuel. Er erinnerte an die erste Typisierungsaktion, die im Juni 1992 in Mechernich für das russische Mädchen Alonka stattgefunden habe. Danach seien im Lauf der Jahre zwölf weitere Aktionen der Hilfsgruppe mit der DKMS im Kreis Euskirchen gefolgt. Die letzte Aktion der Hilfsgruppe habe im Dezember 2018 für den leukämiekranken Max aus Bad Münstereifel stattgefunden.

Wir haben bei unseren Typisierungsaktionen viele schöne Dinge erlebt, berichtete Willi Greuel. Es seien Rockergruppen mit schweren Motorrädern vorgefahren, komplette Fußballmannschaften und Feuerwehren hätten sich zum Typisieren angestellt. Die Hilfsgruppe habe das Glück, in der Eifel ansässig zu sein. Greuel: „Wer einmal das Vertrauen der Eifeler hat, bekommt von denen alles“. Die Hilfsgruppe sei dankbar und stolz darauf, bei der Bevölkerung ein solch großes Vertrauen zu genießen.

Von der DKMS bekam die Hilfsgruppe (hier Kathi und Willi Greuel) als Dank eine Urkunde und einen dicken Blumenstrauß. Foto: Reiner Züll

Von der DKMS bekam die Hilfsgruppe (hier Kathi und Willi Greuel) als Dank eine Urkunde und einen dicken Blumenstrauß. Foto: Reiner Züll

In den Jahren von 1992 bis 2018 habe die Hilfsgruppe durch die 13 Typisierungsaktionen 24.015 Menschen in die weltweite Spenderdatei gebracht, 355 Kreisbürger hätten sich als Echtspender als Lebensretter erwiesen. Als sprichwörtlich lebendes Beispiel der erfolgreichen Spendersuchen nahm auch Max aus Bad Münstereifel an der Spendenübergabe teil. Für ihn wurde Anfang 2019 ein Stammzellenspender gefunden; die Transplantation der Stammzellen und die anschließende Genesung verliefen erfolgreich.

„Ich bekomme jetzt noch Gänsehaut, wenn ich an die Aktion der Hilfsgruppe zurückdenke“, berichtete Max. In der schweren Zeit während der Spendersuche durch DKMS und Hilfsgruppe, des Wartens auf einen Lebensretter und der Transplantation gesunder Stammzellen habe er viele Einblicke in die Arbeit dieser Institutionen bekommen.

Es gebe für ihn in Deutschland nichts Vergleichbares. Max appellierte an Landrat Markus Ramers, die Arbeit der Hilfsgruppe weiter zu unterstützen. Genauso wichtig seien auch die regelmäßig im Kreisgebiet stattfindenden Blutspende-Termine des DRK. Denn, so Max: „Ohne Blutübertragungen hätte ich nicht überleben können“.

Max aus Bad Münstereifel (rechts), für den die Hilfsgruppe im Dezember 2018 einen Stammzellenspender gesucht hat, berichtete über seine damalige Krankheit und wie sein Leben durch einen Knochenmarkspender gerettet werden konnte. Foto: Reiner Züll

Max aus Bad Münstereifel (rechts), für den die Hilfsgruppe im Dezember 2018 einen Stammzellenspender gesucht hat, berichtete über seine damalige Krankheit und wie sein Leben durch einen Knochenmarkspender gerettet werden konnte. Foto: Reiner Züll

Wie Schatzmeister Helmut Lanio berichtete, hat die Hilfsgruppe weniger Probleme finanzieller Art, sondern mehr Schwierigkeiten durch den Wegfall sozialer Kontakte und den Ausfall von Veranstaltungen. Ähnlich gehe es auch der DKMS. In der jetzigen Zeit, in der Corona das Geschehen in  der Welt bestimme, dürfe man nicht vergessen, dass es auch noch andere Krankheiten, wie zum Beispiel die lebensbedrohliche Leukämie.

Konstanze Burkard, die bei der DKMS für die Spenderneugewinnung zuständig ist, bedankte sich bei der Hilfsgruppe für die ungewöhnlich hohe Spende: „In der Krise zeigt sich, was echte, belastbare Partner sind“. Durch die Aktionen der Hilfsgruppe seien viele Knochenmark-Spender gefunden worden, und es würden sicherlich noch weitere Lebensretter gefunden.

Seit einem Jahr könne die DKMS keine öffentlichen Typisierungs-Aktikonen veranstalten. Aus der Not heraus habe man eine Online-Lösung gefunden, in dessen Verkauf bisher 450 virtuelle Aktionen zustande gekommen seien, bei denen sich 60.000 Leute mittels Stäbchen-Test registriert hätten. Auch durch dieses neue Angebot sei die DKMS auf Spenden angewiesen. „Da sind uns die 100.000 Euro eine unglaubliche Hilfe“, so Konstanze Burkard.    

Bei der Übergabe der 100.000 Euro an die DKMS im Euskirchener Kreishaus von links: Helmut Lanio (Hilfsgruppe), Konstanze Burkard (DKMS), Landrat Markus Ramers, Kathi und Willi Greuel (Hilfsgruppe Eifel) sowie Ex-Landrat Günter Rosenke. Foto: Reiner Züll

Bei der Übergabe der 100.000 Euro an die DKMS im Euskirchener Kreishaus von links: Helmut Lanio (Hilfsgruppe), Konstanze Burkard (DKMS), Landrat Markus Ramers, Stammzellen-Empfänger Max, Kathi und Willi Greuel (Hilfsgruppe Eifel) sowie Ex-Landrat Günter Rosenke. Foto: Reiner Züll

Sabine Hildebrand, inzwischen als Auslandsbeauftragte der DKMS in der ganzen Welt unterwegs, freute sich besonders, bei der Spendenübergabe dabei sein zu können. Sie kenne die Hilfsgruppe seit mehr als 20 Jahren als zuverlässigen Partner. Sie habe die Gruppe um Willi Greuel viele Jahre begleiten dürfen und sie habe mit ihr mehrere  Typisierungsaktionen durchgeführt. Als Kölnerin habe es eine Weile gedauert, sich mit der Eifeler Mentalität vertraut zu machen. Doch dann habe sie sich in die Herzen der Hilfsgruppen-Akteure eingeschlichen. „Es war immer eine vertrauensvolle und verlässliche Zusammenarbeit“, blickte Sabine Hildebrand zurück.    

Ex-Landrat Günter Rosenke berichtete, dass er in den 26 Jahren seiner Dienstzeit als Landrat viele schöne Veranstaltungen erlebt habe. „Ich erinnere mich aber besonders gern an besonders schöne mit der Hilfsgruppe“, so Rosenke. Sein Nachfolger Markus Ramers trete bezüglich der Hilfsgruppe in „Fußstapfen die schön sind“. Für ihn seien die Erinnerungen an die Hilfsgruppe eine „Wärmfalsche für die Seele“. Und eine solche wünschte Günter Rosenke auch irgendwann seinem Nachfolger Markus Ramers.                                                      (Reiner Züll)                            

 

 

 

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05 Mrz
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„Atlantis“-Team sammelt Kronkorken

Der Jugendclub aus Wolfert unterstützt die Hilfsgruppe Eifel mit dem Verkauf der kleinen Flaschen-Verschlüsse – Gemeinde Hellenthal und die Feuerwehren unterstützen die Akteure – Das Sammler-Team (Bild oben) sucht nun einen Altmetall-Händler  – Willi Greuel: „Wieder eine wunderbare Aktion von Jugendlichen“

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Kall/Wolfert – Sie haben einen Durchmesser von knapp 30 Millimetern und sie wiegen nicht einmal zwei Gramm. Doch in einer großen Masse können die kleinen Kronkorken Großes vollbringen, wenn sie denn nicht im Müll landen. Und gerade das will der Jugendclub „Atlantis“ aus Wolfert verhindern. Er sammelt seit einem Monat fleißig die kleinen Flaschenverschlüsse aus Weißblech, um sie zugunsten der Hilfsgruppe Eifel  zu verkaufen. Willi Greuel, der Vorsitzende der Hilfsgruppe Eifel, ist begeistert: „Das ist wieder eine wunderbare Aktion von Jugendlichen aus der Eifel“. Er hat alle Mitglieder der Hilfsgruppe aufgerufen, sich an der Kronkorken-Sammlung zu beteiligen.

"Bitte kein Müll einwerfen" steht auf den Tonnen, in denen die Kronkorken gesammelt werden Foto: Reiner Züll

“Bitte kein Müll einwerfen” steht auf den Tonnen, in denen die Kronkorken gesammelt werden Foto: Reiner Züll

„Kronkorken-Abgabe hier – bitte keinen Müll einwerfen“, steht auf den vier großen Mülltonnen mit einem Fassungsvermögen von insgesamt 840 Litern, die hinter dem Wolferter Bürgerhaus am Eingang zum Jugendraum stehen. „Die Tonnen wurden uns von der Gemeinde Hellenthal zur Verfügung gestellt“, berichtet Jugendclub-Mitglied Paul Klein, der die Kronkorken-Sammlung koordiniert.

Atlantis-Mitglied Paul Klein koordiniert die Kronkorken-Sammlung zugunsten der Hilfsgruppe Eifel. Foto: Reiner Züll

Atlantis-Mitglied Paul Klein koordiniert die Sammlung zugunsten der Hilfsgruppe Eifel. Foto: Reiner Züll

Die Gemeinde habe im Rathaus in Hellenthal sogar eine Sammelstation eingerichtet, und auch die Feuerwehren der Gemeinde unterstützten die Aktion der Jugendlichen, freut sich Klein über die große Hilfe seitens der Kommune. Auch Vereine aus der Gemeinde sowie Gaststätten hätten ihr Mitmachen signalisiert.

Der Jugendclub Wolfert sucht nun einen Altmetall-Händler, der ihm die Weißbleck-Kronkorken abkauft. Foto: Reiner Züll

Der Jugendclub Wolfert sucht nun einen Altmetall-Händler, der ihm die Weißblech-Kronkorken abkauft. Foto: Reiner Züll

Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten: Nach gut einem Monat sind Zigtausende Kronkorken abgegeben worden. Eine 240-Liter-Tonne ist schon randvoll, eine zweite schon bis zur Hälfte mit den kleinen Blechverschlüssen gefüllt. „Es läuft“, blickt Paul Klein nach einem Monat auf die ersten Sammelergebnisse zurück. Auf Kronkorken hoffen die Jugendlichen wenn das Vereinshaus und Gaststätten in der Umgebung wieder öffnen dürfen.

Bis vor wenigen Wochen hatten die Wolferter Jugendlichen ihre gesammelten Kronkorken nach Rescheid gebracht, wo der dortige Jugendclub 2018 eine Sammelstelle zugunsten der Darmkrebs-Hilfe eingerichtet hatte. Als die Rescheider Jugendlichen dann Anfang des Jahres das Sammeln einstellten, beschloss der Jugendclub Wolfert unter  seinem Vorsitzenden Jannick Müller, die Idee der Rescheider zu übernehmen.

Auf Vorschlag eines Unterstützers aus dem Dorf entschied sich der Jugendclub, die Sammlung zugunsten der Hilfsgruppe Eifel zu starten. Die Organisation wurde dem Mitglied Paul Klein übertragen, der nun mit Hendrik Niebes, Nena Berners, André Lützenkirchen, Luca Vey und Frank Klinkhammer das Sammlerteam bildet. Sie haben in den letzten Tagen kräftig die Werbetrommel gerührt, um die Bevölkerung in der Region zum Kronkorken-Sammeln zu mobilisieren.

Die Sammler um Paul Klein suchen jetzt noch einen Altmetall-Händler aus der näheren Umgebung, dem sie die gesammelten Kronkorken verkaufen können. Für den Transport zum Verkaufsort stellt die Warengesellschaft „Raiffeisen Rhein/Ahr“, bei der ein Mitglied des Jugendclubs beschäftigt ist, stabile Big-Bags zur Verfügung.

Die eine Tonne ist bereits randvoll mit Blechverschlüssen gefüllt, eine zweite schon zur Hälfte. Foto: Reiner Züll

Der Jugendclub Atlantis, dem rund 30 Jungen und Mädchen ab 14 Jahre angehören, besteht seit 1969 in Wolfert. Inaktive Mitglieder sind auch ältere Dorfbewohner oder Personen, die nicht mehr im Ort wohnen, sich den Jugendlichen aber noch verbunden fühlen. Der Club veranstaltet im Ort Karnevals- und Kirmesfeten, er organisiert Weihnachtsfeiern und pflegt den Maibrauch. Nachdem all diese Aktivitäten im vergangenen Jahr infolge der Corona-Pandemie ins Wasser gefallen seien, sei man froh, jetzt mit der Kronkorken-Sammlung die Hilfsgruppe Eifel unterstützen zu können.

Vereine oder Personen, die die Aktion der Jugendlichen aus Wolfert unterstützen und Kronkorken nach Wolfert bringen wollen, werden gebeten, die Anlieferung mit Paul Klein (0152 / 23 91 67 29) oder per E-Mail jugendclubwolfert@gmail.com abzustimmen.                   (Reiner Züll)

Der Jugendclub Wolfert sammelt Kronkorken zugunsten der Hilfsgruppe Eifel. Von links: Hendrik Niebes, André Lützenkirchen, Nena Berners, Luca Vey, Frank Klinkhammer und Paul Klein. Foto: Reiner Züll

Der Jugendclub Wolfert sammelt Kronkorken zugunsten der Hilfsgruppe Eifel. Von links: Hendrik Niebes, André Lützenkirchen, Nena Berners, Luca Vey, Frank Klinkhammer und Paul Klein. Foto: Reiner Züll

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15 Feb
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Die Künstler legten sich mächtig ins Zeug

Für die Hilfsgruppe Eifel ein dreistündiges Karnevals-Streaming aufgezeichnet – Der Mechernicher Eventmanager Claus Helfen hatte bekannte Kräfte mobilisiert – Der „kölsche Schutzmann“ Jupp Mendt (Bild oben), King Size Dick, Bauchredner Peter Kerscher und „De Boore“ – Der Hürther Bürgermeister Dirk Breuer agierte als Schirmherr – Sitzung ist im Internet zu sehen – Willi Greuel ist begeistert

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Der Hürther Bürgermeister Dirk Breuer (Mitte) kam im Schornsteinfeger-Outfit  zur Aufzeichnung. Hilfsgruppen-Vorsitzender Willi Greuel (links) berichtete eingangs des Streams über die Arbeit der Hilfsgruppe. Rechts Moderator "Bärchen" Sester.  Foto: Reiner Züll

Der Hürther Bürgermeister Dirk Breuer (Mitte) kam im Schornsteinfeger-Outfit zur Aufzeichnung. Hilfsgruppen-Vorsitzender Willi Greuel (links) berichtete eingangs des Streams über die Arbeit der Hilfsgruppe. Rechts Moderator “Bärchen” Sester. Foto: Reiner Züll

Kall/Hürth. “Die wochenlange und Nerven aufreibende Organisation hat sich gelohnt, es hat allen Akteuren großen Spaß gemacht”, resümierte der Mechernicher Eventmanager Claus Helfen, als die gut dreistündige Karnevalssitzung im Kasten war. Zugunsten der Hilfsgruppe Eifel hatte Helfen eine virtuelle Sitzung mit bekannten Kölner Kräften organisiert, die am Samstag in  der Festhalle in Hürth-Gleuel aufgezeichnet wurde und die seit dem Abend des Karnevalssonntags als Streaming im Internet zu sehen ist.

Für die Aufzeichnung des gut drei Stunden andauernden Karnevals-Stream zugunsten der Hilfsgruppe Eifel war in der Festhalle in Gleuel viel Technik aufgefahren worden. Alle Akteure mussten vor der Aufzeichnung zum Corona-Test. Foto: Reiner Züll

Für die Aufzeichnung des gut drei Stunden andauernden Karnevals-Stream zugunsten der Hilfsgruppe Eifel war in der Festhalle in Gleuel viel Technik aufgefahren worden. Alle Akteure mussten vor der Aufzeichnung zum Corona-Test. Foto: Reiner Züll

Als sich abzeichnete, dass der Karneval in diesem Jahr infolge der Corona-Pandemie ausfällt, war für den Vollblutkarnevalisten Claus Helfen schnell klar: „Gar nichts geht nicht“. Ihm kam die Idee, zugunsten der Hilfsgruppe Eifel eine Karnevalssitzung mit dem Titel „Fastelovend Zohus“ zu organisieren, diese aufzuzeichnen und den Jecken als Internet-Streaming anzubieten.

Helfen fand schnell Unterstützer und Sponsoren, sowie bekannte Kölner Karnevalskräfte, die er für die gute Sache begeistern konnte und die allesamt zugunsten der Hilfsgruppe Eifel auf ein Teil ihrer Gage verzichteten. Zusagen bekam Helfen vom Bauchredner Peter Kerscher, vom „kölschen Schutzmann“ Jupp Mendt, dem Redner Martin Schopps, dem Köln-Urgestein King Size Dick, dem „kölsche Jung“ Stefan Dahm, dem Redner Jörg Paul (JP) Weber und der Band „De Boore“.

Moderator "Bärchen" Henz-Gert Sester. Foto: Reiner Züll

Moderator “Bärchen” Henz-Gert Sester. Foto: Reiner Züll

Da Helfen in Zülpich selbst Betreiber des Forums ist, wollte er die Aufzeichnung des Streamings – natürlich unter Berücksichtigung der aktuellen Hygieneschutz-Richtlinien – im Forum der Römerstadt über die Bühne bringen. Doch das Ordnungsamt der Stadt Zülpich ließ das mit Hinweis auf die Hygieneschutzverordnung nicht zu.

Jupp Mendt, der "kölsche Schutzmann", rechnete auf seine rustikale Art mit der Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker und dem Kardinal Rainer Maria Woelki ab. Foto: Reiner Züll

Jupp Mendt, der “kölsche Schutzmann”, rechnete auf seine rustikale Art mit der Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker und dem Kardinal Rainer Maria Woelki ab. Foto: Reiner Züll

Bei seinen Freunden der Funken Rot-Weiß in Hürth-Gleuel fand Claus Helfen Unterstützung. Nach der Vorlage eines Hygienekonzeptes genehmigten die Stadt Hürth und das Gesundheitsamt des Rhein-Erft-Kreises die Aufzeichnung des Streams in der Festhalle in Gleuel, die von den rot-weißen Funken mit ihrem Vorsitzenden Frank Tesch bewirtschaftet wird.

Der Bürgermeister der Stadt Hürth, Dirk Breuer, übernahm sogar die Schirmherrschaft über die Benefiz-Sitzung, die am Karnevalssamstag aufgezeichnet wurde. Nur ein kleiner Personenkreis hatte Zutritt zu der Halle, in der die Funken ein prächtiges Bühnenbild geschaffen hatten, das freitags von einer Zülpicher Firma in stundenlanger Arbeit mit mehr als 2000 bunten Luftballons komplettiert worden war. Der Aufbau vor der Bühne glich einem professionellen  Fernsehstudio. Mikrofone, Monitore, Licht-, Video- und Tontechnik bestimmten das Bild in der ansonsten leeren Halle.

Es herrschte Maskenpflicht, der Zutritt zur Halle wurde überwacht. Die wenigen registrierten, an der Aufzeichnung beteiligten Personen mussten sich beim Eintritt in die Festhalle einem Corona-Test unterziehen, der von Mitarbeitern der Frechener Krankenpflege AK GmbH durchgeführt wurde. Erst nach der Feststellung eines negativen Testergebnisses durften Veranstalter, Techniker, Künstler, die beteiligte Karnevalisten und zwei Vertreter der Hilfsgruppe den Saal betreten.

Schon freitags war das prächtige Bühnenbild aufgebaut worden. Eine Firma aus Zülpich hatte das närrische Bild mit über 2000 bunten Luftballons komplettiert.  Foto: Reiner Züll

Schon freitags war das prächtige Bühnenbild aufgebaut worden. Eine Firma aus Zülpich hatte das närrische Bild mit über 2000 bunten Luftballons komplettiert. Foto: Reiner Züll

Der Schirmherr des Streams, Bürgermeister Dirk Breuer, erschien – nach negativem Testergebnis – als Glücksbringer im Schornsteinfeger-Outfit. Zusammen mit dem Vorsitzenden der Hilfsgruppe, Willi Greuel, eroberte er als erster die virtuelle Sitzungsbühne. Er lobte das Engagement, mit dem Claus Helfen und die rot-weißen Funken die Aufzeichnung auf die Beine gestellt, die Vorgaben Corona-Schutzverordnung umgesetzt und diesbezüglich ihr Versprechen eingehalten hätten.

Vor laufenden Kameras berichtete Willi Greuel über die Arbeit der Hilfsgruppe. Mit dem Erlös des Streamings werde man die Deutsche Knochenmark-Spenderdatei (DKMS) unterstützen, mit der die Hilfsgruppe im Kampf gegen  Leukämie schon seit 1992 zusammenarbeite. In dieser Zeit habe die Hilfsgruppe 13 Typisierungsaktionen organsiert und 24.015 potentielle Spendenwillige in die Kartei gebracht. 355 von diesen hätten  Stammzellen für an Leukämie erkrankte Patienten in 34 Ländern der Erde gespendet und damit Leben gerettet.

Willi Greuel dankte allen, die dieses ungewöhnliche Karnevalsereignis für den guten Zweck möglich gemacht  hätten. Moderator „Bärchen“ Sester, der vor Jahren auch schon mal eine Typisierungsaktion organisiert hatte, überreichte Willi Greuel einen 50-Euro-Schein, der Betrag den eine Typisierung kostet.

Ehe die Aufzeichnung begann, konnte Willi Greuel eine weitere Spende entgegen nehmen. Das Tanzpaar der Hürther Husaren, Viktoria Schucke und Sebastian Düster, drückten Greuel einen Umschlag mit 100 Euro in die Hand.

Dass die auftretenden Künstler zugunsten der Hilfsgruppe auf Teile ihrer Gagen verzichteten, sei ihnen hoch anzuerkennen, seien gerade sie doch von der Corona-Pandemie und dem daraus folgenden Lockdown hart getroffen seien, erklärte Willi Greuel. Von den Künstlern und auch von den Technikern war allerdings immer wieder zu hören, dass sie froh sind, überhaupt wieder etwas machen zu können.

Auch Organisator Claus Helfen gestand: „Ich vermisse den Karneval schon“. Viele Veranstaltungen in seinem Zülpicher Forum hätten nicht stattfinden können. „Wenn wir schon nichts verdienen kann, bemühen wir uns wenigstens etwas Gutes zu tun“, so der Eventmanager aus Mecchernich-Holzheim. Es sei ihm immer ein „innerer Vorbeimarsch“, wenn er sehe, wie die Leute Spaß haben.

Auf der Bühne präsentierte der in Köln als Karnevals-Urgestein bekannte Moderator Herz-Gert „Bärchen“ Sester die auftretenden Künstler und zwischendurch die Tanzpaare der soeben Karnevalsgesellschaften aus dem Hürther Stadtgebiet. Auch wenn sie nicht tanzen durften war gerade bei den Tanzpaaren die  Freude zu erkennen, dass sich einmal in ihren schicken Uniformen präsenteren konnten. Die sieben Tanzpaare, die mit Abstand vor der Bühne standen, waren auch dafür zuständig, echten Applaus zu klatschen. Claus Helfen: „Ich wollte nicht nur Applaus auf Knopfdruck“.

Bauchredner Peter Kerscher, auch Präsident der Kölner KG "Kleine Erdmännchen", hatte selbst großen Spaß am Auftritt vor den nur 18 Anwesenden in der Halle.  Foto: Reiner Züll

Bauchredner Peter Kerscher, auch Präsident der Kölner KG “Kleine Erdmännchen”, hatte selbst großen Spaß am Auftritt vor den nur 18 Anwesenden in der Halle. Foto: Reiner Züll

„Boh, die Bühne ist aber geil“, schwärmte Bachredner Peter Kerscher, der mit seiner frechen Kuh „Dolly“ das Programm eröffnete über das bunte Podium. Es sei der einzige Auftritt am Karnevalssamstag, an dem er normalerweise sieben ab solviere. Der gelernte Bäcker und Konditor, steht inzwischen 40 Jahre lang auf der Bühne. Ein Auftritt, wie am Samstag, vor nur 18 Personen, habe er nur einmal bei einer Betriebsfeier erlebt.

Kerscher, der auch Präsident der Kölner KG „Kleine Erdmännchen“ ist: „Hauptsache, de Leute haben ihren Spaß“. Von der Arbeit der Hilfsgruppe war der Unterhaltungskünstler angetan. Und er bot Willi Greuel an: „Wenn Ihr mal eine besondere Veranstaltung habt, meldet Euch“.

Alle Redner gingen auf aktuelle Themen aus der Politik, zur Corona-Pandemie oder dem Regierungswechsel in Amerika ein. Vor allem der „kölsche Schutzmann“ Jupp Mendt ging mit der Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker sowie dem Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki hart ins Gericht.

Die Funken Rot-Weiß Gleuel haben seit dem Tag der Aufzeichnung ein neues Mitglied. Funken-Chef Frank Tesch überreichte dem ansonsten im Zülpicher Karneval aktiven Claus Helfen eine Urkunde mit der Ernennung zum Ehrengardist. Moderator „Bärchen“ Sester, hielt in seiner Eigenschaft als Kommandant der Gleueler Funken die Laudatio auf den neuen Gardisten, der im Hintergrund viel Gutes für die Rot-Weißen leiste. Zur Streaming-Sitzung zugunsten der Hilfsgruppe Eifel habe Helfen nicht nur eine tolle Veranstaltung auf de Beine gestellt, sondern auch ein außergewöhnlich tolles Bühnen-Ambiente geschaffen.

Moderator Sester wünschte Claus Helfen, dass er die nächsten 40 Jahre  viel Spaß im Kreis der rot-weißen Funken erlebe: „Wir sind froh, dass Du jetzt Mitglied unserer Gesellschaft bist“.

Der dreieinhalbstündige Stream der Sitzung ist seit dem Abend des Karnevalssonntag kostenlos im Internet unter dem Link https://vimeo.com/512113477 abzurufen oder unter der Web-Adresse von Eventmanager Claus Helfen.                                  (Reiner Züll)

www.helfen-event-management.de

 

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03 Feb
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“Fastelovend zohus” als Stream für die Hilfsgruppe

Am Karnevalssonntag, 14. Februar, um 17 Uhr, wird im Internet eine virtuelle Sitzung zugunsten der Hilfsgruppe gestreamt – Der Mechernicher Unternehmer und Eventmanager Claus Helfen (Bild oben, rechts, mit Moderator Heinz-Gert Sester) hat ein buntes Programm organisiert – Aufzeichnung unter Corona-Bedingungen in Hürth-Gleuel – Beteiligte müssen alle zum Covid-19-Test

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https://youtu.be/Ku3wzr-xcSwKall/Mechernich/Gleuel –  Er ist Karnevalist mit Leib und Seele und er hat ein großes Herz für Menschen, die nicht gerade auf der Sonnenseite des Lebens stehen.  Bei dem Mechernicher Unternehmer und Eventmanager Claus Helfen ist der Familienname Programm. Denn helfen will der engagierte Geschäftsmann, der lange Jahre Eigentümer des Edeka-Marktes in Zülpich war und auch dort ein großer Unterstützer der Vereine war, jetzt der Kaller Hilfsgruppe Eifel. Am Karnevalssamstag wird ein Stream unter dem Motto „Fastelovend Zohus“ mit bekannten Karnevalisten aus der Domstadt Köln aufgezeichnet, der am Karnevalssonntag per Internet zu empfangen ist.

Bauchredner Peter Kerscher und seine rotzfreche Kuh „Dolly“ werden beim Stream mit unglaublichem Wortwitz begeistern. Foto: Bauchredner Comedy Peter Kerscher

Im Programm vertreten sind unter anderem Jupp Menth (Der kölsche Schutzmann), der im Kölner Karneval bekannte Humorist Jörg Paul (JP) Weber, der Büttenredner Martin Schopps, der „kölsche Jung“ Stefan Dahm, der Bauchredner Peter Kerscher, das Kölsch-Urgestein King Size Dick und die Band „De Boore“.

Moderiert wird die virtuelle Sitzung von der „durch und durch karnevalistischen Seele“ (Claus Helfen) Heinz-Gert „Bärchen“ Sester. Genau wie die Hilfsgruppe Eifel ist auch Sester ein großer Kämpfer gegen Leukämie sowie Unterstützer der Deutschen Knochenmarks-Senderdatei (DKMS). Wenige Tage Weihnachten 2016 organisierte er in Liblar eine große Typisierungsaktion für eine an Leukämie erkrankte junge Mutter aus dem Rhein-Erft-Kreis.

Redner Martin Schopp, Sohn des Redners Fritz Schopps („Et Rumpelstilzje“), stellt sich ebenfalls in den Dienst der guten Sache. Foto: Reiner Züll

„Der Stream ist kostenlos und wird mit einem Spendenaufruf zugunsten der Hilfsgruppe unterlegt“, kündigt Helfen an, der den Stream ursprünglich im Zülpicher Forum aufzeichnen wollte, dafür aber keine Genehmigung bekam. Im Rhein-Erft-Kreis fand Helfen Ersatz.

Im Vorfeld des närrischen Streams soll als Intro die Arbeit der Hilfsgruppe dargestellt und die Spendenkonten vorgestellt werden. „Ich freue mich nicht nur, weil wir etwas Kreatives und Unterhaltsames für die arme Karnevalisten-Seele zuhause auf die Beine gestellt bekommen, sondern dabei ohne Kommerz-Hintergedanken für herzergreifende Schicksale der Kleinsten und deren Familien unter uns etwas Gutes tun können“, lautet das Credo von Organisator Claus Helfen für das närrische Streaming am Karnevalssamstag.

Es gebe aktuell viele Schicksale und Nöte aufgrund von Corona. Helfen: „Und damit meine ich nicht die bekannten wirtschaftlichen Probleme, sondern vielmehr die Probleme der auf Spenden angewiesenen Einrichtungen, wie Tierparks und Tierheime, oder auch caritative Vereinigungen, wie zum Beispiel die Hilfsgruppe Eifel“. Oft werde einem diese Problematik erst bewusst, wenn man zu solchen Organisationen Kontakt hat und so von deren Nöten höre. Doch zunächst musste Helfen feststellen, das helfen in Corona-Zeiten nicht so einfach ist. Das Ordnungsamt der Stadt Zülpich untersagte die Aufzeichnung des Karnevals-Streams im Forum mit Verweis auf die Corona-Schutzverordnung. Der Stream sei eine Veranstaltung.

Moderiert den närrischen Stream:  Heinz-Gert „”Bärchen”“ Sester. 

„Ich finde das schade, zumal es genügend Beispiele im Kölner Raum gibt, wo dies möglich ist“, bedauert Helfen. Doch Aufgeben ist für den Eventmanager keine Option: Er begab sich auf die Suche nach einer anderen Lokalität. „Wir brauchen nur eine Bühne und ein Dach überm Kopf“, so Helfen. Künstler, Video-, Licht- und Tontechnik, die Moderation, Abstandsregeln, Maskenvorschrift, Hygienekonzept, und eine geordnete Coronatest-Durchführung seien geregelt. Zudem seien während der Aufzeichnung ohnehin nur wenige Personen gleichzeitig vor Ort.

Ein echtes Kölner Urgestein ist der Sänger King Size Dick, der beim Stream „”Fastelovend zohus“” dabei ist. Foto: Agentur Ahrens

In der Stadt Hürth und in Person des dort amtierenden Bürgermeisters Dirk Breuer fand Claus Helfen schließlich Unterstützung und in Gleuel eine von den „Funken Rot-Weiß Hürth-Gleuel“ bewirtschaftete Festhalle. Bei der Beantragung der Genehmigung leisteten die rot-weißen Funken, zu denen Claus Helfen schon seit 20 Jahren eine Freundschaft pflegt, wertvolle Hilfe. Weitere Unterstützung bei der Aufzeichnung des Streamings erfährt Helfen durch die Tanzpaare der Gesellschaften Große Knappsacker, Hürther Husaren Corps 2012, EKG Efferen, Große Gleueler und der Prinzengarden Rot-Weiß Hürth und Blau-Weiß Gleuel.

Besonders erfreut ist Claus Helfen darüber, dass Bürgermeister Dirk Breuer die Schirmherrschaft über die Benefizaktion übernommen hat. „Ich bin Ihnen von Herzen dankbar, dass Sie das Streaming als Stadt und Bürgermeister unterstützen. Seien Sie gewiss, dass wir alles unternehmen werden, um durch einen vor- und umsichtigen Ablauf Corona keine Chance zu geben, sondern der guten Sache“, hat sich Helfen beim Hürther Bürgermeister und beim Gesundheitsamt des Rhein-Erft-Kreises bedankt, das das Hygienekonzept und somit die Aufzeichnung in der Gleueler Halle abgesegnet hat. Das Hygienekonzept schreibt unter anderem vor, dass alle Beteiligten sich vor der Aufzeichnung einem Corona-Test unterziehen müssen.

Im Programm des närrschen Streams „Fastelovend zohus“ wirkt auch die Band „Boore“ für die Hilfsgruppe mit. Foto: Bandfoto

Der kostenlose Stream „Fastelovend zohus“ am Karnevalssonntag, 14. Februar, ist zu empfangen ab 17 Uhr, unter den Internet-Adressen www.helfen-event-management.de  oder facebook.com/helfeneventmanagement.

Willi Greuel, Vorsitzender der Hilfsgruppe Eifel, ist begeistert von der Idee und des Engagements des Mechernicher Karnevalisten und Unternehmers Claus Helfen. Es sei allerdings schade, dass die Aufzeichnung des Streams nach der Absage der Stadt Zülpich nun außerhalb des Kreises stattfinden müsse. Er sei dem Bürgermeister der Stadt Hürth und dem Gesundheitssamt des Rhein-Erft-Kreises ausgesprochen dankbar, dass sie der Benefiz-Aktion zugestimmt hätten.   (Reiner Züll)

Es wird zu Spenden aufgerufen bei der Volksbank Euskirchen

DE 50 3826 0082 0444 4444 44 oder

Per Paypal an paypal@hilfsgruppe-eifel.de

Kennwort: Fastelovend zohus

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02 Feb
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Auf die Eifeler war wieder Verlass

Jahres-Bilanz der Hilfsgruppe – Trotz Corona-Krise und vielen abgesagten Veranstaltungen hielt sich der Spendenverlust  in Grenzen – Willi Greuel: „Unterstützer kam auf die tollsten Ideen, um uns zu helfen“ – Kaller Rewe-Kunden spenden Pfandgeld – Marktinhaberin Anna Pauly (Bild oben) übergab 3000 Euro an Willi Greuel und Paul Schneider

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Kall – Wegen zahlreichen Corona bedingten Absagen von Veranstaltungen zugunsten der Hilfsgruppe Eifel versiegten der Kaller Kinderkrebshilfe im vergangenen Jahr mehrere Einnahmequellen. Vor allem die Absage der legendären Oldienacht und des großen Familienfestes, sowie der Ausfall mehrerer Konzerte und des Lorbacher Oktoberfestes machten sich negativ bemerkbar. Und auch für das junge Jahr 2021 sind Veranstaltungen wie z.B. das traditionelle Neujahrskonzert des Landespolizeiorchesters bereits abgesagt.

Dennoch hatte sich die Hilfsgruppe im vergangenen Jahr trotz Corona und Geschäftsschließungen auf die Spendenbereitschaft der Eifeler Bevölkerung und vielen Firmen verlassen können. Vorsitzender Willi Greuel: „Privatleute, Firmen und Vereine haben viele tolle Ideen entwickelt, um uns in dieser veranstaltungslosen Zeit zu unterstützen“.  Der Hilfsgruppe seien recht kurios Spenden zugutegekommen, wie etwa durch das eiskalte Dauerduschen des Weilerswister Laufsportler Timo Pfannenschmidt oder durch das Spenden der Mehrwertsteuer-Senkung durch die Bäckerei Zimmer in Sistig.

1000 Euro überreichte der Inhaber der Kaller Linda-Apotheke, Jürgen Lutsch (links), und dessen Mitarbeiterin Jutta Großmann an Hilfsgruppen-Chef Willi Greuel. Jürgen Lutsch und dessen Personal hatten darauf verzichtet, sich zu Weihnachten gegenseitig zu beschenken und stattdessen das Geld an die Hilfsgruppe gespenndet. Foto: Reiner Züll

1000 Euro überreichte der Inhaber der Kaller Linda-Apotheke, Jürgen Lutsch (links), und dessen Mitarbeiterin Jutta Großmann an Hilfsgruppen-Chef Willi Greuel. Jürgen Lutsch und dessen Personal hatten darauf verzichtet, sich zu Weihnachten gegenseitig zu beschenken und stattdessen das Geld an die Hilfsgruppe gespendet. Foto: Reiner Züll

In den ersten Tagen des neuen Jahres war Willi Greuel viel unterwegs, um mit Abstand oder Maske Spenden entgegen zu nehmen. In Kall übergaben Apotheker Jürgen Lutsch, der Inhaber der Kaller Linda-Apotheke, und dessen Mitarbeiterin Jutta Großmann, einen Betrag von 1000 Euro. „Unsere Mitarbeiterinnen hatten die Idee, sich vor Weihnachten nicht gegenseitig zu beschenken, und stattdessen Geld an die Hilfsgruppe zu spenden“, berichtete Jürgen Lutsch nicht ohne Stolz von dem Engagement seiner 18 Mitarbeiterinnen. Der Apotheker kündigte weitere Aktionen zugunsten der vor 28 Jahren in Kall gegründeten Hilfsgruppe an.

Die Inhaberin des Rewe-Centers in Kall, Anna Pauly, unterstützt die Hilfsgruppe unter anderem mit der Bitte an die Kunden, die Leergut-Gutscheinbons in eine Spendenbox für die Hilfsgruppe einzuwerfen. Foto: Reiner Züll

Die Inhaberin des Rewe-Centers in Kall, Anna Pauly, unterstützt die Hilfsgruppe unter anderem mit der Bitte an die Kunden, die Leergut-Gutscheinbons in eine Spendenbox für die Hilfsgruppe einzuwerfen. Foto: Reiner Züll

Im Rewe-Center in Kall konnten Willi Greuel und Paul Schneider einen Spendenscheck über 3000 Euro entgegennehmen. Anna Pauly, seit dem Frühjahr letzten Jahres Inhaberin des Marktes, will damit die Tradition des ehemaligen Marktmanagers Rudi Hannes fortsetzen, die Hilfsgruppe Eifel zu unterstützen. „Es ist bisher gut gelaufen, ich wollte der Hilfsgruppe davon etwa abgeben“, so Anna Pauly bei der Übergabe des Schecks.

Leider habe wegen der Corona-Krise die obligatorische und seit vielen Jahren beliebte Rewe-Weihnachts-Verlosung nicht stattfinden können. Sie werde in diesem Jahr wieder vor Weihnachten durchgeführt. Seit dem Sommer werden im Kaller Rewe-Center an den Leergutautomaten Pfandbons zugunsten der Hilfsgruppe gesammelt. Statt die Gutscheine an der Kasse einzulösen, können Kunden die Bons in eine Spendenbox werfen. Schon über 1000 Euro aus dieser Aktion habe man der Hilfsgruppe zukommen lassen, so Anna Pauly: „Dafür sind wir unserer Kundschaft sehr dankbar“.

Willi Greuel berichtete, dass das Geld für die Finanzierung der Inneneinrichtung des neuen Familienhauses am Eltern-Kind-Zentrum der Uni-Klinik verwendet werde. In Kooperation mit dem Möbelhaus Brucker unterstütze die Hilfsgruppe die Einrichtung von 42 Elternzimmer mit 130.000 Euro. Greuel: „Das können wir nur, wenn wir treue Unterstützer wie Sie haben“.

Acht volle Spendendosen übergab Rewe-Marktleiter Sven Anstoß an Willi Greuel. Seit zehn Jahren stecken die Mechernicher Kunden jährlich rund 3000 Euro in die Spendendosen. Foto: Reiner Züll

Acht volle Spendendosen übergab Rewe-Marktleiter Sven Anstoß an Willi Greuel. Seit zehn Jahren stecken die Mechernicher Kunden jährlich rund 3000 Euro in die Spendendosen. Foto: Reiner Züll

Einen ganzen Einkaufskorb mit gefüllten Hilfsgruppen-Spendendosen konnte Willi Greuel auch im Mechernicher Rewe-Markt in Empfang nehmen. Dort unterstützt Marktleiter Sven Abstoß die Hilfsgruppe seit zehn Jahren mit diversen Aktionen. „Wir bitten die Kunden, beim Einkauf etwas Gutes zu tun“, verrät der Marktleiter sein Erfolgsrezept, das der Hilfsgruppe jedes Jahr rund 3000 Euro einbringt. „Den größten Anteil am Spendenerfolg im Markt haben natürlich unsere Kunden“, so Abstoß bei der Übergabe von acht prallgefüllten Spendendosen.

Im Dreimonats-Rhythmus kann Willi Greuel die vollen Spendendosen bei Sven Abstoß im Mechernicher Rewe-Markt abholen. Foto: Reiner Züll

Zu treuen Unterstützern der Hilfsgruppe zählt der im Roggendorfer Autohaus Hück ansässige Renault-Oldie-Club (ROC) Eifel mit seinem Vorsitzenden Jörn Hück. Seit vielen Jahren veranstaltet der Club im Juni ein Treffen von Renault-Oldtimern, das sich weit über die Grenzen des Rheinlandes hinweg großer Beliebtheit erfreut.

Wegen der Corona-Pandemie konnte das Treffen dieses Mal nicht stattfinden. An die Hilfsgruppe spenden wollte der Club dennoch. Es wurde die Idee geboren, bei Facebook eine Challenge zu eröffnen. Die Aufgabe, so Hück: „Wenn die Besucher der Facebook Seite es schaffen, 100 Bilder ihrer Renault Oldies zu posten, spendet der ROC Eifel 250 Euro an die Hilfsgruppe“. Die Resonanz sei riesig gewesen. „Bei 200 Autos habe ich aufgehört zu zählen“, so der Clubvorsitzende.

Außerdem habe er Besucher der vergangenen Treffen über Facebook aufgerufen, auch ohne Oldie-Treffen zu spenden. Dadurch seien weitere 190 Euro zusammengekommen. In eine Spendendose des Autohauses hatten Kunden einen Betrag von 152.02 Euro eingeworfen, so dass Jörn Hück einen Gesamtbeitrag von 597,02 Euro an die Hilfsgruppe übergeben konnte.

„Ich finde, dass man sich auf die Eifeler verlassen kann“, meinte Jörn Hück, als er die Spende Corona gerecht an einem Zollstock als Abstandshalter an Hilfsgruppen-Chef Willi Greuel überreichte. Man sei guter Hoffnung, dass das Oldie-Treffen in diesem Jahr wieder stattfinden könne, waren sich Jörn Hück und Willi Greuel einig.

Mit dem Zollstock als Abstandshalter übergab Jörn Hück die 597-Euro-Spende des Renault-Oldtimerclubs an den Hilfsgruppen-Vorsitzenden Willi Greuel. Foto: Reiner Züll

Mit dem Zollstock als Abstandshalter übergab Jörn Hück die 597-Euro-Spende des Renault-Oldtimerclubs an den Hilfsgruppen-Vorsitzenden Willi Greuel. Foto: Reiner Züll

Im vergangenen Jahr, so Willi Greuel, sei der Dezember wieder der Monat mit dem höchsten Spendenaufkommen gewesen. Privatleute und vor allem Firmen aus der Region hätten der Hilfsgruppe im Vorfeld des Weihnachtsfestes und dem Jahreswechsel Spenden von über 102.000 Euro zukommen lassen.

Die Gesamtspendensumme von rund 349.000 Euro im Jahr 2020 ist zwar um rund 70.000 Euro niedriger als im Vorjahr, durch Corona sanken aber auch die Ausgaben der Hilfsgruppe, weil viele Therapien der Hilfsgruppen-Schützlinge nicht stattfinden konnten und auch die große Ferienmaßnahme der Kaller St. Nikolaus-Förderschule an der Nordsee ausgefallen ist.

Wie Willi Greuel versichert, ist die Finanzlage der Hilfsgruppe weiterhin stabil, so dass sie allen festen Verpflichtungen problemlos nachkommen kann. Sie werde sogar die versprochene Unterstützung von 100.000 Euro für die Einrichtung der 42 Elternzimmer im neuen Familienhaus am Eltern-Kind-Zentrum der Uni-Klinik Bonn auf dem Venusberg auf 130.000 Euro aufstocken. Mit einem weiteren hohen Betrag werde man im Frühjahr die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) zur Finanzierung von Typisierungs-Aktionen unterstützen.                          (Reiner Züll)

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31 Jan
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Hilfe für das Familienhaus auf 130.000 Euro erhöht

Ein sensationeller Abschluss des von Carmen und Annika Karwanska organisierten virtuellen Nikolaus-Spendenlaufes – Den stolzen Erlös von über 17.000 Euro im Schatten des Eickser Schlosses (Foto oben) an Willi Greuel übergeben – Dank an Teilnehmer und Sponsoren 

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Kall – „Ein Wahnsinnsergebnis“ konstatierte Willi Greuel, der Vorsitzende der Hilfsgruppe Eifel, als ihm das Mutter-Tochter-Gespann Carmen und Annika Karwanska im Schatten der Eickser Burg einen Spendenscheck über 17.053,45 Euro übergab. Bei der Spende handelte es sich den Erlös des ersten virtuellen St. Nikolaus Spendenlauf am ersten Adventswochenende, den Carmen und Annika Karwanska aus Eicks zugunsten der Hilfsgruppe Eifel organisiert hatten.

1001 Läufer, Jogger und Walker aus Deutschland, Österreich und sogar eine Läuferin aus dem spanischen Barcelona waren dem im Internet veröffentlichten Aufruf von Mutter und Tochter zum virtuellen „Lauf gegen Krebs bei Kindern“ am 5. und 6. Dezember  gefolgt und hatten die Premiere zu einem Riesenerfolg geführt.

Sagenhafte 17.053,45 Euro kamen durch die Startgelder der Teilnehmer und die Unterstützung durch Sponsoren für die Hilfsgruppe zusammen. „Die Resonanz sprengte alle unsere Erwartungen“, resümierte Annika Karwanska, die vor 15 Jahren selbst an Leukämie erkrankte und auf der Kinderkrebsstation der Bonner Uniklinik erfolgreich behandelt wurde. Man sei allen Läufern und Sponsoren für die großartige Unterstützung sehr dankbar.

Carmen und Annika Karwanska wollten mit dem Spendenlauf die Hilfsgruppe unterstützen, die derzeit infolge der Corona-Pandemie den Ausfall vieler Benefiz-Veranstaltungen und einen damit verbundenen Spendenrückgang verzeichnen muss. Nach dem jetzigen Erfolg steht die Wiederholung eines solchen Spendenlaufes im nächsten Jahr für Mutter und Tochter fest. Carmen Karwanska: „Der ist schon für den 27. und 28. November 2021 geplant“.    

Hilfsgruppen-Vorsitzender Willi Greuel war von der Idee und dem  Ergebnis der Aktion überwältigt. Es sei einfach fantastisch, wie Mutter und Tochter den Spendenlauf so perfekt organisiert und an einem Wochenende so viele Menschen in Bewegung gebracht hätten. Greuel: „Das gibt es nur in der Eifel“. 

Den jetzigen Erlös von über 17.000 Euro wird die Hilfsgruppe für die Finanzierung der Inneneinrichtungen von 42 Elternzimmern im neuen Familienhaus nahe der Bonner Uniklinik mitverwenden. In Kooperation mit dem Möbelhaus Brucker war vorgesehen, dass die Hilfsgruppe die Einrichtung dieser Zimmer mit einem Betrag von 100.000 Euro unterstützen. „Dank vieler Dezember-Spenden und dem tollen Ergebnis des Nikolaus-Spendenlaufes werden wir diese Summe jetzt auf 130.000 Euro erhöhen“, berichtet Willi Greuel.

Das Familienhaus wird vom Bonner Förderkreis für krebskranke Kinder und Jugendliche gebaut und steht kurz vor der Fertigstellung. In dem Haus wohnen Familien während der Behandlung ihrer schwerkranken Kinder in der Uniklinik. Anfang Märtz sollen die Möbel von der Firma Brucker nach Bonn geliefert und dort montiert werden.

Annika (links) und Carmen Karwanska hatten den virtuellen Nikolaus-Spendenlauf organisiert und 1001 Teilnehmer mobilisiert. Fotos: Reiner Züll

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06 Jan
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Anfang Februar geht’s los

Die Hilfsgruppe Eifel richtet in Kooperation mit dem Möbelhaus Brucker aus Kall 42 Elternzimmer im neu gebauten Familienhaus (Bild oben) am Eltern-Kind-Zentrum der Uni-Klinik Bonn ein – Willi Greuel ist begeistert von der professionellen Abwicklung des Projekts – „Logistische Meisterleistung“ – Jan Hennemann: „Das Haus ist ein Rückzugsort für Eltern schwerkranker Kinder“

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Kall/Bonn – Der Countdown läuft: Im Möbelhaus Brucker gehen die Vorbereitungen zur Lieferung der Inneneinrichtungen für 42 Gästezimmer im neuen Familienhaus nahe dem Eltern-Kind-Zentrum der Uni-Klinik auf dem Venusberg in Bonn dem Ende entgegen. Ab dem 1. Februar werden die roten Brucker-Möbelwagen von Kall in Richtung Bonn rollen, um Betten, Schränke, Tische, Stühle, Garnituren und eine komplette Küche anzuliefern. Danach werden die Möbelmonteure des Möbelhauses anrücken und die noch leeren Zimmer in gemütliche Wohn-Oasen verwandeln. Noch im Frühjahr soll das neue Haus seiner Bestimmung übergeben werden.

Die Flotte der roten Brucker-Möbelwagen wird Anfang Februar in Richtung Bonn starten, um die vormontierten Möbel für die 42 neuen Elternzimmer anzuliefern

Die Flotte der roten Brucker-Möbelwagen wird Anfang Februar in Richtung Bonn starten, um die vormontierten Möbel für die 42 neuen Elternzimmer anzuliefern. Foto: Bubenzer

Nach dem Umzug der Kinderkrebsklinik aus der Bonner Innenstadt in das neue Eltern-Kind-Zentrums der Uni-Klinik auf dem Venusberg ist vom Bonner Förderkreis für krebskranke Kinder und Jugendliche e.V. ein neues Familienhaus in direkter Kliniknähe gebaut worden. Rund sechs Millionen Euro investiert die eigens dafür gegründete gemeinnützige Familienhaus gGmbH für den Neubau, der das bisherige Familienhaus in der Bonner Innenstadt ersetzt.

Die Hilfsgruppe  Eifel, die den Bonner Förderkreis in fast 30 Jahren der Zusammenarbeit mit rund 1,2 Millionen Euro unterstützt hat, übernimmt nun in Kooperation mit dem Möbelhaus Brucker die Einrichtung der 42 Elternzimmer. Im Juni vergangenen Jahres entschied sich die Hilfsgruppe, mit ihrem Vorsitzenden Willi Greuel an der Spitze, dafür 100.000 Euro bereit zu stellen.

Bei Oldienacht 2019 präsentierte die Hilfsgruppe den 100.00-Euro-Gutschein für die Einrichtung der 42 Familienzimmern. Foto: Reiner Züll

Bei Oldienacht 2019 präsentierte die Hilfsgruppe den 100.00-Euro-Gutschein für die Einrichtung der 42 Familienzimmern. Foto: Reiner Züll

Willi Greuel und dessen Mitstreiter der Hilfsgruppe sind froh, dass es nun mit der Einrichtung der 42 Zimmer bald los geht. Dabei ist Willi Greuel besonders begeistert von der logistischen Meisterleistung, die von den Mitarbeitern des Möbelhauses Brucker zuverlässig und problemlos erbracht werde. Das 100.000-Euro-Projekt habe das Möbelhaus sicherlich vor große planerische und logistische Herausforderungen gestellt.

Auf rund 1000 Quadratmetern lagern die vormontierten Möbel für die 42 Zimmer des neuen Familienhauses. Im Februar werden sie nach Bonn gebracht. Foto: Bubenzer

Über Wochen hinweg wurden die bei Brucker angelieferten Massivholzteile  in der Schreinerei vormontiert. Diese Phase steht nun kurz vor dem Abschluss, so dass die Elemente für alle 42 Zimmer lieferfertig sind und im Februar nach Bonn gebracht werden. Derzeit füllen die vormontierten Zimmereinrichtungen, die Küchenelemente und die Garnituren für die Flure auf den vier Etagen des Familienhauses das große Lager des Möbelhauses auf einer Fläche von rund 1000 Quadratmetern. Aufwändig sind auch die Pläne, die in der Logistik- und Versandabteilung des Möbelhauses für die reibungslose Anlieferung und den Aufbau der Möbel vor Ort erstellt werden müssen.

Sicher verpackt warten die Garnituren für die Foyers der vierstöckigen Gebäudes auf den Transport zum Venusberg nach Bonn. Foto: Bubenzer

„Es ist eine Freude zu sehen, wie unkompliziert die Vorbereitungen der Lieferung im Möbelhaus über die Bühne gehen“, lobt Hilfsgruppen-Vorsitzender Willi Greuel die Abwicklung des Projektes. Für die Hilfsgruppe sei es keine Frage gewesen, die Einrichtung des Elternhauses mit der Firma Brucker zu realisieren, die seit vielen ein großer und zuverlässiger Unterstützer sei, ließ Greuel kürzlich bei einem Zusammentreffen im Möbelhaus mit dem Familienhaus-Geschäftsführer Jan Hennemann und Firmenchef Andreas Brucker verlauten. Bei dieser Gelegenheit versicherte Andreas Brucker der Hilfsgruppe und dem Bonner Förderkreis, ihnen auch weiterhin ein verlässlicher Partner zu sein.

Alles nach Plan: Über mehrere Wochen hinweg wurden die Massivholzteile für die Möbel in der Schreinerei bei Möbel Brucker vormontiert. Foto: Bubenzer

Alles nach Plan: Über mehrere Wochen hinweg wurden die Massivholzteile für die Möbel in der Schreinerei bei Möbel Brucker vormontiert. Foto: Bubenzer

Das Möbelhaus Brucker zählt nicht nur zu den treuen Unterstützern der Hilfsgruppe Eifel. In den vergangenen Jahren hat das Kaller Familienunternehmen vor Weihnachten Wunschbaumaktionen zugunsten des Förderkreises, der die Familien krebskranker Kinder betreut, veranstaltet. „Wir möchten unseren unermüdlichen Unterstützern der Hilfsgruppe Eifel und des Möbelhauses Brucker ganz herzlich danken“, schrieb Lutz Hennemann, der Gründer und Vorsitzende des Bonner „Förderkreis für krebskranke Kinder und Jugendliche e.V.“, erst kürzlich in einer Information an Mitglieder, Freunde und Förderer des Vereins.

Der Geschäftsführer der gemeinnützigen Familienhaus GmbH, Jan Hennemann, freut sich über die große Unterstützung aus der Eifel. Foto: Bubenzer

Vier Stockwerke hoch ist der sternenförmige Neubau des Familienhauses, in dem zukünftig die Eltern während der Behandlung ihrer schwerkranker Kinder wohnen können. Foto: Hennemann

Bei seinem Besuch im Möbelhaus Brucker wies Jan Hennemann und Willi Greuel noch einmal auf die Wichtigkeit des Familienhauses nahe der Kinderklink hin. Weil krebskranke Kinder meist in einer Fachabteilung behandelt werden müssen, die aber meistens weit vom Wohnort entfernt lägen, bedeutet dies, dass Eltern oft weite Anfahrtswege in Kauf nehmen müssen. Die intensive Behandlung der schwerkranken Kinder mit ihren erheblichen Nebenwirkungen und Komplikationen mache aber gerade in diesen Situationen die Anwesenheit der Eltern erforderlich.

Als Rückzugsort in direkter Nähe zur Kinderklinik stelle das Elternhaus eine Unterkunft mit besonderem Flair dar. Hennemann: „Hier dürfen Eltern ihre Sorgen aussprechen, lachen und auch weinen. Sie können dort nahe ihrer Kinder neue Kraft schöpfen“. Der Förderkreis helfe den Eltern, die extremen Belastungen emotional, organisatorisch und finanziell zu überstehen. Hennemann: „Wir lassen keinen allein“.

Firmenchef  Andreas Brucker ist überzeugt von dem nützlichen Wohn-Angebot: „Die Eltern sollen sich im neuen Familienhaus wohl fühlen. Wir sind froh, ein so wichtiges Projekt der Hilfsgruppe Eifel und des Bonner Förderkreises unterstützen zu können“.                               (Reiner Züll)

www.moebel-brucker.de

www.familienhaus-bonn.de

Der Beginn des 100.000-Euro-Projektes bei der Oldienacht 2019: Kalls Bürgermeister Hermann-Josef Esser (links) assistierte bei der Übergabe des 100.000-Euro-Gutscheines Schecks durch die Hilfsgruppe Eifel an Lutz Hennemann (MItte) und Professor Dr. Udo Bode vom Bonner Förderkreis für krebskranke Kinder und Jugendliche. Foto: Reiner Züll

Der Beginn des 100.000-Euro-Projektes bei der Oldienacht 2019: Kalls Bürgermeister Hermann-Josef Esser (links) assistierte bei der Übergabe des 100.000-Euro-Gutscheines durch die Hilfsgruppe Eifel an Lutz Hennemann (MItte) und Professor Dr. Udo Bode vom Bonner Förderkreis für krebskranke Kinder und Jugendliche. Foto: Reiner Züll

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02 Jan
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Für Hilfsgruppe eiskalt geduscht

Der Vorsitzende des Lauf-Club Weilerswist überraschte mit einer ungewöhnlichen Aktion – Auch der Enkel des ersten   deutschen Bundeskanzlers Konrad Adenauer spendete an Kaller Verein  – Bäckermeister Siegwin Zimmer (Bild oben) überließ der Kaller  Kinderkrebshilfe die gesenkte Mehrwertsteuer – Die Bigband der Bundeswehr freut sich auf die Christmas-Show am 16. und 17. Dezember mit dem Komiker und Schauspieler Markus Maria Profitlich (Bild unten) im Kulturkino Vogelsang

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Foto: Markus Maria Profitlich GmbH

Kall – Durch den Corona bedingten Ausfall von vielen Spenden aus Veranstaltungen hat die Hilfsgruppe Eifel in den letzten Monaten einen starken Rückgang an Zuwendungen zu verzeichnen gehabt. Weiterhin ungebrochen ist dagegen der Spendensegen aus der Eifeler Bevölkerung, von Firmen und Vereinen. Traditionell vor Weihnachten, so Willi Greuel, spenden viele Firmen an die Hilfsgruppe, in dem sie auf die Vergabe von Weihnachtsgeschenken verzichten und stattdessen die Kaller Kinderkrebshilfe unterstützen.

Zu diesen Unternehmern gehört auch die Firma Adenauer & Co aus Meerbusch, die eine ganz besondere Beziehung zur Eifel hat, und die der Hilfsgruppe jetzt durch ihren Euskirchener Geschäftsführer für den E-Commerce-Bereich, Axel Heiter, eine Spende von 5555 Euro zukommen ließ. „Adenauer & Co.“ ist eine deutsche Bekleidungsmarke, deren Gründer und Namensgeber der in Schleiden aufgewachsene Andreas Adenauer, der ein Enkel des 1967 verstorbenen ersten deutschen Bundeskanzlers (1949 bis 1963) Konrad Adenauer, ist. Der im Februar vergangenen Jahres verstorbene Vater des Unternehmers, Dr. Georg Adenauer, war in Schleiden Notar.

Einen Spendenscheck über 5555 Euro überreichte Geschäftsführer Axel Heiter im Namen von Andreas Adenauer, dem Enkel des esten deutschen Bundeskanzlers Konad Adenauer, an Hilfsgruppen-Mitglied Pia Benz. Foto. Heiter

Einen Spendenscheck über 5555 Euro überreichte Geschäftsführer Axel Heiter im Namen von Andreas Adenauer, dem Enkel des esten deutschen Bundeskanzlers Konad Adenauer, an Hilfsgruppen-Mitglied Pia Benz. Foto. Heiter

2010 gründete Andreas Adenauer seine Marke mit Inspirationen vom Strand, Meer und Urlaub. In mittlerweile 37 Strandhäusern, wie die lokalen Geschäfte genannt werden und die alle von ihm persönlich eingerichtet werden, kann man die Marke kennenlernen. Alle Produkte werden nur in den eigenen Häusern und im eigenen Onlineshop verkauft.

„Wir unterstützen durch viele Aktionen das ganze Jahr über weltweit soziale Projekte. Wir haben Aktionsartikel bei denen ein fester Spendenanteil im Artikelpreis enthalten ist, oder wir spenden in der Adventszeit immer einen Euro pro eingegangener Online-Bestellung“, berichtete Geschäftsführer Axel Heiter bei der Übergabe der 5555-Euro-Spende an Hilfsgruppen-Mitglied Pia Benz.

2020 habe die Firma  bereits Geld in den Bau eines Waisenhauses in Kenia investiert und  dort während des ersten Corona-Lockdowns Familien durch Lebensmittelpakete unterstützt. „Wir fördern auch den Brunnenbau in anderen ärmeren Gebieten der Welt, damit Kinder auch dort immer Zugang zu frischem Wasser haben.” so Axel Heiter, der seit 2010 im Unternehmen tätig ist und mit seiner Familie in Euskirchen lebt.

Bei der Übergabe des Spendenscheck in Höhe von 5555 Euro blickte Axel Heiter in die Zukunft: „ Wir freuen uns sehr, die Hilfsgruppe Eifel in diesem Jahr zum ersten Mal zu unterstützen. Gerade weil die Wurzeln unserer Firma mit der Eifeler Region verbunden sind, freue ich mich über den Aufbau einer Partnerschaft die wir in den kommenden Jahren gerne weiter ausbauen möchten.“

Eine sprichwörtlich „eiskalte“ Spende bekam die Hilfsgruppe zum Jahreswechsel von dem Laufsportler Timo Pfannenschmidt aus Brühl, der sich eine etwas ungewöhnliche Art ausgedacht hatte, der Hilfsgruppe etwas Gutes zu tun. Der Brühler und Vorsitzende des Lauf-Club Weilerswist e.V. hat an einer Kälte-Challenger teilgenommen und 33 Tage lang mindestens eine Minute lang kalt geduscht. Hilfsgruppen-Vorsitzender Willi Greuel: „Es ist schon erstaunlich was sich die Leute so alles haben einfallen lassen, um unsere Arbeit auch in der schweren Zeit der Corona-Pandemie zu unterstützen, in der keine der geplanten Veranstaltungen zu unseren Gunsten stattfinden konnten und können. Für diese Unterstützungen sind wir allen sehr dankbar“.

Duschte 141 Minuten eiskalt für die Hilfsgruppe: Timo Pfannenschmidt, der Vorsitzende des Lauf-Clubs Weilerswistt, spendete für jede Minute einen Euro an die Hilfsgruppe.

Duschte 141 Minuten eiskalt für die Hilfsgruppe: Timo Pfannenschmidt, der Vorsitzende des Lauf-Clubs Weilerswistt, spendete für jede Minute einen Euro an die Hilfsgruppe. Foto: Kerstin Mohr

„Ich habe in den letzten Jahren oft mit meinen Sportsfreunden vom Lauf-Club Weilerswist an der Winterlauf-Serie zu Gunsten Ihres Hilfsgruppe teilgenommen und bin so auf Sie aufmerksam geworden“, teilte Timo Pfannenschmidt am Neujahrstag dem Hilfsgruppen-Vorsitzenden mit.

Leider habe die traditionelle Serie im Frühjahr nicht zu Ende gebracht werden können und auch in diesem Winter finde die Laufserie wegen der Pandemie nicht statt. Das sei sehr schade und er bedaure sehr, dass die Läufer sich nicht treffen und Gutes tun könnten.

„Nichts tun können“ sei aber für ihn keine Option gewesen. Er habe dann in der Zeit vom 30. November bis zum Neujahrstag an einer Kälte-Challenge teilgenommen, bei der es darum ging, an 33 Tagen in Folge mindestens eine Minute eiskalt zu duschen. Er habe sich „da rein gearbeitet“ und die Duschzeit jeden Tag gesteigert. Pfannenschmidt: „Irgendwann fragte ich mich, wofür ich das mache und dann kam mir die Idee, für jede eisige Minute unter der Dusche einen Euro an die Hilfsgruppe Eifel zu spenden“.

Das Ergebnis, das der Brühler Laufsportler erzielt hat, kann sich sehen lassen. „Heute war der letzte Tag und ich habe an den 33 Tagen insgesamt zwei Stunden, 21 Minuten und 27 Sekunden unter der kalten Dusche verbracht – also 141 Minuten. Ich habe somit heute 141 Euro auf Ihr Konto überwiesen“, teilte Timo Pfannenschmidt dem Hilfsgruppenvorsitzenden Willi Greuel am Neujahrstag mit, verbunden mit dem Appell: „Machen Sie weiter so und lassen Sie sich in dieser schwierigen Zeit nicht entmutigen“.

Bäcker-Innungsobermeister Siegwin Zimmer aus Sistig gab die gesenkte Mehrwertsteuer mit dem Einverständnis seiner Kundschaft an die Hilfsgruppe Eifel weiter. Er übergab eine Spende von 3000 Euro an Willi Greuel.

Eine nicht alltägliche Spenden-Idee hatte auch die Sistiger Bäckerei des Innungsobermeisters Siegwin Zimmer, der schon seit vielen Jahren zu den treuen Unterstützern der Hilfsgruppe Eifel zählt und der bei all seinen Aktionen die Kundschaft und die Sistiger Bürgerschaft mit einbezieht. Jetzt konnte Hilfsgruppen-Vorsitzender Willi Greuel erneut einen Spendenscheck entgegennehmen.

„In diesem, nicht so ganz einfachen Jahr, freuen wir uns besonders und sind stolz darauf, der Hilfsgruppe Eifel einen Scheck in Höhe von 3000 Euro überreichen zu können“, freute sich Siegwin Zimmer bei der Spendenübergabe und erklärte: „Diese Möglichkeit, etwas Gutes zu unterstützen, haben wir wieder zum größten Teil unserer treuen Kundschaft zu verdanken“.

Als Mitte des Jahres die Mehrwertsteuer gesenkt wurde, war der Bäckerfamilie Zimmer sofort klar, dass es sich bei den geringen Preisen der Backwaren nur um wenige Cent handelt. Zimmer: „Schnell wurde die Idee geboren, diese geringe Preissenkung, die nebenbei auch noch einen hohen Verwaltungsaufwand bedeutet hätte, nicht weiterzugeben, sondern damit lieber zum Jahresende die Hilfsgruppe zu unterstützen“. Die Kundschaft habe diese Idee überaus herzlich angenommen, die Aktion unterstützt und weiterhin Brot und Brötchen gekauft. So habe viel Kleines etwas Großes als Ergebnis hervorgebracht. Alle seien froh, die Hilfsgruppe bei der Realisierung ihrer Projekte unterstützen zu können. Siegwin Zimmer: „Das ist typisch Eifel“.

Treue Unterstützerinnen der Hilfsgruppe sind die Bastelfrauen (Bild links) Roswitha Schmidt aus Kall und Marianne Werner aus Gemünd, die schon seit einigen Jahren in der Vorweihnachtszeit fleißig basteln und backen, um ihre Produkte auf Weihnachtsmärkten in der Umgebung zugunsten der Hilfsgruppe zu verkaufen. Doch in diesem Jahr fanden wegen der Corona-Pandemie keine Weihnachtsmärkte statt. Die beiden Frauen bastelten trotzdem und besuchten im Herbst einen Markt in Zülpich, wo sie ein Teil ihrer Arbeiten verkauften. Weitere Erlöse kamen durch Privatverkäufe zusammen. „Wir freuen uns, dass wir auch in diesem Jahr, sogar ohne Weihnachtsbäckerei, eine Spende von 635 Euro an die Hilfsgruppe geben können“, berichtete Roswitha Schmidt bei der Spendenübergab nicht ohne Stolz.

Hauptmann Johannes M. Langendorf freut sich darrauf, mit der Hilfsgruppe Eifel den 50. Geburstag der Bundeswehr-Bigband inn Vogelsang zu feiern. Foto: Reiner Züll

Hauptmann Johannes M. Langendorf freut sich darauf, mit der Hilfsgruppe Eifel den 50. Geburstag der Bundeswehr-Bigband zu feiern. Foto: Reiner Züll

Zu Weihnachten und zum Jahreswechsel haben die Hilfsgruppe viele guten Wünsche die Hilfsgruppe erreicht. So auch von der Bigband der Bundeswehr, deren Tour-Manager Johannes M. Langendorf auf „das wohl ungewöhnlichste Jahr in der Geschichte der Big Band der Bundeswehr“ zurückblickt. Trotz zahlreich abgesagter Konzerte habe die Bigband festgestellt, dass sich Kreativität, Ideenreichtum und der Wunsch, mit der eigenen Musik Freude zu bereiten, durch das Virus nicht gänzlich habe stoppen lassen. In diesem Jahr feiert die Bigband der Bundeswehr ihr 50jähriges Bestehen.

Stabshauptmann Langendorf wünschte den Mitgliedern der Hilfsgruppe ein gesegnetes und gesundes Weihnachtsfest und ein hoffnungsvolles und von zunehmender Normalität geprägtes Jahr 2021, das für die Bigband wenige Tage vor Weihnachten mit einer doppelten Christmas-Show am 16. und 17. Dezember zugunsten der Hilfsgruppe Eifel – mit dem Komiker und Schauspieler Markus Maria Profitlich als Gast – im Kulturkino in Vogelsang zu Ende geht.  Johannes M- Langendorf: „Wir freuen uns schon riesig, dann mit Ihnen unseren 50. Geburtstag feiern zu können“.

Es ist das nunmehr dritte Doppelkonzert, das die Bigband der Bundeswehr im Zweijahres-Rhythmus vor Weihnachten in Vogelsang zugunsten der Hilfsgruppe Eifel gibt. Stargäste bei diesen Konzerten waren 2017 die Sängerin Pe Werner und 2019 der Sänger Klaus Lage.       (Reiner Züll)

Infos zum November 2020:

Spenden: 11.568,64 Euro –  Ausgaben: 8.750,68 Euro

Helma Kalinowski, 1.500 Euro

Peter Schröder, Schleiden 250 Euro

Deutsche Polizeigewerkschaft 300 Euro

Becker & Johnen, Euskirchen 200 Euro

Olaf Becker, Kall  600 Euro

Peter Labonte, 750 Euro

Franz Josef Girgel, Schleiden 200 Euro

Familie Romex, Meckenheim 250 Euro

Alois Steffens, Rescheid 407 Euro

Roswitha Trenzen, Krekel 200 Euro

Dionys Heuken, Mechernich 400 Euro

Engelbert Ginster, Euskirchen 300 Euro

Carmen Hecker,  500 Euro

Thomas Moskopp,  200 Euro

Pia Benz, Kommern-Süd 150 Euro

Fa. Team, Kall 1.000 Euro

Evangelische Gemeinde, Schleiden 207 Euro

Farben Welt, Euskirchen  400 Euro

Junggesellenverein, Kallmuth 700 Euro

Carmen Hecker,  535 Euro

Norbert Wilden, Mechernich 450 Euro

Frauengemeinschaft, Scheven  200 Euro

Gerhard Brendt, Schleiden 1.000 Euro

Daniels Bau, Lommersdorf 500 Euro

Schlosserei Schliebach. Euskirchen  1.000 Euro

Willi Greuel: „Ein Dank an alle Spender. Die Aktion „Charity-Baum“ im Kaufhof Euskirchen konnte wegen der Corona-Pandemie leider in diesem Jahr nicht stattfinden. Die Hilfsgruppe hat aber von einem Gönner Spielwaren bekommen, damit die Bescherung am Heiligabend auf der Kinderkrebsstation der Bonner Uni-Klinik stattfinden konnte“.

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